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RE: Let the Games Begin - Spike - 26.04.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Warum sollte er es nicht gelassen sehen? Aus seiner Perspektive konnte es ja schließlich gar nicht mehr schlimmer werden. Lieber gab er sein untotes Leben bei einem gepflegten Kampf auf Leben und Tod, ehe er noch weiter angekettet in einem Glaskäfig saß, von der Zivilisation abgeschnitten war und nur so viel Blut zu trinken bekam, dass er nicht zu einem lebendigen Skelett wurde. Nein, ehrlich, da zog er einen Kampf vor. Außerdem stellte sich Spike die Frage, wieso hatte man ihn anscheinend wiedergeholt, wenn er bei einem Kampf doch nur wieder sterben sollte. Das machte doch vorn und hinten keinen Sinn. Nunja, außer er kämpfte gegen jemanden, der dadurch irgendetwas erreichte. Aber dennoch… so viel Aufwand für einen Kampf? Irgendetwas war hier faul, er wusste nur (noch) nicht was. Vielleicht aber sie. Diese wusste ja auch schon, wer sein Gegner sein würde. Ein Dämon, der fast unbesiegbar schien. Also wurde er doch nur für diesen einen Kampf geholt? Na wenigstens bekam er von ihr einige Punkte, was ihn kurz schief grinsen ließ. Autsch, das hatte sie jetzt nicht wirklich gesagt gehabt, oder? Welcher Mann wollte schon als hübscher, kleiner Junge betitelt werden? “Autsch, an deinen Komplimenten solltest du echt noch arbeiten.” Meinte Spike und deutete nun mit seiner noch freien Hand an seinem Körper hinunter. “Oder siehst du irgendwo an mir, dass ich ein hübscher kleiner Junge bin? Ich würde es ja verstehen, wenn du gutaussehender Untoter sagen würdest, aber hübscher kleiner Junge? Das trifft mein männliches Ego zutiefst.” Gestand er und musste daraufhin erst einmal noch einen Schluck trinken, ehe er das Glas mit seiner Hand bewegte, sodass die Flüssigkeit in ihr zu kreisen anfing. Lilith hatte seine Vermutung wegen ihrer Anwesenheit verneint und war derweil an ihm vorbei gegangen um sich an diesem Tisch mit den Folterinstrumenten zu lehnen. Diesen hatte Spike schon vorher wahrgenommen, aber seine Ketten waren zu kurz, um dort heran zu kommen. Nett, dass sie, vermutlich unabsichtlich, sich genau dort anlehnte, wo es vielleicht etwas gab, mit dem er sich hätte befreien könnte, aber es für ihn erst einmal unerreichbar war. Währenddessen hielt sie einen kleinen Monolog, was diesen Dämon so besonders machte und womit Spike Chancen hatte, diesen dennoch zu besiegen. Er sollte seine Menschlichkeit komplett in diesem Raum lassen. Hatte er überhaupt noch etwas Menschliches in sich? Spontan hätte er dies verneint, aber er erinnerte sich an ihre Worte von damals. Da hatte sie davon gesprochen, dass er, wenn er sich fallen ließ, Zugang zu seinem reinen Dämon hatte. Das musste also heißen, dass er doch noch einen Hauch von Menschlichkeit in sich hatte, was auch immer das sein sollte. “Du willst, dass ich darauf vertraue, dass du mich zu der Macht schubst, von der du gesprochen hast und von der du mich auch wieder herausholen kannst?” So klang es aufjedenfall für ihn. “Und da stellt sich mir erneut die Frage… was hast du davon? Was bringt es dir, wenn ich gewinne?” Denn ja, so ganz hatte sie die Frage ja damals nicht beantwortet, was sie davon hatte oder war ihr Ziel war. RE: Let the Games Begin - Lilith - 27.04.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Man sollte meinen, dass Spike in einer Situation wie dieser Besseres zu tun hatte, als sich über einen Kommentar aufzuregen, der sein männliches Ego angekratzt hatte. Aber natürlich war sein Hauptfokus ausschließlich das, sobald sie ihn als kleinen Jungen bezeichnet hatte. Lilith grinste wissend. Er war so einfach zu durchschauen, so einfach zu spielen. „Es scheint mir fragwürdig, dass du lieber als ‚Untoter‘ bezeichnet werden werden möchtest, aber jetzt wo du es sagst–“ Sie ließ ihren Blick kurz an seinem Körper hoch und wieder runter wandern, nachdem er selbst so einladend mit seiner Hand auf eben diesen gestikuliert hatte. „–wirklich frisch siehst du nicht aus.