Vor 2 Stunden
Immerhin schien es ihm gelungen zu sein, seinen Chef einzupendeln. Denn dieser schwankte nicht mehr von einer Meinung zur nächsten und behauptete am Ende, dass es dir Richtige war, schlichtweg, weil es die Seine war. Was dieses Konzept anging, versuchte Antares erst gar nicht, irgend einen Sinn dahinter zu erkennen. Klar, das hier war Mammons Bar und damit auch seine Regeln und diese brach man besser nicht. Vermutlich war dies das Wichtigste, was man sich merken musste, um hier überleben zu können. Okay, er hatte genau diese Regeln gleich zu Beginn ein klein wenig gedehnt aber immerhin jetzt ein gutes Mittelfeld gefunden, sodass er weiterhin so gut wie jeden Abend hierher kommen konnte.
Über den Handel hatte er nun alles offenbart, was er ausplaudern konnte. Keine Namen, außer dieser von diesem dämlichen Damon, der seinem Gegenüber so wichtig war, dass man meinen könnte, da lief noch was ganz anderes zwischen den Beiden. Es waren Angestellte und Kinder. So oberflächlich wie möglich und so detailliert wie nötig, damit der Herr der Unterwelt anbiss. Was dieser zuerst nicht tat, weil er für jemanden, der doch eigentlich den Weitblick eines unsterblichen Wesens haben sollte, erstaunlich kleinkariert dachte. Aber Antares war schließlich jemand, der sich anzupassen wusste. Lernte von seinem Umfeld. Beobachtete und vielleicht gab er auch nicht jede Info, die ihm zugetragen wurde, unverbindlich an seinen Chef oder dessen Stellvertreter weiter. Gerade diejenigen, die so unter den Kollegen kursierte, die man hinter vorgehaltener Hand bei einer Zigarette draußen im Hof oder kurz bevor der Laden schloss so munkelte. Es gab hier so viele Bedienungen und jede davon hatte einen anderen Blickwinkel am Abend, dass es teilweise regelrecht ein Spaß war, diese am Morgen zusammen zu fügen. Antares hinter der Bar befand sich oft mittendrin und so ergaben sich die interessantesten Ereignisse.
Und ganz vielleicht wurde da auch des Öfteren über die Eigenheiten des Chefs gemunkelt. Auch hier war Antares sich nicht zu schade, seine Kräfte einzusetzen, bei denjenigen, die nichts davon wussten und es nicht bemerkten. So könnte es durchaus daher kommen, dass der Hexer ganz vielleicht ein besonders Bild seines Gegenübers hatte. Eines, welches dieser nicht erkannte, selbst wenn er in den Spiegel sah.
Als dieser jedoch die Hand hob und die Frechheit besaß, seine Frisur, für die Antares sehr wohl einiges an Zeit jeden Abend aufbrachte, dahingehend ruinierte, indem er ihm auf den Kopf tatschte, wäre beinahe ein Unglück geschehen. Es fehlte nicht mehr fiel und Antares hätte sich wohl als der einzige Hexer bezeichnen können, der den Teufelssohn mit seinen Blicken tötete. Was zu viel war, war zu viel. Er hatte in den letzten sechs Monaten so einiges an Erniedrigungen über sich ergehen lassen. Meistens waren dies angeblich lustige Sprüche, die wohl nur Mammon als solche empfinden konnte. Das jetzt aber war selbst für den Inhaber dieser Bar zu viel. Doch genauso wie ihn dieses Verhalten ärgerte, wusste Antares auch, er konnte nichts tun. Selbst ein zufälliges Stolpern des Höllensohnes, könnte auf ihn zurück zu führen sein und dafür liebte er den Job hier leider zu sehr. Daher blieb es beim erdolchendem Blick. Als Mammon seinen Pranke wieder zu sich nahm, trat Antares allerdings demonstrativ einen Schritt weiter von ihm weg. Es mochte nicht weit sein, doch die Symbolkraft dafür umso deutlicher.
