11.10.2026, 22:03
Langsam aber sicher, wurde dieses Gespräch hier anstrengend. Nicht unbedingt, weil er es mit seinem Chef führte, der bekannt dafür war wie ein Metronom mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung zu pendeln. Und das mit der gleichen Beständigkeit, wie dieser Taktgeber. Alleine sein Vergleich mit dem Geld. In einem Satz behauptete sein Gegenüber, ihn interessierte Geld nicht. Eine sehr gewagte Aussage für jemanden, der einen solchen Luxusschuppen sein Eigen nannte und von ihm verlangte, einen Teil seines Gewinns an ihn abzutreten, den er aus den Zaubertränke-Deals machte. Klang für den Hexer nicht unbedingt nach jemanden, der an Geld nicht interessiert war. Aber das hatte sicherlich mit der Wankelmütigkeit seines Chefs zu tun. Genauso beharrte er darauf, zu erfahren, wohin eine, für ihn vollkommen unwichtige Person (das es sich um ein Kind handelte hatte Antares absichtlich noch nicht erwähnt) verschwunden war. Und genauso erschloss sich dem Barkeeper nicht, wie man so stur nur auf eine Person versessen sein konnte, wenn man dem ganzen Laden doch schaden konnte. Die ganze Zeit versuchte er Mammon zu erklären, dass dieser Damon sehr wohl wusste, was vor sich ging und sicherlich auch einen finanziellen Verlust erlitten hatte. Ob er da nun persönlich betroffen war oder nicht. Immerhin sollte man als CEO eines solchen Verbrechervereines doch wissen, was abging. Und das tat er auch, wie durch den eben erwähnten Bericht bereits bestätigt. Warum der bitteschön nun wichtig war und nicht mehr nur die Person des CEO war auch wieder so ein Sprung, bei dem Antares wohl den Ausstieg verpasste. Waren es noch Nachwirkungen von Maisies Magieraub und der vollkommenen Erschöpfung, weil er dennoch zusammen mit Syrena die Münze zerstörte, oder war sein Chef an diesem Abend noch unberechenbarer als sonst?
Antares atmete tief durch, behielt aber die vor der Brust verschränkten Arme bei. Er musste sich eine andere Taktik ausdenken. Denn mittlerweile hatte sich hinter seiner Stirn ein Plan geformt, für den er gerne den Teufelssohn einspannen wollte. Nur musste er dafür sehr geschickt vorgehen. Gar nicht so leicht für jemanden, der die meiste Zeit jemanden mimte, der so tat als wären ihm die Konsequenzen für sein Handeln vollkommen egal. In einem Laden wie diesem nicht ganz unbrauchbar. Schließlich geschahen hier Dinge, die man mit normalen Moralvorstellungen besser nicht erklärte. Und es gab auch so manch böse Behauptung, dass er mit seinen Tränken die magische Unterwelt auch nicht unbedingt besser machte. Und diese Neider hatten Recht. Er verkaufte schließlich nicht nur Liebestränke.
Das alles aber prallte für gewöhnlich an der Schutzmauer ab, die Antares sich seit Amys Tod und dem daraufhin folgenden Fluch aufgebaut hatte. Kollegen und Mitmenschen waren reiner Zeitvertreib. Niemanden mehr an sich heran lassen, damit man weder verwundbar wurde, noch er jemals wieder einen solchen Schmerz erleiden musste, wie nach dem Tod seiner Freundin. Für seine Umgebung war er der Barkeeper im Valen, der Informationen beschaffte, Drinks mischte und seinen eigenen Interessen nachging.
Das es ein junges Mädchen schaffte, genau diese Mauer zu durchbrechen, als wäre sie praktisch nicht vorhanden, war mehr als unbrauchbar. Wie gut, dass sich dieses Problem nun außer Landes befand. Das in Gestalt seines Chefs aber stand noch vor ihm. Und dieser wurde langsam aber sicher ungehalten. Mehr noch als ohnehin die ganze Zeit schon. Den Tadel darüber, dass er angeblich nicht zuhörte, ließ der Hexer über sich ergehen. Schließlich war eine Gegenwehr zwecklos und manchmal wusste dann sogar auch er, wann es besser war, den Mund zu halten.
Blieb jetzt noch der Versuch, seinen Plan möglichst geschickt anzustoßen. War mit einem teuflischen Individuum nur nicht so leicht. Aber Antares war noch nie jemand, der klein beigab, nur weil sich ein Vorhaben als etwas schwieriger heraus stellte.