“ Ob ihm das besser passte, wenn er mit ihren ‚Komplimenten‘, wie er es nannte, unzufrieden war? Dabei war sie nicht hier, um ihn zu umschmeicheln. Im Gegenteil, sie rettete gerade sein armseliges Leben, auch wenn er das weder verdiente noch ansatzweise zu würdigen wusste. Scheinbar erinnerte sich Spike dann aber doch daran, warum er hier war und was eigentlich seiner Aufmerksamkeit bedurfte. Und zu Liliths Erleichterung konnte er sich sogar erinnern, was sie ihm beim letzten Mal gezeigt hatte, trotz Blutrausch, trotz Durstrecke dazwischen. Guter Junge. Sie behielt den Gedanken diesmal in weiser Voraussicht für sich. „Richtig“, entgegnete sie stattdessen, seine Zusammenfassung ihrer Aussagen aus ihrer letzten Begegnung bestätigend. „Wobei du mir nicht vertrauen musst, dir den Weg dorthin zu zeigen – das habe ich schon. Du weißt, dass er da ist, du weißt, dass ich ihn in Sekunden wieder öffnen kann. Das Vertrauen wird eher nötig sein, wenn du wieder zurückkommen willst.“ Und die erste Hürde lag höchstwahrscheinlich schon allein darin, dass er in einem halbwegs geistig brauchbaren Zustand den Weg zu ihr zurück finden musste. Sicherlich konnte sie sich auch Mühe geben und ihn finden, aber das war mit recht hoher Wahrscheinlichkeit stark davon abhängig, wie ihre Laune zum jeweiligen Zeitpunkt dann war… und ob sie eventuell von etwas anderem abgelenkt wurde. Aber um diese relevanten Details des Prozesses machte Spike sich natürlich wieder keine Gedanken. Anstatt sich seinen hübschen Lockenkopf zu zerbrechen darüber, wie er seinen Verstand nach einem Trip dieser Größenordnung wieder zusammensetzen konnte, hielt er sich erneut mit den unwichtigen Fragen auf, an denen er sich beim letzten Mal schon vehement aufhängen wollte. “Und da stellt sich mir erneut die Frage… was hast du davon? Was bringt es dir, wenn ich gewinne?” Lilith seufzte. Sie hatte sich wohl zu früh gefreut darüber, dass er seine Erinnerungen an ihre Abmachung noch beisammen hatte. „Hast du schon vergessen, dass wir einen Blutpakt geschlossen haben? Ich rette dein Leben, und du stehst in meiner Schuld. Der Tag wird kommen, an dem ich sie einfordern werde, und du wirst nicht ablehnen können. Egal, was ich von dir verlange.“ So war es nunmal mit Lebensschulden. Spike wusste um die Konditionen – und selbst wenn nicht, er hatte bereits zugestimmt. Für einen Rückzieher war es jetzt ohnehin zu spät… ganz abgesehen davon, dass ihm seine Schuldenfreiheit auch herzlich wenig bringen würde, wenn er in einer Stunde tot war. RE: Let the Games Begin - Spike - 28.04.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Was sollte er denn jetzt besseres zu tun haben? So viel Auswahl hatte er ja hier nicht. Mal ehrlich… wieso sich dann nicht solche banalen Dinge herauspicken, um wenigstens etwas amüsantes zu haben? Ja, es war nicht unbedingt lustig, aber immer noch besser als hier herumzusitzen und.. naja, nichts weiter zu tun. Leider ging das Ganze nach hinten los. „–wirklich frisch siehst du nicht aus.“ “Tja, das liegt nur an diesem faden Licht.” Meinte Spike nur und deutete auf das schlechte Licht in diesem Raum. Klar, wenn man jemanden folterte, war das sicher ein erstklassiges Licht, aber hier gerade war es genau das Gegenteil. Zumindest stimmte seine Theorie. Er sollte also den reinen Dämon kämpfen lassen. Dass Lilith ihn dahingehend anschubsen würde, war laut ihren jetzigen Worten nicht das Problem, sondern eher, dass Spike darauf vertrauen musste, dass sie ihn da auch wieder herausholte. Tja… das war eben die große Frage. Er war von ihr abhängig. Etwas, was ihm schon gegen den Strich ging… Andererseits hatte sie natürlich mit ihren nächsten Worten recht. Sie hatten einen Blutpakt. Etwas, was einen sehr hohen Stellenwert hatte und dem er im Glaskäfig zugestimmt hatte, als er ihr Blut trank. Ein Pakt, der so gut wie nicht mehr gebrochen werden konnte. Wenn sie sie wollte, dass er seine Schuld beglich, dann musste er es machen, egal, was war. Das hieß aber auch, dass sie dafür sorgen musste, dass er eben so lange am untoten Leben war. “Tja, da ich ja in deiner Schuld stehe, muss ich wohl darauf vertrauen, dass du mich da wieder rausholst.” Meinte er dann nüchtern und sah sie dann erwartungsvoll an. “Also… wie sieht jetzt dein großartiger Plan aus um mein Leben zu retten und als Sieger aus der Nummer zu kommen?” Fragte er dann auch schon. Würde sie jetzt einfach schweigen und die Distanz zwischen ihnen erweitern? Denn er konnte sich ja noch gut daran erinnern, dass dieses unangenehme Loch, wohinter sich dann diese Macht befand sich immer das geöffnet hatte, je mehr Abstand zwischen ihnen war und je schweigsamer sie war. War das jetzt der großartige Plan? RE: Let the Games Begin - Lilith - 29.04.