30.09.2026, 22:06
Natürlich beschwerte Syrena sich in dem Moment, als er die Münze an sich nahm, wie so ein kleiner Spatz auf der Straße, der sich mit einem seiner Artgenossen um einen kleinen Brotkrumen stritt. Und in diesem einen Fall leider nicht ganz unberechtigt. In einen laufenden Zauber einzugreifen war nicht ungefährlich. Zumal es auch äußerst rüde war und sich eigentlich nicht gehörte. Wie wenn man im Bus zu nahe an Person neben sich heran rückte. Hier jedoch war nicht nur möglicherweise ein unangenehmer Körpergeruch das Schlimmste was passieren konnte. Ein Zauber wollte nicht unterbrochen werden und suchte sich dann gerne seine eigenen Wege. Hätten sie sich hier unter normalen Umständen getroffen, wäre Antares zum Einen nicht hier aber vor allem, hätte er das auch nicht getan. Er mochte zwar vieles sein, doch so unverfroren war er dann auch nicht. Aber es musste ein für alle Mal klargestellt werden, dass Syrena von ihrem hohen Ross runterkommen musste. Sie hielt sich für Gottes Antwort auf die Vollkommenheit. Und trotz ihrem Hass, den sie auf ihn hatte, war es nicht zu viel verlangt, ein Mindestmaß an Respekt verlangen zu können. Vielleicht konnte er keine so beeindruckenden, roten Lichtblitze aus dem Hintern... Verzeihung, aus den Fingern schießen. Und er warf nicht mit Müllcontainern um sich, um Leute zu töten. Aber er war, was das Anwenden von Magie anging, mindestens genauso geübt darin, wie sie. Wenn nicht sogar etwas mehr, alleine, weil er ihr ein paar Jahre Vorsprung hatte. Aber darum alleine ging es nicht. Es spielte keine Rolle, wer hier den längeren Zauberstab hatte. Sie konnte ihn trotz ihres Abscheus mit einem Mü an Respekt behandeln. Selbst er hatte sich im Laufe des Abends so etwas abringen können, denn entgegen ihrer Aussage war er sehr wohl dagewesen und sah, was sie den beiden Männern antat. Er brachte sich nur nicht in die Schussline. Und natürlich behauptete sie nun das Gegenteil von dem, was sie ihn eben noch wissen ließ. Eben weil sie sich für so perfekt hielt, dass sie nicht mal zugeben konnte einen Fehler gemacht zu haben. Wie auch? Ihr Allergrößter stand ja gerade vor ihr. Wenn es nicht ihren perfekten Teint ruinieren würde, warf sie sich vermutlich eher freiwillig in die Klinge eines Schwertes, bevor sie zugab, sich bei ihm geirrt zu haben.
Und weil dieser aufgrund seines Eingreifen vielleicht minimal berechtigt war, hatte er auch ihren 'Angriff' hingenommen. Die Stelle, an dem sie ihn an der Brust traf, pochte noch immer und er war sich sicher, wenn er nachher sein Hemd auszog, hatte er dort einen rotgeränderten Flecken. Denn seine Heilmagie war leider auch so gut wie zum Erliegen gekommen, dank Maisies Anwesenheit. Stoisch hatte er dies hingenommen und ihren Blick erwidert. Sie konnte einfach nicht zugeben, nicht im Recht gewesen zu sein. Vielleicht war das so eine genetische Sache. Bevor er von seiner Seite aus nun aber erneut dazu ansetzte, sie auf ihre Worte hinzuweißen, die man sehr wohl missdeuten konnte, gab er ihr stattdessen die Münze zurück. Maisie wartete da draußen und jede Minute, in der diese Münze ein Signal ausstrahlte wie das Bat-Zeichen über Gotham City, liefen sie immer größere Gefahr, die wirklich bösen Jungs hierher zu locken. Und auch, wenn sich sein Waffenarsenal sehen lassen konnte, so wollte er dennoch keinen direkten Kampf ohne seine Magie eingehen.
Also war er hier der Klügere und gab nach. Doch das behielt er selbstredend für sich, denn seiner Gegenüber würde dahingehend ja nur wieder irgend etwas als Gegenargument einfallen.