"Soll ich nun wirklich nochmal erklären, wie ich an meine Informationen heran komme?" Nun löste er doch die verschränkten Arme und machte eine Geste hinter sich, welche in Richtung der Bar und damit dem restlichen Tanzbereich hier unten einschloss. "Ich kann ziemlich gut zuhören." Ein sehr gewagter Anfang, aber das gehörte zu der Person dazu, die er vorgab zu sein. So lange schon, dass Antares beinahe vergaß, wie er je anders sein konnte. Aber auch wenn es dieses Mal nicht ganz die Wahrheit entsprach, so konnte er Mammon vielleicht davon überzeugen, ihn nicht nochmal mit der Wirksamkeit seiner Zaubersprüche langweilen zu müssen. "Die Dämonin hat an meiner Bar eine Mitarbeiterin von Wolfram & Hart aufgesucht." Das wiederum war die Wahrheit und heilte die vorangegangene, etwas gedehnte Realitätsbeschreibung sicherlich wieder. "Was die Person anging, wegen der ich meinen Posten verließ. Sie wurde außer Landes gebracht. Weg aus dem Einflussgebiet der so umsichtig handelnden Kanzlei. Sie lebt noch, falls das deine nächste Frage ist. Und ist deswegen eine Investition in die Zukunft. Schließlich habe ich vom Meister selbst gelernt, dass es immer gut ist, jemanden in seiner Schuld stehen zu haben." Antares neigte bei dieser Aussage sogar ein klein wenig den Kopf. Nicht übertrieben, sodass es aussah als würde er sich lächerlich machen. Dies tat er mitnichten. Sein Lob war wohl platziert, unterhielt er sich hier schließlich mit jemandem, dessen Ego eigentlich eine eigene Postleitzahl bräuchte.
Nun kam der schwierigste Part seines Unterfangens. Mammon hatte sich wie so ein kleiner Pinscher in die Wade dieses Damon festgebissen und nur dieser schien ihn zu interessieren. Dabei wollte Antares aber, dass der Teufelssohn etwas weiter blickte. Nur wie diesen davon überzeugen?
Erneut verschränkte er die Arme locker ineinander, nur um ein bisschen Zeit zu gewinnen um nachdenken zu können. Mammon bei seiner Ehre packen, das war die sicherste Methode um ihn dazu zu bringen, etwas zu tun, für das er im ersten Moment keinerlei Grund sah. Wie den eben von Antares erwähnten Kinderhandel.
"Dieses eine Mal habe ich dich nicht zur Rate gezogen und das war ein Fehler." Zuerst ein bisschen buckeln, bevor er weiter ausholen konnte. Ätzend aber notwendig. "Aber dadurch kann ich dir sagen, dass er es wieder tun wird. Damon." Nur um sicher zu gehen, weiterhin die Aufmerksamkeit seines Bosses zu haben. "Der von mir erwähnte Kinderhandel ist ein laufendes Geschäft. Bereits in der Vergangenheit wurde damit viel Geld gemacht. Der jetzige Verlust der wertvollen Ware wird sie nicht aufhalten. Im Gegenteil. Vermutlich hat Damon bereits ein neues Opfer ausgewählt und verhökert es möglichst gewinnbringend." Eine kurze, wohl bedachte Pause folgte, bevor er auch noch seinen letzten Trumpf ausspielte. "Und, wenn mir die Anmerkung gestattet ist, scheint dieser Damon doch sehr von sich überzeugt zu sein, wenn er seine Mitarbeiter ausgerechnet hierher ins Valen schickt um diesen lukrativen Handel abzuschließen. Ganz so, als habe er überhaupt keine Skrupel oder Bedenken darüber, wem dieses Etablissement gehört." Gegen Ende sah Antares regelrecht ehrfurchtsvoll zu Boden, ganz so als wollte er dem Besitzer des Clubs sehr wohl demonstrieren, wie groß sein Respekt vor ihm war.
Antares atmete tief durch, behielt aber die vor der Brust verschränkten Arme bei. Er musste sich eine andere Taktik ausdenken. Denn mittlerweile hatte sich hinter seiner Stirn ein Plan geformt, für den er gerne den Teufelssohn einspannen wollte. Nur musste er dafür sehr geschickt vorgehen. Gar nicht so leicht für jemanden, der die meiste Zeit jemanden mimte, der so tat als wären ihm die Konsequenzen für sein Handeln vollkommen egal. In einem Laden wie diesem nicht ganz unbrauchbar. Schließlich geschahen hier Dinge, die man mit normalen Moralvorstellungen besser nicht erklärte. Und es gab auch so manch böse Behauptung, dass er mit seinen Tränken die magische Unterwelt auch nicht unbedingt besser machte. Und diese Neider hatten Recht. Er verkaufte schließlich nicht nur Liebestränke.
Das alles aber prallte für gewöhnlich an der Schutzmauer ab, die Antares sich seit Amys Tod und dem daraufhin folgenden Fluch aufgebaut hatte. Kollegen und Mitmenschen waren reiner Zeitvertreib. Niemanden mehr an sich heran lassen, damit man weder verwundbar wurde, noch er jemals wieder einen solchen Schmerz erleiden musste, wie nach dem Tod seiner Freundin. Für seine Umgebung war er der Barkeeper im Valen, der Informationen beschaffte, Drinks mischte und seinen eigenen Interessen nachging.