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Sobald Spike sich rausredete, dass sein schlechter körperlicher Zustand den Lichtverhältnissen verschuldet war, hob Lilith provokant die Augenbrauen und klatschte zweimal in die Hände. Die kühle, industrielle Belichtung des Raumes wurde wärmer und einladender. Natürlich war es ein Keller, aber diese Räumlichkeiten wurden nicht ausschließlich zum Foltern aus Schmerzgründen genutzt. Hin und wieder gab es durchaus das Bedürfnis, die Umgebung für die eine oder andere Spielerei etwas… komfortabler zu gestalten, und die verarbeitete Technik ließ in dieser Hinsicht keinerlei Wünsche offen, dafür hatte Mammon schon gesorgt. In diesen Dingen ließ er nichts unbedacht. Ob das jetzt allerdings etwas Positives zu Spikes Teint beitrug oder nicht… das blieb mal dahingestellt. „Liegt wohl im Auge des Betrachters“, kommentierte sie schmunzelnd, aber eher in neckendem als bissigen Unterton. Kurz darauf stellte er die Theorie auf, dass sie ihn wohl oder übel zurückholen musste, wenn sie wollte, dass er seine Schulden bei ihr beglich. Lilith ließ ihn an der Stelle in dem Glauben – wenn es das war, was er brauchte, um nachts besser schlafen zu können, dann konnte sie damit leben. Natürlich waren auch Vampirsklaven ohne menschlichen Ballast nützlich. Oder sie konnte ihn auch gut und gerne Jahrzehnte in seinem verwahrlosten Zustand lassen, solange bis sie Verwendung für ihn hatte. Aber all das mit Spike auszudiskutieren war jetzt weder ihre Priorität, noch versprach es, besonders unterhaltsam zu sein. “Also… wie sieht jetzt dein großartiger Plan aus um mein Leben zu retten und als Sieger aus der Nummer zu kommen?” Lilith schnalzte knapp mit der Zunge. „Ist dir eigentlich mal aufgefallen, dass du immer nur forderst, forderst und forderst? Wie wäre es mit ein klein wenig Eigenintiative? Hast du wirklich mehrere hundert Jahre auf dieser Erde überlebt, indem du immer andere Personen nach Lösungen gefragt hast?“ Sie nahm sich ein Messer vom Tisch, an dem sie lehnte, und spielte ein wenig damit. Presste die Spitze der Klinge in die Fingerkuppe ihres Zeigefingers. Dann sah sie ihn wieder an. „Ich öffne dir die Passage, die dir den Zugang gibt. Alles andere – die Auseinandersetzung mit deinem Dämon, wie viel Raum du ihm gibst, den Kampf – das musst du selbst tun. Wenn du dabei draufgehst… nun–“ Sie zuckte sanft mit den Schultern. „Dann hab’ ich auch nichts verloren“ RE: Let the Games Begin - Spike - 29.04.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Wow, das konnte dieser Raum? Verflucht, wieso hatte er das nicht vorher gewusst? Dann hätte er sich hier wenigsten damit ein wenig die Zeit vertreiben können. Aber da kam die Frage auf, wieso man so etwas in einen Folterkeller einbaute? Die einzige Erklärung für Spike war, dass man das machte, um seine Opfer damit auf die Nerven zu gehen. Auch so etwas konnte eine Art Folter sein. Aber gut, dass er hier nicht gefoltert wurde, hatte sie ihm ja schon gesagt gehabt. Ihre jetzige Demonstration war einfach nur dazu da, um seine Aussage von gerade eben zu prüfen. Wieder zu seinem Nachteil. Hätte Spike gewusst, dass das in diesem Raum ging, hätte er natürlich etwas Anderes gesagt. “Touché .“ Ja, leider musste er diesen Punkt an sie abgeben. Tat der Vampir nicht gern, aber er konnte durchaus eine Niederlage zugeben. „Ist dir eigentlich mal aufgefallen, dass du immer nur forderst, forderst und forderst? Wie wäre es mit ein klein wenig Eigenintiative? Hast du wirklich mehrere hundert Jahre auf dieser Erde überlebt, indem du immer andere Personen nach Lösungen gefragt hast?“ Was würde sie denn an seiner Stelle tun? Er hatte keinerlei Erinnerungen, was er alles erlebt hatte und den einzigen Ort, den er bisher kannte, war dieser beschissene Glaskäfig gewesen. “Sag du es mir, denn im Gegensatz zu dir, kann ich mich an nichts erinnern.” Vielleicht konnte er ihr so noch ein paar Informationen entlocken. Bisher war sie dahingehend ja eher schweigsam gewesen. Aber vielleicht änderte sich das hier? Vielleicht konnte er so herausfinden, was das für komische Bilder waren, als er von ihrem Blut getrunken hatte? Er sah, wie sie eines der Messer nahm, damit ein wenig herumspielte und schließlich mit der Spitze in ihren Fingerkuppe presste. Ob es bald dazu kam, dass sie bluten würde? Schon der Gedanke daran, ließ ihn an das letzte Mal erinnern. Ihr blut war einmalig gewesen! Oh jaaa die Nachwirkungen waren nicht prickelnd, aber verflucht… zu gern würde er erneut davon kosten! Doch das war fürs Erste in weiter Ferne, denn sie erklärte ihm, was ihr Part war und welcher seiner. Dass sie nicht für ihn kämpfte, nun das hatte er sich selbst denken können. Leider war aber nach ihren Worten auch klar… es kümmerte sie einen Scheiß, ob er dabei gewann oder drauf ging. Diesen Trumpf hatte er also nicht im sogenannten Ärmel. Er trank sein Glas nun komplett aus und sah zu ihr. “Dann lass uns loslegen.” Meinte Spike nur knapp. Wenn der Kampf bald losgehen würde, dann hatten sie vermutlich nicht so viel Zeit. “Übrigens, wenn ich gewinne, dann schuldest du mir nen weiteren Drink.” Meinte er mit einem Grinsen. RE: Let the Games Begin - Lilith - 30.04.