06.10.2026, 22:36
Da stand er nun also dem Sohn des Teufels gegenüber und hatte diesem dargelegt, warum er sich vorgestern Abend von seinem Posten hinter der Bar entfernte. Antares konnte nicht einschätzen, was nun geschah. Regte sich sein Chef darüber auf oder schlief er im Stehen ein, weil ihm der Grund so nichtig erschien? Auch ein Hexer, der selbst gerne den Regeln auswich und sie so interinterpretierte, dass sie zu seinem Vorhaben passten, hatte bis vor sechs Monaten nichts mit jemandem von Mammons Kaliber zu tun gehabt. Antares gegenüber benahmen sich viele, als wären sie die Spielemacher. Gerade speziell in der jüngsten Vergangenheit eine ganz bestimmte Hexe, die schlichtweg alles entscheiden musste. Sein Gegenüber aber behauptete dies nicht nur. Mammon hatte tatsächlich einiges auf dem Kasten. Nicht, dass der dunkelhaarige Hexer so etwa wie Angst empfinden würde. Aber gesunden Respekt. Das war immerhin eine Frage des Intellekt. Seine Mitspieler nicht unterschätzen. Und schon gar nicht, wenn sie aus der Hölle kamen. Antares eigener Hochmut war nicht so blind, nicht zu erkennen, wenn er jemanden vor sich hatte, dem nicht mal er gewachsen war. Denn auch, wenn es so einige gab, die er bereits zur Hölle wünschte, kam sein Chef genau von dort. Und nicht viele konnten behaupten einen solchen Vorgesetzten zu haben. Er selber konnte diesbezüglich auch nicht auf zurückliegende Erfahrungswerte zurückgreifen. Daher blieb Antares wachsam. Der Job hier war nicht nur sehr gut. Hinter der Bar erfuhr er auch genügend um dieses Wissen gewinnbringend einsetzten zu können. Nicht zuletzt sein Geschäft mit den Tränken, welches er enorm ausbauen konnte, seit er hier angestellt war.
Aber das alles war momentan mit einer einzigen Aussage verbunden. Seiner eigenen. Und davon was der Besitzer diese Bar davon hielt. Die erste Frage war schonmal ein Tiefschlag. Ja, was ging ihn dieser Deal an? Die kürzester Antwort? Nichts. Was hatte es ihm eingebracht? Außer unerträglich nervige Stunden in der noch unerträglicheren Gesellschaft von Syrena? Einem Abend an dem er sich fühlte, wie von seinem eigenen Auto überfahren worden zu sein und endlosen Diskussionen mit einer kaum einsichtigen Hexe? Die ehrliche Antwort? Nichts. Antares hatte rein gar nichts gewonnen. Außer das Vertrauen des Mädchens und der Gewissheit, sie in Sicherheit gebracht zu haben. Aber wenn er das nun anbrachte, warf ihn Mammon alleine schon wegen Unzurechnungsfähigkeit raus. "Es sind Vorteile, die erst auf längere Sicht ihr ganzes Potential entwickeln." Ha! Wenn das mal nicht ein Spruch aus einem Glückskeks hätte sein können. Eine passende, nichtssagende und neutrale Antwort. Der Hexer war sowas von stolz auf sich. Blieb nur zu hoffen, dass sein Gesprächspartner es genauso sah. Dieser schien aber schon wieder über etwas nachzudenken. Noch ein Vorteil dessen, wenn man mit einem Fluch belegt wurde, der einen dazu zwang, eine sehr viel kleinere und verletzlichere Gestalt anzunehmen. Man lernte das Beobachten. Und genau das tat Antares nun. Weder konnte er erraten, was hinter der Stirn seines Chefs vorging, noch würde er diesen Denkprozess unterbrechen. Vielleicht war dies ein gutes Zeichen für ihn. Vielleicht aber dachte Mammon auch gerade darüber nach, wie er ihn möglichst genussvoll in seine Einzelteile zerlegen konnte. Den Sohn des Teufels als Vorgesetzten zu haben, blieb ein Risiko. Eines, welches der Hexer für gewöhnlich gerne einging. Er zog hier sein Ding durch und blickte bei allem anderen, was hier noch so geschah, einfach in die entgegengesetzt Richtung weg.
Wie sich herausstellte, wurde sein Abwarten belohnt. Bei der nächsten Frage fühlte Antares schon wieder Aufwind. Sollte es tatsächlich so einfach sein? Wäre sein unerlaubtes Fernbleiben am Ende mit etwas positivem für seinen Vorgesetzten zu verbinden. "Oh ja." Nickte der Hexer zuversichtlich. "Der Schaden, der durch mein Eingreifen entstanden ist, war und ist von einigen beteiligten Personen deutlich zu spüren. Ein sehr lukratives Geschäft zwischen Wolfram&Hart und einem vermögenden Mitglied der dunklen Gesellschaft, kam nicht zustande. Und diesen Rückschlag kann nicht einmal diese Kanzlei einfach ignorieren." Natürlich waren es nur Spekulationen seinerseits. Aber wenn Ashcroft halb so ein guter Geschäftsmann war, wie ihm Syrena weismachen wollte und dieser sich im Voraus über den Wert von Maisies Gabe informierte, sprachen sie hier von sehr hohen Summen. Mitunter dürfte aber der Verlust des Mädchens an sich schon geschäftsschädigend genug sein.