Genauso, wie sie sich beschwerte, als er ihrer Aufforderung nachkam. Wäre wieder so ein Fall von dem er meinte sie hätte sich eben deutlicher ausdrücken müssen. Was dachte sie denn, was das hier wird? Sie nahmen sich an den Händen und tanzten die magische Signatur einfach weg? "Als ob mir das hier Freude machen würde." Ließ er sie wissen und hoffte inständig, sie fand nicht wieder irgend einen Ansatzpunkt an dem sie diese Worte vaporisieren konnte. Denn ein ganz klein bisschen, also im Grunde verschwindend gering aber doch irgendwie noch sichtbar, war das möglicherweise, eventuell nicht ganz so dicht an der Wahrheit dran, wie seine vorangegangenen Worte.
Als dann jedoch der Zauber begann waren alle vorherigen Auseinandersetzungen vergessen. Sie mussten in diesem Fall zusammen arbeiten, sonst gefährdeten sie beide das Mädchen. Konzentriert und nun ebenfalls mit geschlossenen Augen, mobilisierte Antares alles was er an magischen Kräften aufwarten konnte. Er umschloss den Fluch von Syrena, wie er es die letzten vier Jahre beinahe zur Perfektion gelernt hatte. Zum Glück wirkte Maisies Gabe auch hier, sodass die fremde Magie nicht wie sonst mit voller Kraft gegen die von ihm auferlegten Ketten sprang. Es war mehr ein leises bemerkbar machen. Doch stark genug, um nicht gänzlich vernachlässigt zu werden. Dann hatte die Hexe von ihm verlangt, er sollte das, was er aus der Not geboren, mittlerweile ziemlich zuverlässig erlernte, auf die Münze anwenden. Er tastete sich an ihrem Zauber entlang, fühlte, wohin sie diesen richtete, folgte ihr und wartete. Er drängte nicht, so wie sie es befahl. Nichts sollte die Münze auch nur im Ansatz beschädigen. Erst, wenn sich die Verbindung löste, ließ er seine eigene Magie die Lücken füllen und kleidete diese so aus, damit nichts von der ursprünglichen Verbindung mehr eingegangen werden konnte. So wie er es sich selbst beibrachte. Sauber, präzise und unüberwindbar, verschloss er alle Möglichkeiten, damit sich nirgends noch ein weiterer Ankerpunkt bilden konnte.
Das was er noch zu geben hatte, überließ er Syrena. Das diese darin mehr erkannte, war dem Hexer nicht bewusst. Er kannte und nutzte diese Stärke, seit er denken konnte. Diese alte Magie war mit ihm verbunden. Diese war ein Teil davon und sicherlich nicht ganz unschuldig daran, dass es ihm damals gelang, gleich geistesgegenwärtig zumindest einen kleinen Freiraum zu schaffen, als Syrena ihn mit dem Fluch belegte. Obwohl er selber nie viel auf die Erzählungen seiner Großmutter gab, die es nicht müde wurde, stets von ihrer Abstammung zu schwärmen. Vielleicht aber verabscheute ein nicht unerheblicher Teil in ihm, dieses angeblich so stolze Erbe, denn dies alleine war der Grund, warum er heute mit der Brünetten im Badezimmer stand und nicht zusammen mit Amy auf dem Sofa lag und einen Film ansah. Sie war damals angeblich seines nicht würdig. Oh, das wäre eine Show für Syrena gewesen. Als Antares sich damals mit seiner Großmutter anlegte, war er ihres Temperamentes würdig. Es flogen zwar keine Gegenstände durch die Luft aber ansonsten blieb auch nichts mehr auf seinem Platz. Sicherlich rächte sich seine Großmutter deswegen nicht allzu viel später damit, dass sie Amy beinahe einen Unfall haben ließ. Das war der aller letzte Warnschuss für ihn gewesen. Und führte schlussendlich dazu, dass sie nun hier in seinem Badezimmer standen.