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Spike gab sich in ihrer kleinen, unterhaltsamen Nebendiskussion geschlagen. Das musste Lilith anerkennen; es war eine Kunst zu wissen, wann man reden und wann besser schweigen sollte, weil man den Kürzeren zog. Nicht alle Erdlinge beherrschten diesen Mechanismus, die wenigsten von ihnen auch noch in Verbindung mit geschicktem Timing. Das brachte ihm wieder ein paar Punkte ein… sie umgab sich weitaus lieber mit intelligenten Wesen als mit einfach gestrickten. Und Spike war klug, er ließ sich oft nur hinreißen zu impulsiven oder unüberlegten Kurzschlussreaktionen. Dann fragte er sie, wie er sich bisher verhalten hatte. Gut, er konnte sich nicht erinnern, aber was war mit seiner Natur? Seinen inneren Treibern, seiner Motivation? „Ich habe dich immer als sehr ambitioniertes Wesen erlebt“, gestand sie ihm schließlich sowas wie eine Information zu. Oder zumindest einen Teil davon. „Nicht als jemanden der rumsitzt, wartet und andere die Arbeit machen lässt.“ Und nach Liliths Aufassung konnte das auch nicht nur an seinen Frauen liegen, an die er immer so viel seines Daseinszweckes knüpfte. Nein, auch Spike jenseits des traurigen, liebestollen Poeten war ein Wesen, das nach etwas strebte. Der nächste Kampf, eine weitere Herausforderung. Irgendetwas, das ihn an seine Grenzen brachte. Hatte er nicht auch mal eine Zeit lang Jagd explizit auf Jägerinnen gemacht, exakt die Sorte Wesen, die berufen waren, seinesgleichen zu vernichten? Kurzzeitig in ihren Gedanken verloren, bekam Lilith zunächst gar nicht mit, dass Spikes Fokus sich verschoben hatte – auf das Messer in ihren Händen. Sie erhaschte seinen Blick allerdings knapp, als sie den Kopf wieder hob und ehe er sich erneut seinem Glas zuwandte, um es zu leeren. “Übrigens, wenn ich gewinne, dann schuldest du mir nen weiteren Drink.” Er grinste, wieder in der großspurigen, vorlauten Persona, die sie von ihm kannte. Lilith erwiderte sein Grinsen gleichermaßen. „Tu ich das?“ Sie hob das Messer, das weiterhin locker in ihrer Hand lag, an und tippte es mit der Klinge zunächst scheinbar nachdenklich an ihr Kinn, ehe sie die Spitze der Klinge langsam und deutlich provokant nach unten gleiten ließ. Die Unterseite ihres Kinns entlang, über ihre Kehle, ihren Hals hinunter. Sie verletzte keine Haut – dazu war sie bei Weitem zu versiert im Umgang mit derartigen Klingen – aber sie ahnte, welche Wirkung es auf ihn haben würde. „Welche Art von... Drink?“ RE: Let the Games Begin - Spike - 30.04.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Manchmal war es einfach klüger einzugestehen, wenn man verloren hatte. Das würde sonst nun wirklich ins Lächerliche gehen und Spike gab lieber in solch einem Punkt nach ehe er als kompletter Vollidiot da zu stehen. Nur, weil sie diesen Kampf gewonnen hatte, hieß das noch lange nicht, dass sie auch den Krieg gewann. Ja, natürlich kein Krieg im eigentlichen Sinne, sondern eher bildlich gesehen. Tja und wenn er ehrlich war, fand er diesen kleinen verbalen Schlagabtausch auch ganz amüsant. Wow, dieser kleine Informationsfetzen war ja wirklich… erweiternd, was seine Erinnerungen angingen. Zumindest konnte Spike aus diesen Worten entnehmen, dass er jemand war, der selbst die Initiative ergriff und nicht auf irgendetwas oder irgendjemanden wartete. Lilith fand anscheinend, dass sich dies jetzt geändert hatte. “Achja?” Seine Stimme war dabei ruhig und er hob dabei eine Augenbraue. “Ich weiß ja nicht, ob du schon mal so in Ketten gelegt warst, aber der Bewegungsradius ist nicht gerade berauschend groß und bis auf die Umgebung abscannen und auf einen glücklichen Zufall hoffen, ist nicht gerade so viel mehr möglich.” Verteidigte er sich. Es war ja nun wirklich nicht so, dass er auf der faulen Haut lag und sich seinem Schicksal ergab. Er suchte nach Möglichkeiten und hätte es da auch nur ansatzweise etwas gegeben, hätte er alles gegeben, um es umzusetzen. Doch bisher