Der Aufwind, den Antares eben noch wohltuend empfing, schwächte sich mit der nächsten Frage seines Bosses schon wieder ab. Aber auch jetzt behielt der Hexer den Blickkontakt weiterhin aufrecht. "Die Person steht nicht mehr zur Verfügung. Es war Inhalt meines Planes, sie für Wolfram&Hart nicht mehr greifbar sein zu lassen." Ruhig und überlegt bekam Mammon diese Antwort. Auch wenn Antares nicht wusste was im Kopf des Teufelsohnes vorging, so hatte sich da ein Gedanken gebildet, den dieser weiterverfolgen wollte. Seine Aussage machte dies nun zunichte. Erhobenen Hauptes, wenn auch nicht überheblich, doch seinen Standpunkt vertretenden, verweilte der Barkeeper vor dem Eigentümer der Bar. Selbst wenn Maisie noch irgendwo in der Nähe versteckt wäre, Antares verriet sie nicht. Nicht einmal an seinem Gegenüber. Loyalität hin oder her. Auch der scheinbar zügellose Hexer hatte Grenzen, die er nicht überschritt.
Aber das alles war momentan mit einer einzigen Aussage verbunden. Seiner eigenen. Und davon was der Besitzer diese Bar davon hielt. Die erste Frage war schonmal ein Tiefschlag. Ja, was ging ihn dieser Deal an? Die kürzester Antwort? Nichts. Was hatte es ihm eingebracht? Außer unerträglich nervige Stunden in der noch unerträglicheren Gesellschaft von Syrena? Einem Abend an dem er sich fühlte, wie von seinem eigenen Auto überfahren worden zu sein und endlosen Diskussionen mit einer kaum einsichtigen Hexe? Die ehrliche Antwort? Nichts. Antares hatte rein gar nichts gewonnen. Außer das Vertrauen des Mädchens und der Gewissheit, sie in Sicherheit gebracht zu haben. Aber wenn er das nun anbrachte, warf ihn Mammon alleine schon wegen Unzurechnungsfähigkeit raus. "Es sind Vorteile, die erst auf längere Sicht ihr ganzes Potential entwickeln." Ha! Wenn das mal nicht ein Spruch aus einem Glückskeks hätte sein können. Eine passende, nichtssagende und neutrale Antwort. Der Hexer war sowas von stolz auf sich. Blieb nur zu hoffen, dass sein Gesprächspartner es genauso sah. Dieser schien aber schon wieder über etwas nachzudenken. Noch ein Vorteil dessen, wenn man mit einem Fluch belegt wurde, der einen dazu zwang, eine sehr viel kleinere und verletzlichere Gestalt anzunehmen. Man lernte das Beobachten. Und genau das tat Antares nun. Weder konnte er erraten, was hinter der Stirn seines Chefs vorging, noch würde er diesen Denkprozess unterbrechen. Vielleicht war dies ein gutes Zeichen für ihn. Vielleicht aber dachte Mammon auch gerade darüber nach, wie er ihn möglichst genussvoll in seine Einzelteile zerlegen konnte. Den Sohn des Teufels als Vorgesetzten zu haben, blieb ein Risiko. Eines, welches der Hexer für gewöhnlich gerne einging. Er zog hier sein Ding durch und blickte bei allem anderen, was hier noch so geschah, einfach in die entgegengesetzt Richtung weg.
Wie sich herausstellte, wurde sein Abwarten belohnt. Bei der nächsten Frage fühlte Antares schon wieder Aufwind. Sollte es tatsächlich so einfach sein? Wäre sein unerlaubtes Fernbleiben am Ende mit etwas positivem für seinen Vorgesetzten zu verbinden. "Oh ja." Nickte der Hexer zuversichtlich. "Der Schaden, der durch mein Eingreifen entstanden ist, war und ist von einigen beteiligten Personen deutlich zu spüren. Ein sehr lukratives Geschäft zwischen Wolfram&Hart und einem vermögenden Mitglied der dunklen Gesellschaft, kam nicht zustande. Und diesen Rückschlag kann nicht einmal diese Kanzlei einfach ignorieren." Natürlich waren es nur Spekulationen seinerseits. Aber wenn Ashcroft halb so ein guter Geschäftsmann war, wie ihm Syrena weismachen wollte und dieser sich im Voraus über den Wert von Maisies Gabe informierte, sprachen sie hier von sehr hohen Summen. Mitunter dürfte aber der Verlust des Mädchens an sich schon geschäftsschädigend genug sein.
Der Aufwind, den Antares eben noch wohltuend empfing, schwächte sich mit der nächsten Frage seines Bosses schon wieder ab. Aber auch jetzt behielt der Hexer den Blickkontakt weiterhin aufrecht. "Die Person steht nicht mehr zur Verfügung. Es war Inhalt meines Planes, sie für Wolfram&Hart nicht mehr greifbar sein zu lassen." Ruhig und überlegt bekam Mammon diese Antwort. Auch wenn Antares nicht wusste was im Kopf des Teufelsohnes vorging, so hatte sich da ein Gedanken gebildet, den dieser weiterverfolgen wollte. Seine Aussage machte dies nun zunichte. Erhobenen Hauptes, wenn auch nicht überheblich, doch seinen Standpunkt vertretenden, verweilte der Barkeeper vor dem Eigentümer der Bar. Selbst wenn Maisie noch irgendwo in der Nähe versteckt wäre, Antares verriet sie nicht. Nicht einmal an seinem Gegenüber. Loyalität hin oder her. Auch der scheinbar zügellose Hexer hatte Grenzen, die er nicht überschritt.