Mit der Zeit bemerkte Antares, das Syrena nicht alles seiner Kraft an sich riss. Konnte das sein? Sie besaß so etwas wie Taktgefühl? Aber es war sicherlich ein ganz anderer, sehr viel taktischer Grund. Vielleicht, sogar einer der von außen betrachtet, erschreckend nüchtern war. Sie brauchte ihn für einen Marathon, nicht für einen kurzen Sprint. Doch auch wenn sie ihn freundlicherweise nicht aussaugte, wie eine Packung Caprisonne, merkte er die Anstrengungen deutlich. Sein Atem ging schneller, konzentrierter und die Kraft, die er aufbringen musste, um seine magische Arbeit fortzuführen, wurde immer kräftezehrender. Doch auch Syrena kämpfte. Nicht nur ihre Atmung verriet sie, auch ihre Haltung und wie sie leicht in sich zusammen sank. Eigentlich wollte Antares das nicht tun. Und mal davon abgesehen, dass er schon genügend zu tun hatte, war dies aber einfach seine Gabe und so schlich sich ein kleiner Teil dessen, was sie ihm an Kraft noch ließ, auf ihre Magie, drang hindurch und stärkte sie. Dämpfte den Schmerz etwas, wenngleich kaum merklich aber doch spürbar. Ließ die Brünette noch ein klein bisschen länger durchhalten. Ohne allerdings, das diese Hilfestellung gleich dazu führte, dass Syrena ihn in seine Einzelteile zerlegte.
Mit leicht geöffnetem Mund, sodass sein Atem über ihren Nacken hinwegglitt, lag seine volle Konzentration auf der letzten Verankerung. Wartete, lauerte, wie bei all den vorangegangenen Knotenpunkten. Ließ die roten Magiefäden sich voran tasten, nur um dann genau dort einzusetzen, wo sie seine Hilfe brauchte. Den kleinen Hinweis nahm er sehr wohl war. Es brauchte nicht viel, so verschmolzen wie ihre beiden Kräfte gerade waren. Sie arbeiteten besser zusammen, als es ihre beiden Träger vermutlich jemals konnten. Und doch so selbstverständlich, als gäbe es absolut keine Hürden, die es eigentlich zu überwinden galt. Die Verankerung löste sich, Antares umschloss die frei gewordene Stelle mit seiner Magie und ... plötzlich schien die Welt um sie herum zu explodieren. Zumindest diejenige, hier in diesem Badezimmer. Mit eine hörbaren 'Uff' kommentierte er den plötzlichen Aufprall der Jüngeren auf ihn und mit ihr zusammen die unsanfte Bekanntschaft seines Rückens mit der Zimmertüre.
Für einen Moment wurde ihm schwarz vor Augen und der Hexer sank ein stückweit an der Türe hinab, auf die Knie. Mit einer Hand stützte er sich am Türblatt ab, die andere lag auf den Fließen, damit er nicht vorneüberkippte. Scheiße, er fühlte sich, als hätte ihn ein Lastwagen überfahren. Und nochmal zurückgesetzt. Der Dunkelhaarige schluckte um die Übelkeit zurück zu kämpfen. Dann hob er den Kopf, blinzelte ein paar Mal und blickte in Syrenas Richtung. Was er nicht wusste und nur ein klein wenig, durch das veränderte Blickfeld wahrnahm war, dass es nicht seine Augen waren, sondern die des Katers. Das Gute an der Sache war, er bemerkte Syrenas Todesblick nicht gleich von Anfang an. Sich immer noch an der Türe abstützend, hangelte sich Antares daran wieder in die Höhe. Behielt die Hand aber nach wie vor dort, nur zur Sicherheit. Die Katzenaugen suchten den Raum ab, überblickten das Chaos und blieben schlussendlich auf der Erscheinung seiner Gegenüber liegen. "Glückwunsch." Ließ er leise verlauten. Ein einziges Wort, nicht laut ausgesprochen, doch wohl so ehrlich, wie selten etwas zwischen ihnen klang. Dann machte er eine angedeutete Geste in ihre Richtung. "Dein Arm blutet."
Und weil dieser aufgrund seines Eingreifen vielleicht minimal berechtigt war, hatte er auch ihren 'Angriff' hingenommen. Die Stelle, an dem sie ihn an der Brust traf, pochte noch immer und er war sich sicher, wenn er nachher sein Hemd auszog, hatte er dort einen rotgeränderten Flecken. Denn seine Heilmagie war leider auch so gut wie zum Erliegen gekommen, dank Maisies Anwesenheit. Stoisch hatte er dies hingenommen und ihren Blick erwidert. Sie konnte einfach nicht zugeben, nicht im Recht gewesen zu sein. Vielleicht war das so eine genetische Sache. Bevor er von seiner Seite aus nun aber erneut dazu ansetzte, sie auf ihre Worte hinzuweißen, die man sehr wohl missdeuten konnte, gab er ihr stattdessen die Münze zurück. Maisie wartete da draußen und jede Minute, in der diese Münze ein Signal ausstrahlte wie das Bat-Zeichen über Gotham City, liefen sie immer größere Gefahr, die wirklich bösen Jungs hierher zu locken. Und auch, wenn sich sein Waffenarsenal sehen lassen konnte, so wollte er dennoch keinen direkten Kampf ohne seine Magie eingehen.