hielten sich die Möglichkeiten eben in Grenzen. Dieses kleine Messerspielchen hatte schon irgendetwas erregendes an sich. Meist war es sowieso spannender, etwas nicht vollkommen zu sehen oder zu hören, sodass die Gedanken den Rest weitersponnen. Die Frage war, würde sie das Messer so führen, dass sie sich verletzen würde, sodass sie blutete oder würde sie einfach nur damit spielen, dass er sich dies dachte? Ob sie ihm einen Drink schuldete? Spike fand schon, aber konnte darauf jetzt nicht antworten, da er viel zu sehr seine Aufmerksamkeit dem Messer zuwandte. Sie wusste genau, was sie da tat und Spike? Dieser neigte leicht seinen Kopf, öffnete nur leicht seinen Mund und führte seine Zungenspitze nach oben und berührte mit dieser seine beiden mittleren oberen Schneidezähne. Er wusste, dass sie das mit Absicht machte, aber verdammt! Das war schon erregend und heiß. Würde er sie ablehnen, würde sie ihm näher kommen? Vermutlich nicht, denn es war nichts, was dann mit Gefühlen zu tun haben würde, sondern einfach nur etwas, was die Gier stillen würde. Seine Augen fokussierten sich nur darauf, wo und wie das Messer über ihre Haut entlang bewegt wurde. „Welche Art von Drink?“ Auch wie sie diese Worte sagte, war… verflucht heiß. “Frisches…warmes… Blut.” raunte er ihr entgegen und hatte nun ein Grinsen auf den Lippen, welches eindeutig zeigte, dass ihm durchaus gefiel, was sie da trieb. RE: Let the Games Begin - Lilith - 30.04.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] “Ich weiß ja nicht, ob du schon mal so in Ketten gelegt warst, aber der Bewegungsradius ist nicht gerade berauschend groß…“ „Was denkst du denn?“, gab sie zurück, ein herausforderndes Blitzen in ihren Augen, während das Messer kurzzeitig zwischen ihren Schlüsselbeinen ruhte. Es war eine Verteidigung seiner fehlenden Eigeninitiative, das war Lilith durchaus bewusst. Aber sie sah auch sehr gut, wie er ansprang auf ihre subtilen Provokationen, und es war so leicht, ein paar weitere dieser Gedanken für ihn und seine persönliche Fantasie einzustreuen. In der Hölle folterte niemand, der nicht selbst eine Folter erlebt hatte. Man konnte nie besseren Schmerz austeilen als solchen, den man mal persönlich erfahren hatte, und Lilith war dort aufgewachsen, wo andere ihre schrecklichsten Albträume durchlebten. Selbstverständlich war sie schon in Ketten gelegt gewesen. Häufiger noch auf die spaßigere Art als die schmerzhafte, aber Spike würde die Doppeldeutigkeit schon zu verstehen wissen. Und er schien auch sehr gut darin zu sein, sich die Leerstellen auszumalen, die sie ihm ließ, zumindest wenn man auf seinen Blick schloss. Er wurde leicht glasig, und er gab sich nicht einmal Mühe, seine Erregung zu verstecken, im Gegenteil. Seine Zunge fuhr über seine Schneidezähne und er fixierte sie – oder das Messer an ihrem Körper – mit einem Fokus, der eine spannende Mischung war aus Raubtier auf der Pirsch nach seiner Beute, und ausgehungertem Mann mit Aussicht auf die erste Frau, die er seit Wochen zu Gesicht bekam. Von beidem waren er, beziehungsweise sein Dämon, wahrscheinlich auch gar nicht allzu weit entfernt, realistisch betrachtet. Ungünstig nur für Spike, dass Lilith für ihren Teil ausreichend befriedigt hier angekommen war, nach dem kleinen Intermezzo auf dem Balkon. Sie könnte dieses Spiel also noch eine ganze Weile sehr entspannt weiterspielen. Er wollte Blut – natürlich. „Und von wo…“ Sie zog das Messer schließlich noch ein klein wenig tiefer, ihr Brustbein hinunter. Ihre Stimme wurde etwas leiser, dunkler. So als wären die folgenden Worte der Ausdruck etwas Intimem, Privatem zwischen ihnen. „…würdest du deinen Drink haben wollen?“ Ja, das Outfit machte sich tatsächlich bezahlt heute, in so vielfacher Hinsicht. RE: Let the Games Begin - Spike - 01.05.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] „Was denkst du denn?