[Lilith - Kisai: Devil's Balcony]
Kisai machte sich die Mühe, Mammons Kleiderwahl doch noch ein wenig zu verteidigen. Das sah ihm ähnlich... immer der Diplomat zwischen ihnen. Das war in Ordnung, sie und Mammon brauchten häufig jemanden, der die Spannungen zwischen ihnen abfederte, und Kisai war in seiner ausgeglichenen Art darin so gut wie niemand sonst.
"Dass sie an seinen Lippen hängen liegt zu null Prozent an seiner Kleiderwahl, glaub mir. Es ist der Teil in ihm, der offensichtlich einer anderen Spezies angehört. Einer klar überlegenen Spezies. Egal wie blind sie sind gegen alles, was über ihre natürliche Sicht hinausgeht, sie spüren, dass er ihnen überlegen ist, und das erfüllt sie mit Ehrfurcht. Sie wollen ihm Gefallen, um seine Gunst zu gewinnen", kommentierte sie nüchtern. Die meisten Erdlinge waren einfache Wesen.
„Das würde vermutlich nicht nur ihm gefallen“
Obwohl sie sich nicht zu ihm umgewandt hatte, konnte Lilith das Grinsen in Kisais Stimme fast vor sich sehen. Natürlich, dass er und Mammon nicht selten neben der Arbeit auch persönliches Vergnügen miteinander teilten, war kein Geheimnis.
"Sprich für dich selbst", entgegnete sie, ihm diesmal aber einen entsprechenden Seitenblick zuwerfend. Obwohl ihre Spezies nicht unter den Risiken genetischer Krankheiten litt, die bei innerfamiliärer Fortplanzung - beispielsweise unter Menschen - auftraten, und es entsprechend keinerlei Tabuisierung derartiger Verbindungen unter Engeln gab, hatte Lilith sich noch nie auch nur ansatzweise sexuell zu Mammon hingezogen gefühlt. Sicher, sie konnte anerkennen, dass er objektiv betrachtet ein schöner Mann war, aber da endete es auch schon. Womöglich weil sie ihn in den allermeisten Fällen eher anstrengend als anziehend fand.
Plötzlich spürte sie seine Präsenz in ihrem Rücken, zusätzlich zu den Fingerspitzen, die weiterhin sachte ihren Weg fanden. Lilith hob ihre rechte Hand und legte sie sanft an seine Wange, ohne den Blick von der Tanzfläche abzuwenden.
"Ein bisschen?", konterte sie, leicht provokant schmunzelnd. Unten wies Mammon das Publikum noch einmal auf die laufenden Wetten hin, unterstützt sogar von entsprechenden Pausen in seinem Gesang.
"Okay, das war smart. Hast du ihm gesagt, dass er das tun soll?" Derartig vorausschauende Planungen waren in der Regel eher Kisais Ding.
"Die Umsetzung hätte etwas galanter sein können, zugegebenermaßen. Ich hätte wahrscheinlich nicht ganz so offensichtlich gesagt, dass ich ihnen nur das Geld aus den Taschen ziehen will"
Kisai machte sich die Mühe, Mammons Kleiderwahl doch noch ein wenig zu verteidigen. Das sah ihm ähnlich... immer der Diplomat zwischen ihnen. Das war in Ordnung, sie und Mammon brauchten häufig jemanden, der die Spannungen zwischen ihnen abfederte, und Kisai war in seiner ausgeglichenen Art darin so gut wie niemand sonst.
"Dass sie an seinen Lippen hängen liegt zu null Prozent an seiner Kleiderwahl, glaub mir. Es ist der Teil in ihm, der offensichtlich einer anderen Spezies angehört. Einer klar überlegenen Spezies. Egal wie blind sie sind gegen alles, was über ihre natürliche Sicht hinausgeht, sie spüren, dass er ihnen überlegen ist, und das erfüllt sie mit Ehrfurcht. Sie wollen ihm Gefallen, um seine Gunst zu gewinnen", kommentierte sie nüchtern. Die meisten Erdlinge waren einfache Wesen.
„Das würde vermutlich nicht nur ihm gefallen“
Obwohl sie sich nicht zu ihm umgewandt hatte, konnte Lilith das Grinsen in Kisais Stimme fast vor sich sehen. Natürlich, dass er und Mammon nicht selten neben der Arbeit auch persönliches Vergnügen miteinander teilten, war kein Geheimnis.
"Sprich für dich selbst", entgegnete sie, ihm diesmal aber einen entsprechenden Seitenblick zuwerfend. Obwohl ihre Spezies nicht unter den Risiken genetischer Krankheiten litt, die bei innerfamiliärer Fortplanzung - beispielsweise unter Menschen - auftraten, und es entsprechend keinerlei Tabuisierung derartiger Verbindungen unter Engeln gab, hatte Lilith sich noch nie auch nur ansatzweise sexuell zu Mammon hingezogen gefühlt. Sicher, sie konnte anerkennen, dass er objektiv betrachtet ein schöner Mann war, aber da endete es auch schon. Womöglich weil sie ihn in den allermeisten Fällen eher anstrengend als anziehend fand.
Plötzlich spürte sie seine Präsenz in ihrem Rücken, zusätzlich zu den Fingerspitzen, die weiterhin sachte ihren Weg fanden. Lilith hob ihre rechte Hand und legte sie sanft an seine Wange, ohne den Blick von der Tanzfläche abzuwenden.
"Ein bisschen?", konterte sie, leicht provokant schmunzelnd. Unten wies Mammon das Publikum noch einmal auf die laufenden Wetten hin, unterstützt sogar von entsprechenden Pausen in seinem Gesang.
"Okay, das war smart. Hast du ihm gesagt, dass er das tun soll?" Derartig vorausschauende Planungen waren in der Regel eher Kisais Ding.
"Die Umsetzung hätte etwas galanter sein können, zugegebenermaßen. Ich hätte wahrscheinlich nicht ganz so offensichtlich gesagt, dass ich ihnen nur das Geld aus den Taschen ziehen will"