Der Hexer jedoch nahm sich zusammen und stellte sein Ego für einen Moment hinten an. Schon erstaunlich, was so ein kleines Mädchen alles mit einem anstellte. Maisie stand symbolisch für all die anderen Kids da draußen, die durchaus noch in Gefahr waren. Und immerhin ging seine Strategie dieses mal wenigstens auf. Scheinbar musste man tatsächlich nur behaupten es gab jemanden, der besser war als Mammon und schon fühlte der sich angegriffen. Alleine die Tatsache, dass dieser ihn daraufhin nach seiner Meinung fragte, glich wohl einem Ritterschlag. Da konnte sich der Jüngere auch verkneifen gleich darauf wieder mit den Augen zu sollen, als natürlich wieder das Totschlagargument mit dem Foltern kam. Wurde das eigentlich nicht irgendwann langweilig? Aber das war sicherlich so ein Teufelsding, was er auch wieder nicht verstand.
Aber zurück zum eigentlichen und viel wichtigerem Thema. Vielleicht könnte es ihm tatsächlich gelingen, den Kinderhandeln zukünftig vielleicht nicht gänzlich einzudämmen aber ihm immerhin einen empfindlichen Schaden zuzufügen. Allen voran der Firma, die ihn anzettelte. Im Gegensatz zu Mammon dachte Antares nämlich in größeren Dimensionen. Es war genauso unmöglich Mammon davon zu überzeugen, den ganzen Laden zu zerschmettern, wie sich einzubilden, erfolgreich gegen diese Kanzlei anzukämpfen. Aber wenn man beides auf einen gemeinsamen Nenner brachte, war der Schaden immerhin spürbar. Jetzt musste er es nur geschickt anstellen. Daher antwortete Antares nun auch nicht gleich wieder, sondern legte sich seine Worte zuerst zurecht. Er hatte nicht damit gerechnet, überhaupt diese Unterhaltung zu führen. Immerhin glaubte er schlicht an eine Bestrafung wegen seinem unerlaubten Fehlen. Eine bessere Vorbereitung wäre in diesem Fall von Vorteil gewesen, aber nun musste er mit dem arbeiten, was er hatte.
"Wie bereits gesagt..." Er hob die Hände um nicht gleich wieder das Missfallen es übernatürlichen Wesens herauf zu beschwören. "Nur für die Zusammenfassung. Hinter diesem Kinderhandel steht viel Geld. Einnahmen mit denen auch dieser Damon rechnen wird." Bewusst erwähnte Antares immer wieder diesen Namen um seinen Gegenüber bei Laune zu halten. Aber jetzt? Er konnte nicht vorschlagen, dass Mammon die Kinder zuerst aufnehmen sollte. Der würde sie ebenfalls an den Höchstbietenden weiter verschachern und einer davon war sicherlich dieser elende Mr. Ashcroft. Den schätzte Antares so ein, dass es ihm vollkommen gleichgültig war, mit wem er Geschäfte machte, Hauptsache er bekam am Ende die Ware. Also seinen Chef dazwischen zu spannen, brachte nicht den von Antares gewünschten Erfolg. Mammon und die Kinder gehörten vollkommen getrennt. Alles was diesen interessierte, war dieser Damon. Also ja, er sollte sich ihn einfach schnappen und seinen Spaß mit dem Kerl haben. Aber das blieb der letzte Ausweg. Vorher wollte Antares noch etwas anderes versuchen. "Du könntest deine Pläne etwas längerfristig anlegen, als nur das Foltern." Begann er vorsichtig. "Die erwähnte Dämonin, die hier im Club auftauchte, sie ist oft hier und handelt neben Informationen auch mit magischen Gegenständen, die es Wolfram&Hart erleichtert die Kinder mit den besonderen Fähigkeiten zu finden. Vielleicht sogar überhaupt erst ermöglicht. Ich habe bereits viel über sie gehört, sie scheint jemand zu sein, die man nicht unterschätzen soll." Wieder eine kurze Pause, nicht weil Antares hier einen auf dramatischer Theaterregisseur machte, sondern weil er sich selbst immer erst überlegen musste, wie er fortfuhr. "Was, wenn du der Dame einen Handel anbietest? Das sie zukünftig für dich arbeitet oder anders gesagt, nicht mehr für die Kanzlei. Dann wäre dies durchaus ein finanzieller spürbarer Verlust für ..." Beinahe hätte Antares wieder Wolfram&Hart gesagt, besann sich im letzten Moment aber eines besseren. "Für Damon."
