04.10.2026, 17:19
Schon wieder dieses Gestöhne! Hope zog unwillkürlich ihre Schultern ein. Grundwissen, ja ja, leicht gesagt. Für ihn vielleicht! Sie betrachtete die beiden Frauen nun unter anderen Gesichtspunkten. Verengte Augen, angespannte Gesichter, prüfende Blicke. Ja, sie erkannte durchaus, was Mammon beschrieb, nur hätte sie diese Anzeichen ganz anders gedeutet. „Ich habꞌ eben… auf andere Dinge geachtet“, murmelte sie. „Darauf, ob jemand gefährlich werden könnte. Nicht… ob jemand neidisch ist.“ Sie betrachtete die Frauen noch einmal. „Aber woran erkennst du, dass sie neidisch sind und nicht… wütend?“
Seine Erklärung darüber, warum Menschen so stark auf ihn reagierten, machte es nicht gerade einfacher. Macht, Gefahr, Verbotenes, Sexappeal – Mammon zählte seine Vorzüge mit einer Selbstverständlichkeit auf, die ihn noch einmal selbstbewusster für die Dunkelhaarige machte. Und das Schlimmste war: Hope konnte ihm nicht einmal völlig widersprechen. Alles an ihm hätte sie warnen müssen – seine Macht, seine Rücksichtslosigkeit, die Art, wie er Grenzen überschritt. Und trotzdem war da diese Anziehung, die sich nicht sauber davon trennen ließ. Gefahr und Begehren schienen sich bei ihm eher zu verstärken als auszuschließen. Genau das machte ihn so schwer einzuordnen und eigentlich brauchte sie genau das.
Seine Beschreibung der Hölle ließ Hope dann allerdings verblüfft blinzeln. Kein Neid, keine komplizierten Regeln, einfach Sex, wenn man Lust darauf hatte? „Das… das muss doch bestimmt für viele mehr nach Himmel als nach Hölle klingen…?“ Ob sie ihn nun damit beleidigt hatte? Waren sich Himmel und Hölle nicht Spinnefeind?
Dann bot er ihr einfach einen Mann an. Oder eine Frau. Hopes Kopf fuhr zu ihm herum, Hitze schoss ihr ins Gesicht, ihr Mund öffnete sich – und zunächst kam rein gar nichts heraus. Himmel, meinte er das ernst?! Natürlich meinte er das ernst, was auch sonst. „Ich… ich denke… Männer…?“, brachte sie schließlich hervor, allein darüber schon verlegen. „Aber ich… ich möchte niemanden, den du mir einfach… besorgst!“ Das letzte Wort sprach sie mit einer deutlichen Abneigung in der Stimme aus. Die Vorstellung eines Fremden, der womöglich schon wusste, weshalb Mammon ihn geschickt hatte und mit entsprechenden Erwartungen vor ihr stand, ließ ihre Verlegenheit in einen Fluchtreflex kippen. Nähe war eine Sache, Begehren vielleicht auch. Aber ein völlig Fremder, der etwas von ihr wollte? Nein.
Dass Mammon ausgerechnet den Augenblick am meisten genossen hatte, in dem Hope am liebsten im Boden versunken wäre, machte sie nachdenklicher. „Warum hat dir ausgerechnet das am meisten gefallen?“ fragte sie ernst. Er suchte doch ständig nach Spaß, Lust und Genuss – warum machte ihm dann gerade das Unwohlsein eines anderen so viel Freude? Dieser Widerspruch beschäftigte sie. Bei seiner Behauptung, natürlich sei ihm niemals etwas wirklich misslungen, hob sich dagegen leicht eine ihrer Brauen. „Natürlich nicht.“ Sie presste die Lippen zusammen, weil sich darunter tatsächlich ein Lächeln verstecken wollte. Nur ein Hauch Ironie, mehr traute sie sich wirklich nicht.
Als Mammon dann fragte, wie sie überhaupt darauf kam, ihm Bedingungen zu stellen, verlor sich dieses bisschen Leichtigkeit wieder. Hope sah ihn vorsichtiger an. „Ich… ich dachte, du wolltest, dass ich mich entscheide.“ Ihre Finger schlossen sich kurz ineinander. „Ich möchte doch nur wissen, worauf ich mich einlasse.“
Seine nächste Frage erwischte sie ebenfalls an einer Achillesferse, aber an einer deutlich anderen. Neugier oder Angst? Und dann diese Andeutung, dass er Dinge mit ihr tun könnte, die ihr vielleicht gefielen. Hope bemühte sich verzweifelt, nicht schon wieder rot anzulaufen. „Ich… weiß doch gar nicht, ob mir dort etwas gefallen würde.“ Ihr Blick wich ihm aus, diesem unerträglich bohrenden Blick. „Ich habꞌ noch nie… mit jemandem…“ Weiter kam sie nicht. Schon diese halbe Offenbarung fühlte sich viel zu nackt an, obwohl sie das gerade nicht war.
Doch beim „Schneckenhaus“ hob sie den Kopf wieder, diesmal mit echtem Unmut. Sie war doch gerade dabei, etwas zu wagen und hatte sogar einige Worte herausgebracht bei Themen, über die sie noch nie nie niemals mit jemandem gesprochen hatte! Seit wann machte der Wunsch nach Klarheit all das wieder zunichte?