“ Spikes Blick hatte bei dieser Frage auf dem Messer geruht, wanderte aber nun zu ihren Augen, da das Messer zwischen ihren Schlüsselbeinen zum stehen geblieben war. “Ich denke, dass du nur den süßen Schmerz erlebt hast.” Dabei wanderte sein Blick nun einmal komplett an ihren Körper herunter und danach wieder hinauf. Wer würde sie auch nicht gern in Ketten legen, um gemeinsamen Spaß zu haben? Schließlich konnte Spike nicht leugnen, dass auch er diesen Gedanken durchaus aufregend fand. Wieso auch nicht? Dann hatte er wenigstens vorher noch spaßige Gedanken gehabt, falls der Kampf nicht zu seinen Gunsten ausging. Schließlich fing sie nun an weiter ihr Messer auf Wanderschaft zu schicken und sofort folgten seine Augen diesem. Wieso sollte er verstecken, was das durchaus in ihm auslöst? Gefühle zu verstecken war noch nie sein Ding gewesen und so war auch das etwas, was man selbst ohne Erinnerungen in ihm steckte. Wo er seinen Drink gern haben wollte? Oh, konnte sie sich das nicht vorstellen nach ihrer kleinen Show? Sein Mund schloss sich wieder und seine Lippen legten sich aufeinander und bewegten sich etwas nach vorn, aber nur so weit, dass es nicht bescheuert aussah. Sein Blick wanderte von ihrem Messer, welches sich nun von ihrem Brustbein nach unten bewegte, tiefer, viel tiefer. So dass sein Blick schließlich auf einen ihrer Innenseite ihrer Oberschenkel ruhte. Der perfekte Ort nach ihrer kleinen Einlage und ein Ort, der nicht sofort ersichtlich war, schließlich wollte solch eine mächtige Person, wie sie es den Anschein machte, ja nicht sofort zeigen, dass ein Vampir sie gebissen hatte. “Wie wäre es mit…” Dabei bewegte er seine eine Hand zu ihr. Zum Glück hatte sie sich nah genug an den Tisch gelehnt, dass er gerade so mit der Hand ihre berühren konnte, die das Messer führte. Spike drückte ihre Hand weiter nach unten, sodass auch das Messer sich weiter nach unten bewegte. Erst über ihren Bauchnabel, tiefer an ihrer empfindlichsten Stelle vorbei und schließlich ein Stück tiefer an ihrer Innenseite ihres eines Oberschenkels. Da ruhte nun die Spitze ihres Messers. “...hier.” Auch seine Stimme war nun dunkler geworden und eine gewisse Raue Stimme hatte sich in seiner Stimme wiedergefunden. Sie wollte Eigeninitiative und das hatte sie jetzt davon. RE: Let the Games Begin - Lilith - 01.05.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] „Hältst du mich wirklich für so…“ Sie hielt kurz inne, auf der Suche nach dem richtigen Wort. Es klang fast anmaßend in Verbindung mit ihr, dem, was sie war und woher sie stammte. Aber das konnte Spike selbstverständlich nicht wissen, und entsprechend unabsichtlich naiv waren seine Aussagen. „…unschuldig?“ Niemals würde er derartige Vermutungen anstellen, wenn er noch seine Erinnerungen hätte. Aber wieso ihn nicht im Glauben lassen, was er glauben wollte? Wenn das gerade seine Fantasie bediente, dass sie sich gerne mal der aufregenden Versuchung hingab, aber ansonsten wohlbehütet und beschützt – oder zu mächtig, als dass jemand sie jemals würde antasten können, je nachdem wie man es sah – war, dann konnte er dieses Bild gern behalten. Zusätzlich zu noch einigen anderen, die sie ihm nun spendierte. Und er reagierte genau so, wie sie es erwartet hatte: Sein Blick noch hungriger, sein Verlangen noch spürbarer. Seine Aura prickelte für sie, so geladen schien sie in diesen Sekunden zu sein, und Liliths Wahrnehmung war deutlich dumpfer und getrübter, ohne ihre Gnade. Die meisten Erdlinge filterten ihre Emotionen auf die eine oder andere Weise, oder sie versuchten es zumindest. Nur wenige gaben sich ihrem Verlangen so ungeschönt und zügellos hin, wie Spike das tat… oder zumindest nicht ohne deutliche Aufforderung und/oder deutlich mehr Provokationen, als sie ihm gerade gegeben hatte. Und nicht nur das – kurz darauf entschied er sich sogar, dass er mitspielen wollte. Natürlich war Lilith bewusst gewesen, dass sie sich theoretisch in seinem äußersten Bewegungsradius befand, so wie sie an der Tischkante lehnte. Nur dass ihm das so schnell klar wurde, und dass er es auf diese Art und Weise ausnutzte… das hatte sie nicht direkt erwartet. Nicht, dass es eine negative Überraschung war, ganz im Gegenteil. Er erwies sich als sehr viel spannenderer Spielgefährte, als sie ihm zugetraut hätte, und Lilith war die letzte, die sich nicht auf eine spontane Planänderung einließ, ganz besonders, wenn sie sich derartig vielversprechend gestaltete. Er führte ihre Hand, und sie ließ ihn gewähren. Ihr Blick blieb währenddessen allerdings verschlossen mit seinem… es hatte etwas besonders Anregendes, die Herausforderung in seinen Augen zu sehen und sie noch weiter anzufachen, während er blind das Messer bewegte, dessen Position sie zwar beide nicht sehen, aber deutlich spüren konnten. Es war scharf, wie alle Instrumente, die hier lagen. Und genau das verlieh dieser Situation einen ganz besonderen Rausch für sie, den sie selten zuvor so erlebt hatte. Sie war aktuell sterblich. Die Hauptschlagader, die durch ihren Oberschenkel verlief, mit einem Messer aufzuschlitzen, würde sie binnen kürzester