Über den Handel hatte er nun alles offenbart, was er ausplaudern konnte. Keine Namen, außer dieser von diesem dämlichen Damon, der seinem Gegenüber so wichtig war, dass man meinen könnte, da lief noch was ganz anderes zwischen den Beiden. Es waren Angestellte und Kinder. So oberflächlich wie möglich und so detailliert wie nötig, damit der Herr der Unterwelt anbiss. Was dieser zuerst nicht tat, weil er für jemanden, der doch eigentlich den Weitblick eines unsterblichen Wesens haben sollte, erstaunlich kleinkariert dachte. Aber Antares war schließlich jemand, der sich anzupassen wusste. Lernte von seinem Umfeld. Beobachtete und vielleicht gab er auch nicht jede Info, die ihm zugetragen wurde, unverbindlich an seinen Chef oder dessen Stellvertreter weiter. Gerade diejenigen, die so unter den Kollegen kursierte, die man hinter vorgehaltener Hand bei einer Zigarette draußen im Hof oder kurz bevor der Laden schloss so munkelte. Es gab hier so viele Bedienungen und jede davon hatte einen anderen Blickwinkel am Abend, dass es teilweise regelrecht ein Spaß war, diese am Morgen zusammen zu fügen. Antares hinter der Bar befand sich oft mittendrin und so ergaben sich die interessantesten Ereignisse.
Und ganz vielleicht wurde da auch des Öfteren über die Eigenheiten des Chefs gemunkelt. Auch hier war Antares sich nicht zu schade, seine Kräfte einzusetzen, bei denjenigen, die nichts davon wussten und es nicht bemerkten. So könnte es durchaus daher kommen, dass der Hexer ganz vielleicht ein besonders Bild seines Gegenübers hatte. Eines, welches dieser nicht erkannte, selbst wenn er in den Spiegel sah.
Als dieser jedoch die Hand hob und die Frechheit besaß, seine Frisur, für die Antares sehr wohl einiges an Zeit jeden Abend aufbrachte, dahingehend ruinierte, indem er ihm auf den Kopf tatschte, wäre beinahe ein Unglück geschehen. Es fehlte nicht mehr fiel und Antares hätte sich wohl als der einzige Hexer bezeichnen können, der den Teufelssohn mit seinen Blicken tötete. Was zu viel war, war zu viel. Er hatte in den letzten sechs Monaten so einiges an Erniedrigungen über sich ergehen lassen. Meistens waren dies angeblich lustige Sprüche, die wohl nur Mammon als solche empfinden konnte. Das jetzt aber war selbst für den Inhaber dieser Bar zu viel. Doch genauso wie ihn dieses Verhalten ärgerte, wusste Antares auch, er konnte nichts tun. Selbst ein zufälliges Stolpern des Höllensohnes, könnte auf ihn zurück zu führen sein und dafür liebte er den Job hier leider zu sehr. Daher blieb es beim erdolchendem Blick. Als Mammon seinen Pranke wieder zu sich nahm, trat Antares allerdings demonstrativ einen Schritt weiter von ihm weg. Es mochte nicht weit sein, doch die Symbolkraft dafür umso deutlicher.
Der Hexer jedoch nahm sich zusammen und stellte sein Ego für einen Moment hinten an. Schon erstaunlich, was so ein kleines Mädchen alles mit einem anstellte. Maisie stand symbolisch für all die anderen Kids da draußen, die durchaus noch in Gefahr waren. Und immerhin ging seine Strategie dieses mal wenigstens auf. Scheinbar musste man tatsächlich nur behaupten es gab jemanden, der besser war als Mammon und schon fühlte der sich angegriffen. Alleine die Tatsache, dass dieser ihn daraufhin nach seiner Meinung fragte, glich wohl einem Ritterschlag. Da konnte sich der Jüngere auch verkneifen gleich darauf wieder mit den Augen zu sollen, als natürlich wieder das Totschlagargument mit dem Foltern kam. Wurde das eigentlich nicht irgendwann langweilig? Aber das war sicherlich so ein Teufelsding, was er auch wieder nicht verstand.
