05.10.2026, 23:03
[Mammon – Medea – Lilith: Main Floor]
Lilith brauchte einen Moment länger als gewöhnlich, um bis zur Bar zu kommen – die Fläche war voll, und ausnahmslos alle anwesenden Gäste pressten in die entgegengesetzte Richtung, zum Käfig hin, wo sie in ihrem Rücken gerade hörte, dass einer der beiden Kämpfer mit einem unangenehmen Knacken gegen die Stäbe geknallt war. In Anbetracht des eher mickrigen Geräusches vermutlich Spike. Lilith verschwendete aber keinen Blick an ihn, sondern schickte stattdessen den nächsten Kerl, der ihr vehement im Weg stand und es darauf anlegen wollte, von ihr weggeschoben zu werden, anstatt auch nur einen Meter Platz zu machen, unter Schmerzen auf die Knie. Es war, nebenbei bemerkt, auch eine ganz nette Fingerübung, um zu testen, wie weit ihre Fähigkeiten doch noch reichten. Wie genervt Mammon wohl wäre, wenn sie einigen von ihnen mitten in seinem lang ersehnten Kampf das Genick brach, und die Aufmerksamkeit der Menge teilte?
Es stellte sich heraus, dass das letztendlich gar nicht nötig war – der Typ, der sich auf dem Boden vor Schmerzen krümmte ( – War er ein Mensch? Vielleicht sollte sie lockerer lassen… – ), machte offenbar ausreichend Eindruck auf die unmittelbar umstehenden Schaulustigen, dass sie ohne allzu große weitere Probleme bis zur Bar gelangte.
War vielleicht auch besser so, immerhin hatte sie Getränke zugesagt, und sich von einem Massaker ablenken zu lassen, wäre unter diesen Umständen äußerst unhöflich. An der Bar selbst war die Wartezeit für Lilith verschwindend gering – ausschließlich Kisais Verdienst, der das Personal ausreichend im Griff hatte. Sie wussten, wen sie zuerst bedienten.
Für den Weg zurück auf die Fläche holte Lilith sich Unterstützung von einem der Security-Mitarbeiter, den sie hinter der Bar zu sich winkte. Das war weitaus effizienter und zügiger, sodass sie kurz darauf bereits wieder weiter vorn neben dem Käfig ankam, wo Mammon Medea aus der Menge gefischt hatte.
Und ganz offensichtlich hatte Lilith auch genau den richtigen Moment erwischt, um sich zu ihnen zu gesellen. Sie trat von hinten an die Dämonin heran, so dicht, dass sie sich ganz offensichtlich in ihrem persönlichen Raum befand. Das würde ihr zwangsläufig nicht direkt auffallen, weil es generell voll war und sich überall Körper befanden… aber Mammon, der ihr gegenüber stand, warf Lilith einen vielsagenden Blick zu.
„Wen meinst du mit uns, du bist doch allein hier“
“Mich.”
Das einzelne Wort kam von unmittelbar hinter Medeas Schulter, direkt an ihr Ohr. So dicht hinter ihr stehend, hatte Lilith sich nur ein klein wenig nach vorne beugen müssen, nah genug, dass ihre Lippen für einen kurzen Moment kaum mehr als einen Hauch von Medeas Hals entfernt waren. Und für einige Sekunden hatte Lilith tatsächlich den Eindruck, dieses feine Kribbeln wahrnehmen zu können, das derartige Nähe in Erdlingen auslöste. Ob es nun von Medea kam oder von ihr selbst, war dabei fast schon nebensächlich.
Kurz darauf richtete sie sich wieder auf, machte aber keinerlei Anstalten, auch nur einen Schritt zurückzugehen. Lilith brauchte nicht einmal hinzusehen, um zu wissen, wie das wirken musste: Mammon vor Medea, sie selbst unmittelbar hinter ihr. Eine Konstellation, die sie für einen Moment ausgesprochen unterhaltsam fand.
Über Medeas Schulter hinweg begegnete ihr Blick erneut dem ihres Bruders. Sie grinste.
“Ich sehe, du hast sie gefunden”, kommentierte sie in seine Richtung – den Cocktail, den sie Medea mitgebracht hatte, reichte sie ihr beinahe beiläufig von hinten, indem sie an deren Körper vorbeigriff. Natürlich weiterhin ohne jegliche Eile, ihr auch nur den geringsten persönlichen Raum zurückzugeben.
Erst dann trat sie einen kleinen Schritt zur Seite, ließ sich von Bob zu ihrer Rechten die beiden Tumbler geben, die er getragen hatte, und reichte einen davon Mammon. Anschließend verlagerte sich ihre Aufmerksamkeit vollständig auf Medea – und mit etwas mehr Abstand hatte sie nun auch einen besseren Blick auf sie. Lilith ließ ihn über das weiße Kleid wandern, einen Augenblick länger womöglich, als tatsächlich notwendig gewesen wäre, ehe ihre Augen wieder Medeas fanden.
“Es wäre doch ausgesprochen bedauerlich gewesen, wenn du den restlichen Abend weiterhin ohne angemessene Gesellschaft verbringen müsstest.”
