Gestern, 22:09
Es war gut, dass die Jalousien heruntergelassen waren. So blieb ihm zwar der freie Blick, wegen dem er dieses Loft ehrlich gesagt auch gekauft hatte, größtenteils versperrt. Aber gleichzeitig konnte die Hexe hinter ihm auch sein Konterfrei nicht sehen. Durch den schmalen Spalt, welches zwischen den einzelnen Rippen noch frei blieb, glich es einem Puzzle, würde man sich wirklich die Arbeit machen. Und der Hexer bezweifelte, dass Syrena dies tat. Er selber aber hatte genügend damit zu tun, seine aufkommenden Gefühle vor eben jener zu verbergen. Die Arme hatte er vor der Brust verschränkt, um wenigstens einen kleinen Teil seiner Gesamtablehnung ihrer Person gegenüber aufrecht halten zu können. Und es half ihm gleichzeitig Stabilität zu wahren.
Welche Faktoren nun dazu führten, konnte Antares nicht abschließend erklären. Er ärgerte sich selbst darüber, vor seiner Nemesis nicht die Kontrolle behalten zu können. Aber Amy war sein wunder Punkt. Und würde es vermutlich immer sein. Die schlafende Zwölfjährige in seinem Bett kam dem, was er mit dieser Hexe hatte, erschreckend nahe. Nicht was die Zuneigung betraf, diese konnte der Hexer immerhin zum Glück noch niederringen. Das hier war nicht seine Freundin, sondern nur ein Kind. Aber eines, das ihn auch nicht mehr gänzlich unberührt ließ. Sie beide schwangen sich dazu auf, über die Zukunft der Kleinen zu entscheiden. Beide in dem Glauben, das Beste für sie zu wollen. Und genau das hatte er schon einmal angenommen. Vielleicht war es diese erschreckende Ähnlichkeit zu diesem bestimmten Sachverhalt, was ihn nun überforderte.
Da war es besser, er nahm den letzten Rest seiner Kraft, die er noch hatte, und benutzte sie dafür abzulenken und das Bild des Unnahbaren aufrecht zu halten. Die Suche nach den Eltern wurde hinten angestellt. Man konnte diese Individuen, das war das Freundlichste, was er im Moment für diese Leute finden konnte, immer noch im Nachhinein informieren. Sollte er sich wirklich geirrt haben und sie waren genauso Opfer dieses Unterfangens geworden, würde sich der Dunkelhaarige offiziell bei ihnen für etwas entschuldigen, von dem sie gar keine Ahnung hatten. Dann würde er sich dankbar vom Gegenteil überzeugen und ihnen bereitwillig zwei Tickets nach Südamerika bezahlen, damit sie dort mit ihrer Tochter wieder vereint werden konnten. Allerdings bezweifelt Antares, dass es zu so einer Szenerie kam. Dies jedoch behielt er für sich. Ihm fehlte die Kraft für eine erneute Streitrunde mit der Hexe hinter ihm. Es war schon erschreckend zustimmend von ihr, dass sie seinem Vorschlag nicht gleich wieder in seine Einzelteile zerlegte, sondern auf ihre Weise zustimmte.
Der Einwand, man sollte Maisie erst fragen, was sie von all dem hielt, wäre beinahe mit einem belustigten Schnauben beantwortet worden. Jetzt fiel ihr das ein? Als alles im Grunde schon verplant war? Aber leider, es tat regelrecht weh, dies eingestehen zu müssen, gab Antares zu, man sollte dem Mädchen wenigstens eine Chance geben, alles zu verstehen. Aber was, wenn sie sich dagegen wehrte? Wenn sie hierbleiben wollte, bei ihren Rabeneltern? Würde Syrena sie dann auch gegen ihren Willen in den Flieger setzen? Fragen, die ihn beunruhigten, jedoch für heute Abend keine Antwort mehr finden würden.
Genau wie es die Brünette nun anmerkte. Sie kamen nicht weiter. Er hörte, wie sie aufstand und veränderte dennoch nichts an seiner Haltung. Weiterhin blieb Antares mit dem Rücken zu ihr stehen und sah durch zwei der Lamellen nach draußen in den dunklen Hafen. Ein Kreuzfahrtschiff schien dort vor Anker zu liegen. So oft hatte er sich schon gedacht, wie es wohl wäre, eine Reise mitzumachen. Doch bisher hatte es sich nie ergeben und seit er verflucht wurde, hatte das Ganze, aufgrund dem vielen Wasser welches man um sich herum hatte, auch seinen Reiz verloren.
Sein Fokus verlagerte sich etwas, als er in der Spiegelung der Glasscheibe die roten Magiefäden sehen konnte, mit denen Syrena die Münze zerstörte. Er hörte das Knacken und ihre anschließenden Worte, dass er den Müll wegräumen durfte. War er ihr Buttler oder was? Aber Antares schwieg. Er war zu müde, daher sah sie ihn nur einmal nicken, falls sie in seine Richtung sah. Dann war die Münze nun also wahrlich nicht mehr vorhanden. Ein befriedigendes Gefühl. Selbst wenn er auf den momentanen Zustand gerne verzichtet hätte. Aber es war das Opfer wert gewesen.