Aber zurück zum eigentlichen und viel wichtigerem Thema. Vielleicht könnte es ihm tatsächlich gelingen, den Kinderhandeln zukünftig vielleicht nicht gänzlich einzudämmen aber ihm immerhin einen empfindlichen Schaden zuzufügen. Allen voran der Firma, die ihn anzettelte. Im Gegensatz zu Mammon dachte Antares nämlich in größeren Dimensionen. Es war genauso unmöglich Mammon davon zu überzeugen, den ganzen Laden zu zerschmettern, wie sich einzubilden, erfolgreich gegen diese Kanzlei anzukämpfen. Aber wenn man beides auf einen gemeinsamen Nenner brachte, war der Schaden immerhin spürbar. Jetzt musste er es nur geschickt anstellen. Daher antwortete Antares nun auch nicht gleich wieder, sondern legte sich seine Worte zuerst zurecht. Er hatte nicht damit gerechnet, überhaupt diese Unterhaltung zu führen. Immerhin glaubte er schlicht an eine Bestrafung wegen seinem unerlaubten Fehlen. Eine bessere Vorbereitung wäre in diesem Fall von Vorteil gewesen, aber nun musste er mit dem arbeiten, was er hatte.
"Wie bereits gesagt..." Er hob die Hände um nicht gleich wieder das Missfallen es übernatürlichen Wesens herauf zu beschwören. "Nur für die Zusammenfassung. Hinter diesem Kinderhandel steht viel Geld. Einnahmen mit denen auch dieser Damon rechnen wird." Bewusst erwähnte Antares immer wieder diesen Namen um seinen Gegenüber bei Laune zu halten. Aber jetzt? Er konnte nicht vorschlagen, dass Mammon die Kinder zuerst aufnehmen sollte. Der würde sie ebenfalls an den Höchstbietenden weiter verschachern und einer davon war sicherlich dieser elende Mr. Ashcroft. Den schätzte Antares so ein, dass es ihm vollkommen gleichgültig war, mit wem er Geschäfte machte, Hauptsache er bekam am Ende die Ware. Also seinen Chef dazwischen zu spannen, brachte nicht den von Antares gewünschten Erfolg. Mammon und die Kinder gehörten vollkommen getrennt. Alles was diesen interessierte, war dieser Damon. Also ja, er sollte sich ihn einfach schnappen und seinen Spaß mit dem Kerl haben. Aber das blieb der letzte Ausweg. Vorher wollte Antares noch etwas anderes versuchen. "Du könntest deine Pläne etwas längerfristig anlegen, als nur das Foltern." Begann er vorsichtig. "Die erwähnte Dämonin, die hier im Club auftauchte, sie ist oft hier und handelt neben Informationen auch mit magischen Gegenständen, die es Wolfram&Hart erleichtert die Kinder mit den besonderen Fähigkeiten zu finden. Vielleicht sogar überhaupt erst ermöglicht. Ich habe bereits viel über sie gehört, sie scheint jemand zu sein, die man nicht unterschätzen soll." Wieder eine kurze Pause, nicht weil Antares hier einen auf dramatischer Theaterregisseur machte, sondern weil er sich selbst immer erst überlegen musste, wie er fortfuhr. "Was, wenn du der Dame einen Handel anbietest? Das sie zukünftig für dich arbeitet oder anders gesagt, nicht mehr für die Kanzlei. Dann wäre dies durchaus ein finanzieller spürbarer Verlust für ..." Beinahe hätte Antares wieder Wolfram&Hart gesagt, besann sich im letzten Moment aber eines besseren. "Für Damon."