Lilith brauchte einen Moment länger als gewöhnlich, um bis zur Bar zu kommen – die Fläche war voll, und ausnahmslos alle anwesenden Gäste pressten in die entgegengesetzte Richtung, zum Käfig hin, wo sie in ihrem Rücken gerade hörte, dass einer der beiden Kämpfer mit einem unangenehmen Knacken gegen die Stäbe geknallt war. In Anbetracht des eher mickrigen Geräusches vermutlich Spike. Lilith verschwendete aber keinen Blick an ihn, sondern schickte stattdessen den nächsten Kerl, der ihr vehement im Weg stand und es darauf anlegen wollte, von ihr weggeschoben zu werden, anstatt auch nur einen Meter Platz zu machen, unter Schmerzen auf die Knie. Es war, nebenbei bemerkt, auch eine ganz nette Fingerübung, um zu testen, wie weit ihre Fähigkeiten doch noch reichten. Wie genervt Mammon wohl wäre, wenn sie einigen von ihnen mitten in seinem lang ersehnten Kampf das Genick brach, und die Aufmerksamkeit der Menge teilte?
Es stellte sich heraus, dass das letztendlich gar nicht nötig war – der Typ, der sich auf dem Boden vor Schmerzen krümmte ( – War er ein Mensch? Vielleicht sollte sie lockerer lassen… – ), machte offenbar ausreichend Eindruck auf die unmittelbar umstehenden Schaulustigen, dass sie ohne allzu große weitere Probleme bis zur Bar gelangte.
War vielleicht auch besser so, immerhin hatte sie Getränke zugesagt, und sich von einem Massaker ablenken zu lassen, wäre unter diesen Umständen äußerst unhöflich. An der Bar selbst war die Wartezeit für Lilith verschwindend gering – ausschließlich Kisais Verdienst, der das Personal ausreichend im Griff hatte. Sie wussten, wen sie zuerst bedienten.
Für den Weg zurück auf die Fläche holte Lilith sich Unterstützung von einem der Security-Mitarbeiter, den sie hinter der Bar zu sich winkte. Das war weitaus effizienter und zügiger, sodass sie kurz darauf bereits wieder weiter vorn neben dem Käfig ankam, wo Mammon Medea aus der Menge gefischt hatte.
Und ganz offensichtlich hatte Lilith auch genau den richtigen Moment erwischt, um sich zu ihnen zu gesellen. Sie trat von hinten an die Dämonin heran, so dicht, dass sie sich ganz offensichtlich in ihrem persönlichen Raum befand. Das würde ihr zwangsläufig nicht direkt auffallen, weil es generell voll war und sich überall Körper befanden… aber Mammon, der ihr gegenüber stand, warf Lilith einen vielsagenden Blick zu.
„Wen meinst du mit uns, du bist doch allein hier“
“Mich.”
Das einzelne Wort kam von unmittelbar hinter Medeas Schulter, direkt an ihr Ohr. So dicht hinter ihr stehend, hatte Lilith sich nur ein klein wenig nach vorne beugen müssen, nah genug, dass ihre Lippen für einen kurzen Moment kaum mehr als einen Hauch von Medeas Hals entfernt waren. Und für einige Sekunden hatte Lilith tatsächlich den Eindruck, dieses feine Kribbeln wahrnehmen zu können, das derartige Nähe in Erdlingen auslöste. Ob es nun von Medea kam oder von ihr selbst, war dabei fast schon nebensächlich.
Kurz darauf richtete sie sich wieder auf, machte aber keinerlei Anstalten, auch nur einen Schritt zurückzugehen. Lilith brauchte nicht einmal hinzusehen, um zu wissen, wie das wirken musste: Mammon vor Medea, sie selbst unmittelbar hinter ihr. Eine Konstellation, die sie für einen Moment ausgesprochen unterhaltsam fand.
Über Medeas Schulter hinweg begegnete ihr Blick erneut dem ihres Bruders. Sie grinste.
“Ich sehe, du hast sie gefunden”, kommentierte sie in seine Richtung – den Cocktail, den sie Medea mitgebracht hatte, reichte sie ihr beinahe beiläufig von hinten, indem sie an deren Körper vorbeigriff. Natürlich weiterhin ohne jegliche Eile, ihr auch nur den geringsten persönlichen Raum zurückzugeben.
Erst dann trat sie einen kleinen Schritt zur Seite, ließ sich von Bob zu ihrer Rechten die beiden Tumbler geben, die er getragen hatte, und reichte einen davon Mammon. Anschließend verlagerte sich ihre Aufmerksamkeit vollständig auf Medea – und mit etwas mehr Abstand hatte sie nun auch einen besseren Blick auf sie. Lilith ließ ihn über das weiße Kleid wandern, einen Augenblick länger womöglich, als tatsächlich notwendig gewesen wäre, ehe ihre Augen wieder Medeas fanden.
“Es wäre doch ausgesprochen bedauerlich gewesen, wenn du den restlichen Abend weiterhin ohne angemessene Gesellschaft verbringen müsstest.”