Also war er hier der Klügere und gab nach. Doch das behielt er selbstredend für sich, denn seiner Gegenüber würde dahingehend ja nur wieder irgend etwas als Gegenargument einfallen.
Genauso, wie sie sich beschwerte, als er ihrer Aufforderung nachkam. Wäre wieder so ein Fall von dem er meinte sie hätte sich eben deutlicher ausdrücken müssen. Was dachte sie denn, was das hier wird? Sie nahmen sich an den Händen und tanzten die magische Signatur einfach weg? "Als ob mir das hier Freude machen würde." Ließ er sie wissen und hoffte inständig, sie fand nicht wieder irgend einen Ansatzpunkt an dem sie diese Worte vaporisieren konnte. Denn ein ganz klein bisschen, also im Grunde verschwindend gering aber doch irgendwie noch sichtbar, war das möglicherweise, eventuell nicht ganz so dicht an der Wahrheit dran, wie seine vorangegangenen Worte.
Als dann jedoch der Zauber begann waren alle vorherigen Auseinandersetzungen vergessen. Sie mussten in diesem Fall zusammen arbeiten, sonst gefährdeten sie beide das Mädchen. Konzentriert und nun ebenfalls mit geschlossenen Augen, mobilisierte Antares alles was er an magischen Kräften aufwarten konnte. Er umschloss den Fluch von Syrena, wie er es die letzten vier Jahre beinahe zur Perfektion gelernt hatte. Zum Glück wirkte Maisies Gabe auch hier, sodass die fremde Magie nicht wie sonst mit voller Kraft gegen die von ihm auferlegten Ketten sprang. Es war mehr ein leises bemerkbar machen. Doch stark genug, um nicht gänzlich vernachlässigt zu werden. Dann hatte die Hexe von ihm verlangt, er sollte das, was er aus der Not geboren, mittlerweile ziemlich zuverlässig erlernte, auf die Münze anwenden. Er tastete sich an ihrem Zauber entlang, fühlte, wohin sie diesen richtete, folgte ihr und wartete. Er drängte nicht, so wie sie es befahl. Nichts sollte die Münze auch nur im Ansatz beschädigen. Erst, wenn sich die Verbindung löste, ließ er seine eigene Magie die Lücken füllen und kleidete diese so aus, damit nichts von der ursprünglichen Verbindung mehr eingegangen werden konnte. So wie er es sich selbst beibrachte. Sauber, präzise und unüberwindbar, verschloss er alle Möglichkeiten, damit sich nirgends noch ein weiterer Ankerpunkt bilden konnte.
Das was er noch zu geben hatte, überließ er Syrena. Das diese darin mehr erkannte, war dem Hexer nicht bewusst. Er kannte und nutzte diese Stärke, seit er denken konnte. Diese alte Magie war mit ihm verbunden. Diese war ein Teil davon und sicherlich nicht ganz unschuldig daran, dass es ihm damals gelang, gleich geistesgegenwärtig zumindest einen kleinen Freiraum zu schaffen, als Syrena ihn mit dem Fluch belegte. Obwohl er selber nie viel auf die Erzählungen seiner Großmutter gab, die es nicht müde wurde, stets von ihrer Abstammung zu schwärmen. Vielleicht aber verabscheute ein nicht unerheblicher Teil in ihm, dieses angeblich so stolze Erbe, denn dies alleine war der Grund, warum er heute mit der Brünetten im Badezimmer stand und nicht zusammen mit Amy auf dem Sofa lag und einen Film ansah. Sie war damals angeblich seines nicht würdig. Oh, das wäre eine Show für Syrena gewesen. Als Antares sich damals mit seiner Großmutter anlegte, war er ihres Temperamentes würdig. Es flogen zwar keine Gegenstände durch die Luft aber ansonsten blieb auch nichts mehr auf seinem Platz. Sicherlich rächte sich seine Großmutter deswegen nicht allzu viel später damit, dass sie Amy beinahe einen Unfall haben ließ. Das war der aller letzte Warnschuss für ihn gewesen. Und führte schlussendlich dazu, dass sie nun hier in seinem Badezimmer standen.