„Nur weil ich vorher wissen möchte, was mich erwartet, heißt das doch nicht, dass ich mich verkriechen will!“ Die Worte kamen entschiedener heraus als geplant, doch sie nahm sie nicht zurück. „Ich möchte immer noch die privaten Räume sehen.“ Ihre Nervosität war damit nicht verschwunden, aber sie wich ihr nicht aus. „Aber wenn ich wieder gehen möchte… lässt du mich dann?“
Seine Erklärung darüber, warum Menschen so stark auf ihn reagierten, machte es nicht gerade einfacher. Macht, Gefahr, Verbotenes, Sexappeal – Mammon zählte seine Vorzüge mit einer Selbstverständlichkeit auf, die ihn noch einmal selbstbewusster für die Dunkelhaarige machte. Und das Schlimmste war: Hope konnte ihm nicht einmal völlig widersprechen. Alles an ihm hätte sie warnen müssen – seine Macht, seine Rücksichtslosigkeit, die Art, wie er Grenzen überschritt. Und trotzdem war da diese Anziehung, die sich nicht sauber davon trennen ließ. Gefahr und Begehren schienen sich bei ihm eher zu verstärken als auszuschließen. Genau das machte ihn so schwer einzuordnen und eigentlich brauchte sie genau das.
Seine Beschreibung der Hölle ließ Hope dann allerdings verblüfft blinzeln. Kein Neid, keine komplizierten Regeln, einfach Sex, wenn man Lust darauf hatte? „Das… das muss doch bestimmt für viele mehr nach Himmel als nach Hölle klingen…?“ Ob sie ihn nun damit beleidigt hatte? Waren sich Himmel und Hölle nicht Spinnefeind?
Dann bot er ihr einfach einen Mann an. Oder eine Frau. Hopes Kopf fuhr zu ihm herum, Hitze schoss ihr ins Gesicht, ihr Mund öffnete sich – und zunächst kam rein gar nichts heraus. Himmel, meinte er das ernst?! Natürlich meinte er das ernst, was auch sonst. „Ich… ich denke… Männer…?“, brachte sie schließlich hervor, allein darüber schon verlegen. „Aber ich… ich möchte niemanden, den du mir einfach… besorgst!“ Das letzte Wort sprach sie mit einer deutlichen Abneigung in der Stimme aus. Die Vorstellung eines Fremden, der womöglich schon wusste, weshalb Mammon ihn geschickt hatte und mit entsprechenden Erwartungen vor ihr stand, ließ ihre Verlegenheit in einen Fluchtreflex kippen. Nähe war eine Sache, Begehren vielleicht auch. Aber ein völlig Fremder, der etwas von ihr wollte? Nein.
Dass Mammon ausgerechnet den Augenblick am meisten genossen hatte, in dem Hope am liebsten im Boden versunken wäre, machte sie nachdenklicher. „Warum hat dir ausgerechnet das am meisten gefallen?“ fragte sie ernst. Er suchte doch ständig nach Spaß, Lust und Genuss – warum machte ihm dann gerade das Unwohlsein eines anderen so viel Freude? Dieser Widerspruch beschäftigte sie. Bei seiner Behauptung, natürlich sei ihm niemals etwas wirklich misslungen, hob sich dagegen leicht eine ihrer Brauen. „Natürlich nicht.“ Sie presste die Lippen zusammen, weil sich darunter tatsächlich ein Lächeln verstecken wollte. Nur ein Hauch Ironie, mehr traute sie sich wirklich nicht.
Als Mammon dann fragte, wie sie überhaupt darauf kam, ihm Bedingungen zu stellen, verlor sich dieses bisschen Leichtigkeit wieder. Hope sah ihn vorsichtiger an. „Ich… ich dachte, du wolltest, dass ich mich entscheide.“ Ihre Finger schlossen sich kurz ineinander. „Ich möchte doch nur wissen, worauf ich mich einlasse.“
Seine nächste Frage erwischte sie ebenfalls an einer Achillesferse, aber an einer deutlich anderen. Neugier oder Angst? Und dann diese Andeutung, dass er Dinge mit ihr tun könnte, die ihr vielleicht gefielen. Hope bemühte sich verzweifelt, nicht schon wieder rot anzulaufen. „Ich… weiß doch gar nicht, ob mir dort etwas gefallen würde.“ Ihr Blick wich ihm aus, diesem unerträglich bohrenden Blick. „Ich habꞌ noch nie… mit jemandem…“ Weiter kam sie nicht. Schon diese halbe Offenbarung fühlte sich viel zu nackt an, obwohl sie das gerade nicht war.
Doch beim „Schneckenhaus“ hob sie den Kopf wieder, diesmal mit echtem Unmut. Sie war doch gerade dabei, etwas zu wagen und hatte sogar einige Worte herausgebracht bei Themen, über die sie noch nie nie niemals mit jemandem gesprochen hatte! Seit wann machte der Wunsch nach Klarheit all das wieder zunichte?
„Nur weil ich vorher wissen möchte, was mich erwartet, heißt das doch nicht, dass ich mich verkriechen will!“ Die Worte kamen entschiedener heraus als geplant, doch sie nahm sie nicht zurück. „Ich möchte immer noch die privaten Räume sehen.“ Ihre Nervosität war damit nicht verschwunden, aber sie wich ihr nicht aus. „Aber wenn ich wieder gehen möchte… lässt du mich dann?“