Das es ein junges Mädchen schaffte, genau diese Mauer zu durchbrechen, als wäre sie praktisch nicht vorhanden, war mehr als unbrauchbar. Wie gut, dass sich dieses Problem nun außer Landes befand. Das in Gestalt seines Chefs aber stand noch vor ihm. Und dieser wurde langsam aber sicher ungehalten. Mehr noch als ohnehin die ganze Zeit schon. Den Tadel darüber, dass er angeblich nicht zuhörte, ließ der Hexer über sich ergehen. Schließlich war eine Gegenwehr zwecklos und manchmal wusste dann sogar auch er, wann es besser war, den Mund zu halten.
Blieb jetzt noch der Versuch, seinen Plan möglichst geschickt anzustoßen. War mit einem teuflischen Individuum nur nicht so leicht. Aber Antares war noch nie jemand, der klein beigab, nur weil sich ein Vorhaben als etwas schwieriger heraus stellte.
"Soll ich nun wirklich nochmal erklären, wie ich an meine Informationen heran komme?" Nun löste er doch die verschränkten Arme und machte eine Geste hinter sich, welche in Richtung der Bar und damit dem restlichen Tanzbereich hier unten einschloss. "Ich kann ziemlich gut zuhören." Ein sehr gewagter Anfang, aber das gehörte zu der Person dazu, die er vorgab zu sein. So lange schon, dass Antares beinahe vergaß, wie er je anders sein konnte. Aber auch wenn es dieses Mal nicht ganz die Wahrheit entsprach, so konnte er Mammon vielleicht davon überzeugen, ihn nicht nochmal mit der Wirksamkeit seiner Zaubersprüche langweilen zu müssen. "Die Dämonin hat an meiner Bar eine Mitarbeiterin von Wolfram & Hart aufgesucht." Das wiederum war die Wahrheit und heilte die vorangegangene, etwas gedehnte Realitätsbeschreibung sicherlich wieder. "Was die Person anging, wegen der ich meinen Posten verließ. Sie wurde außer Landes gebracht. Weg aus dem Einflussgebiet der so umsichtig handelnden Kanzlei. Sie lebt noch, falls das deine nächste Frage ist. Und ist deswegen eine Investition in die Zukunft. Schließlich habe ich vom Meister selbst gelernt, dass es immer gut ist, jemanden in seiner Schuld stehen zu haben." Antares neigte bei dieser Aussage sogar ein klein wenig den Kopf. Nicht übertrieben, sodass es aussah als würde er sich lächerlich machen. Dies tat er mitnichten. Sein Lob war wohl platziert, unterhielt er sich hier schließlich mit jemandem, dessen Ego eigentlich eine eigene Postleitzahl bräuchte.
Nun kam der schwierigste Part seines Unterfangens. Mammon hatte sich wie so ein kleiner Pinscher in die Wade dieses Damon festgebissen und nur dieser schien ihn zu interessieren. Dabei wollte Antares aber, dass der Teufelssohn etwas weiter blickte. Nur wie diesen davon überzeugen?
Erneut verschränkte er die Arme locker ineinander, nur um ein bisschen Zeit zu gewinnen um nachdenken zu können. Mammon bei seiner Ehre packen, das war die sicherste Methode um ihn dazu zu bringen, etwas zu tun, für das er im ersten Moment keinerlei Grund sah. Wie den eben von Antares erwähnten Kinderhandel.
"Dieses eine Mal habe ich dich nicht zur Rate gezogen und das war ein Fehler." Zuerst ein bisschen buckeln, bevor er weiter ausholen konnte. Ätzend aber notwendig. "Aber dadurch kann ich dir sagen, dass er es wieder tun wird. Damon." Nur um sicher zu gehen, weiterhin die Aufmerksamkeit seines Bosses zu haben. "Der von mir erwähnte Kinderhandel ist ein laufendes Geschäft. Bereits in der Vergangenheit wurde damit viel Geld gemacht. Der jetzige Verlust der wertvollen Ware wird sie nicht aufhalten. Im Gegenteil. Vermutlich hat Damon bereits ein neues Opfer ausgewählt und verhökert es möglichst gewinnbringend." Eine kurze, wohl bedachte Pause folgte, bevor er auch noch seinen letzten Trumpf ausspielte. "Und, wenn mir die Anmerkung gestattet ist, scheint dieser Damon doch sehr von sich überzeugt zu sein, wenn er seine Mitarbeiter ausgerechnet hierher ins Valen schickt um diesen lukrativen Handel abzuschließen. Ganz so, als habe er überhaupt keine Skrupel oder Bedenken darüber, wem dieses Etablissement gehört." Gegen Ende sah Antares regelrecht ehrfurchtsvoll zu Boden, ganz so als wollte er dem Besitzer des Clubs sehr wohl demonstrieren, wie groß sein Respekt vor ihm war.