Er dachte schon, alles war gesagt, als ein erneuter Befehl an ihn herangetragen wurde. Antares schluckte, denn dieses Mal fiel es ihm wirklich schwer, nichts darauf zu erwidern. Doch noch rechtzeitig fiel ihm auf, dass Syrena bei diesen Worten nicht die gleiche Schärfe verwendete, wie sie es den ganzen Abend über getan hatte. War es ihre Erschöpfung oder verfügte diese Hexe doch über ein schlagendes Herz? Auch diese Frage blieb unbeantwortet und als die Hexe das Loft verlassen hatte, schloss Antares erschöpft die Augen.
Welche Faktoren nun dazu führten, konnte Antares nicht abschließend erklären. Er ärgerte sich selbst darüber, vor seiner Nemesis nicht die Kontrolle behalten zu können. Aber Amy war sein wunder Punkt. Und würde es vermutlich immer sein. Die schlafende Zwölfjährige in seinem Bett kam dem, was er mit dieser Hexe hatte, erschreckend nahe. Nicht was die Zuneigung betraf, diese konnte der Hexer immerhin zum Glück noch niederringen. Das hier war nicht seine Freundin, sondern nur ein Kind. Aber eines, das ihn auch nicht mehr gänzlich unberührt ließ. Sie beide schwangen sich dazu auf, über die Zukunft der Kleinen zu entscheiden. Beide in dem Glauben, das Beste für sie zu wollen. Und genau das hatte er schon einmal angenommen. Vielleicht war es diese erschreckende Ähnlichkeit zu diesem bestimmten Sachverhalt, was ihn nun überforderte.
Da war es besser, er nahm den letzten Rest seiner Kraft, die er noch hatte, und benutzte sie dafür abzulenken und das Bild des Unnahbaren aufrecht zu halten. Die Suche nach den Eltern wurde hinten angestellt. Man konnte diese Individuen, das war das Freundlichste, was er im Moment für diese Leute finden konnte, immer noch im Nachhinein informieren. Sollte er sich wirklich geirrt haben und sie waren genauso Opfer dieses Unterfangens geworden, würde sich der Dunkelhaarige offiziell bei ihnen für etwas entschuldigen, von dem sie gar keine Ahnung hatten. Dann würde er sich dankbar vom Gegenteil überzeugen und ihnen bereitwillig zwei Tickets nach Südamerika bezahlen, damit sie dort mit ihrer Tochter wieder vereint werden konnten. Allerdings bezweifelt Antares, dass es zu so einer Szenerie kam. Dies jedoch behielt er für sich. Ihm fehlte die Kraft für eine erneute Streitrunde mit der Hexe hinter ihm. Es war schon erschreckend zustimmend von ihr, dass sie seinem Vorschlag nicht gleich wieder in seine Einzelteile zerlegte, sondern auf ihre Weise zustimmte.
Der Einwand, man sollte Maisie erst fragen, was sie von all dem hielt, wäre beinahe mit einem belustigten Schnauben beantwortet worden. Jetzt fiel ihr das ein? Als alles im Grunde schon verplant war? Aber leider, es tat regelrecht weh, dies eingestehen zu müssen, gab Antares zu, man sollte dem Mädchen wenigstens eine Chance geben, alles zu verstehen. Aber was, wenn sie sich dagegen wehrte? Wenn sie hierbleiben wollte, bei ihren Rabeneltern? Würde Syrena sie dann auch gegen ihren Willen in den Flieger setzen? Fragen, die ihn beunruhigten, jedoch für heute Abend keine Antwort mehr finden würden.
Genau wie es die Brünette nun anmerkte. Sie kamen nicht weiter. Er hörte, wie sie aufstand und veränderte dennoch nichts an seiner Haltung. Weiterhin blieb Antares mit dem Rücken zu ihr stehen und sah durch zwei der Lamellen nach draußen in den dunklen Hafen. Ein Kreuzfahrtschiff schien dort vor Anker zu liegen. So oft hatte er sich schon gedacht, wie es wohl wäre, eine Reise mitzumachen. Doch bisher hatte es sich nie ergeben und seit er verflucht wurde, hatte das Ganze, aufgrund dem vielen Wasser welches man um sich herum hatte, auch seinen Reiz verloren.
Sein Fokus verlagerte sich etwas, als er in der Spiegelung der Glasscheibe die roten Magiefäden sehen konnte, mit denen Syrena die Münze zerstörte. Er hörte das Knacken und ihre anschließenden Worte, dass er den Müll wegräumen durfte. War er ihr Buttler oder was? Aber Antares schwieg. Er war zu müde, daher sah sie ihn nur einmal nicken, falls sie in seine Richtung sah. Dann war die Münze nun also wahrlich nicht mehr vorhanden. Ein befriedigendes Gefühl. Selbst wenn er auf den momentanen Zustand gerne verzichtet hätte. Aber es war das Opfer wert gewesen.
Er dachte schon, alles war gesagt, als ein erneuter Befehl an ihn herangetragen wurde. Antares schluckte, denn dieses Mal fiel es ihm wirklich schwer, nichts darauf zu erwidern. Doch noch rechtzeitig fiel ihm auf, dass Syrena bei diesen Worten nicht die gleiche Schärfe verwendete, wie sie es den ganzen Abend über getan hatte. War es ihre Erschöpfung oder verfügte diese Hexe doch über ein schlagendes Herz? Auch diese Frage blieb unbeantwortet und als die Hexe das Loft verlassen hatte, schloss Antares erschöpft die Augen.