Mit der Zeit bemerkte Antares, das Syrena nicht alles seiner Kraft an sich riss. Konnte das sein? Sie besaß so etwas wie Taktgefühl? Aber es war sicherlich ein ganz anderer, sehr viel taktischer Grund. Vielleicht, sogar einer der von außen betrachtet, erschreckend nüchtern war. Sie brauchte ihn für einen Marathon, nicht für einen kurzen Sprint. Doch auch wenn sie ihn freundlicherweise nicht aussaugte, wie eine Packung Caprisonne, merkte er die Anstrengungen deutlich. Sein Atem ging schneller, konzentrierter und die Kraft, die er aufbringen musste, um seine magische Arbeit fortzuführen, wurde immer kräftezehrender. Doch auch Syrena kämpfte. Nicht nur ihre Atmung verriet sie, auch ihre Haltung und wie sie leicht in sich zusammen sank. Eigentlich wollte Antares das nicht tun. Und mal davon abgesehen, dass er schon genügend zu tun hatte, war dies aber einfach seine Gabe und so schlich sich ein kleiner Teil dessen, was sie ihm an Kraft noch ließ, auf ihre Magie, drang hindurch und stärkte sie. Dämpfte den Schmerz etwas, wenngleich kaum merklich aber doch spürbar. Ließ die Brünette noch ein klein bisschen länger durchhalten. Ohne allerdings, das diese Hilfestellung gleich dazu führte, dass Syrena ihn in seine Einzelteile zerlegte.
Mit leicht geöffnetem Mund, sodass sein Atem über ihren Nacken hinwegglitt, lag seine volle Konzentration auf der letzten Verankerung. Wartete, lauerte, wie bei all den vorangegangenen Knotenpunkten. Ließ die roten Magiefäden sich voran tasten, nur um dann genau dort einzusetzen, wo sie seine Hilfe brauchte. Den kleinen Hinweis nahm er sehr wohl war. Es brauchte nicht viel, so verschmolzen wie ihre beiden Kräfte gerade waren. Sie arbeiteten besser zusammen, als es ihre beiden Träger vermutlich jemals konnten. Und doch so selbstverständlich, als gäbe es absolut keine Hürden, die es eigentlich zu überwinden galt. Die Verankerung löste sich, Antares umschloss die frei gewordene Stelle mit seiner Magie und ... plötzlich schien die Welt um sie herum zu explodieren. Zumindest diejenige, hier in diesem Badezimmer. Mit eine hörbaren 'Uff' kommentierte er den plötzlichen Aufprall der Jüngeren auf ihn und mit ihr zusammen die unsanfte Bekanntschaft seines Rückens mit der Zimmertüre.
Für einen Moment wurde ihm schwarz vor Augen und der Hexer sank ein stückweit an der Türe hinab, auf die Knie. Mit einer Hand stützte er sich am Türblatt ab, die andere lag auf den Fließen, damit er nicht vorneüberkippte. Scheiße, er fühlte sich, als hätte ihn ein Lastwagen überfahren. Und nochmal zurückgesetzt. Der Dunkelhaarige schluckte um die Übelkeit zurück zu kämpfen. Dann hob er den Kopf, blinzelte ein paar Mal und blickte in Syrenas Richtung. Was er nicht wusste und nur ein klein wenig, durch das veränderte Blickfeld wahrnahm war, dass es nicht seine Augen waren, sondern die des Katers. Das Gute an der Sache war, er bemerkte Syrenas Todesblick nicht gleich von Anfang an. Sich immer noch an der Türe abstützend, hangelte sich Antares daran wieder in die Höhe. Behielt die Hand aber nach wie vor dort, nur zur Sicherheit. Die Katzenaugen suchten den Raum ab, überblickten das Chaos und blieben schlussendlich auf der Erscheinung seiner Gegenüber liegen. "Glückwunsch." Ließ er leise verlauten. Ein einziges Wort, nicht laut ausgesprochen, doch wohl so ehrlich, wie selten etwas zwischen ihnen klang. Dann machte er eine angedeutete Geste in ihre Richtung. "Dein Arm blutet."