Zeit verbluten lassen. Ob Spike das genauso einordnen konnte? Vielleicht, vielleicht nicht. Er wusste, dass sie kein Mensch war, allein aufgrund ihres Blutes. Ohne seine Erinnerungen wusste er sicher nicht, wie man sie töten konnte. Oder ob überhaupt. Aber es war sekundär, was seine Absicht war und was er fühlte – wichtig für Lilith waren ihre Gefühle. Empfindungen, die sie nie zuvor gehabt hatte. Das Adrenalin, das mit der enormen Aufregung einherging, wenn ihr Körper GEFAHR schrie. Eine gewisse Prise Angst. Wie die sich auf ihren Herzschlag auswirkte. Der Durst nach mehr… und das alles gepaart mit der Erregung, die sie fühlte, resultierte in einem Rauschzustand, den sie zweifelsohne enorm genoss. Dass er sie so sehr unterhielt, hatte sie definitiv nicht erwartet. Sie bewegte ihren Körper minimal nach vorn, gerade genug, um ihn spüren zu lassen, dass sie näher gekommen war und den Druck der Messerspitze auf ihre sensible Haut am inneren Oberschenkel zu erhöhen. Sie kostete all diese Empfindungen noch ein paar Sekunden lang aus, gab sich ihnen vollkommen hin. Diese Seite der Gefühle? Lange nicht so furchtbar wie der Rest, den sie bisher erlebt hatte. Dann machte sie einen weiteren Schritt seitlich nach vorn, weg vom Tisch, lockerte den Druck des Messers, und legte die Hand, die noch immer die Klinge hielt, stattdessen auf seine Brust. Die Schneide selbstverständlich nach oben gerichtet, gezielt auf sein Kinn. Kurz darauf gab sie ihm einen Stoß, der ihn rücklings zu Boden beförderte. Sie hielt ihn dort, indem sie einen Fuß mit entsprechendem Druck auf seiner Brust platzierte. „Ist es unter den Umständen nicht schade, dass du den Drink erst nach deinem Kampf bekommst?“ Sie war noch nicht fertig mit ihrem Spiel, das war wohl deutlich in ihrem Tonfall zu erkennen. Und selbst wenn nicht – auch Spike war kein Mensch. Er konnte ihre Aura nicht erkennen, aber auch Vampire hatten ihre Methoden, Signale zu deuten, das wusste sie. RE: Let the Games Begin - Spike - 01.05.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Sie war nicht unschuldig und das wusste er auch ohne seine Erinnerungen. Jeder, der solch eine Position hatte, hatte Dreck am Stecken und mindestens eine Leiche im Keller. Es stimmte, dass er keinerlei Ahnung hatte, was sie war oder woher sie stammte, aber ihr Blut hatte zumindest verraten, dass sie etwas wirklich Mächtiges war. Sie war kein kleiner Fisch, oh nein! So glaubte Spike eher, dass sie sich nur in Ketten legen ließ, wenn sie es wollte und so fiel ihm nur eine Sache ein, wo man sich freiwillig seiner Freiheit beraubte. Aber er ging nicht weiter auf ihre Worte ein, denn etwas ganz anderes hatte seine Aufmerksamkeit erlangt. Dieses Messer, welches sie sicher nur gewählt hatte um ihren Fingern etwas Zeit zu vertreiben. So, wie sie anfangs damit herumgespielt hatte, hatte es den Anschein gemacht, dass sie gar nicht den Plan gehabt hatte, dass es nun so wichtig wurde. Aber die Gier und das Verlangen, was Spike nach ihrem Blut empfand, hatten sie anscheinend auf die Idee gebracht ein nettes Spiel zu spielen und Spike spielte gerade nur zu gern mit. Wieso auch nicht? Hier drin gab es ja sowieso nichts Besseres zu tun und es war eine wirklich aufregende Abwechslung zu der ganzen Zeit, die vorher geherrscht hatte. Anfangs hatte sie das Messerspielchen allein gespielt, aber nach ihrer Frage, von wo er denn am liebsten seinen Drink haben wollte, musste er einfach körperlich es zeigen. Klar war das ein kleines bisschen übergriffig, sie einfach ohne vorher Andeutungen zu machen, ob es ok war sie zu berühren, anzufassen und ihre Hand zu führen. Doch sie waren ja keine unerfahrenen Teenager. Okay, Spike hatte keinerlei Erinnerungen, aber es steckte in ihm und er ließ sich einfach von seinem Instinkt leiten. So wanderte das Messer tiefer und tiefer. Er hörte, wie ihr Herzschlag schneller wurde. Sie reagierte darauf und so, wie sie sich der Sache hingab, gefiel es ihr ebenso. Das Messer fand seinen Endpunkt auf der Innenseite ihres Oberschenkels halt machte und Spike ihr nun auch verbal deutlich machte, dass er von genau dort seinen Drink gern haben würde. Kaum hatte er mit diesen Worten geendet, bewegte sie sich etwas nach vorn und seine Augen weiteten sich voller Vorfreude, dass sie sich selbst genau dort verletzte. Aber die Vorfreude wurde nicht erfüllt, denn kurz danach änderte sie auch schon ihre Position und das Messer hatte keinerlei Druck mehr auf ihren Oberschenkel. Einen kurzen Moment stimmte ihn das unzufrieden. Sich aber in diese Stimmung weiter reinsteigern, dazu kam Spike erst gar nicht, denn schon hatte er plötzlich ihre Hand samt Messer auf seinem Brustbein. Dabei spürte er die Spitze des Messer unter seinem Kinn. Sie ließ ihm gar keine Zeit sich nun darüber den Kopf zu zerbrechen, was sie jetzt vorhatte, denn kaum er es sich versah, lag er auch schon auf dem Boden und gerade, wo ihre Hand noch gewesen war, spürte er nun ihren Schuh mit einem gewissen Druck, der klar machte, dass sie wollte, dass er genau in dieser Position blieb. Spike blieb zwar liegen, konnte aber nicht anders als erst breit zu grinsen und dann anzufangen zu lachen. „Ist es unter den Umständen nicht schade, dass du den Drink erst nach deinem Kampf bekommst?“ In der Tat wäre es schade, aber wer behauptete, denn, dass er nicht doch noch vor dem Kampf dazu kam? Nun war er es, der schnell handelte und mit der rechten Hand erst ihren Fuß von seinem Brustbein mit Kraft wegdrückte und dann beide Hände von außen hinter ihre Beine brachte und dann mit einem gezielten Schlag nach vorn in die Kniekehlen ausübte. So knickten ihre Beine zusammen und so musste sie wohl oder übel nun kniend über ihn landen. Eine durchaus anregende Position, wenn sie denn darauf aus waren, doch noch intimer zu werden. Seine eine Hand schnappte sich derweil ihr Handgelenke bei dem sich das Messer befand, sodass er dieses etwas unter Kontrolle hatte, denn ja, er ging schon davon aus, dass sie eindeutig die Stärkere von ihnen beiden war. Dennoch würde er sich eben nicht so einfach geschlagen geben. “Wir können das ganze ja auch einfach vorziehen.” Schlug er dann schließlich vor. Durch diese blöden Ketten war sein Bewegungsradius jedoch eingeschränkt, aber hey, er nahm alles, was er eben kriegen konnte. RE: Let the Games Begin - Fred Parker - 01.05.2026 Fred - Kisai - Mammon: Devil's Balcony Während Kisai die Vorteile der Blutkraft ausführte, nickte Fred zustimmend. Ähnliche Gedanken waren ihr auch schon durch den Kopf gegangen. Vielleicht würden Kisai und sie sich ja noch ganz gut verstehen. Aber selbst, wenn sie damit falsch liegen sollte, würde es kein Weltuntergang sein. Kisai und sie hatten sich bisher nicht gesehen und daher vermutete Fred, dass es durchaus möglich war, dass sie im Fall der Fälle ihren Kontakt mit Kisai auch weiterhin auf ein Minimum beschränken konnte.
„Sagen wir es so: Ich bin meistens zu pleite zum Wetten und bin deswegen vorsichtiger. Also werde ich die anderen Kämpfe wohl besser sein lassen und lediglich auf den Kampf von William den Blutigen setzen. Das erscheint mir klüger, wenn es gut für ihn aussieht“, ließ Fred Kisai wissen. Es würde schon nicht schaden auch ihn gegenüber ein Stück weit mit offenen Karten zu spielen. Wenn man es fürs erste geschafft hatte den Eindruck zu erwecken, dass man eine ehrliche Person war, wurde man nicht so schnell der Lüge beschuldigt.
Als das Raunen durch die Menge ging, löste Fred sich von Mammon und machte ein paar Schritte von ihm fort, um einen besseren Blick auf den Kampf zu bekommen. Als sie den Blutkerl bluten sah, beschlich sie das Gefühl, dass der Kampf bald vorüber sein würde.
Fred wandte sich wieder vom Kampfgeschehen ab und sah zu Kisai und Mammon. „Ich bin neugierig. Haben sich die Kämpfer alle freiwillig gemeldet oder wie sind sie hier gelandet?“, erkundigte Fred sich. Irgendwie musste sie ja ansatzweise herausfinden, wie Spike hier gelandet war. Fred war sich sicher, dass Buffy so etwas wissen wollen würde. Da Fred aber nicht direkt nach Spike fragen konnte, musste sie ihre Frage etwas allgemeiner gestalten. Es würde sicherlich auffallen, wenn sie zu sehr an Spike interessiert war. „Wird der Sieger eigentlich auf irgendeine Art belohnt? Mit einer hohen Bezahlung oder so was?“, hakte Fred interessiert nach.
RE: Let the Games Begin - Lilith - 03.05.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Oh ja, dieser kleine Besuch hier bei Spike erwies sich als weitaus spaßiger, als die geschäftliche Transaktion, die Lilith ursprünglich geplant hatte. So langsam schien er auch zu alter Größe zurückzufinden – wagte es, sich ihrem Messer zu ermächtigen, machte Vorschläge für die Auswahl des Drinks, den sie ihm angeblich schuldete. Aber der größte Unterschied – er tat es auf eine Art und Weise, die in Lilith das Bedürfnis weckte, auf ihn einzugehen und das Spiel mitzuspielen. Ganz besonders in Anbetracht der Tatsache, dass das hier einige der extrem wenigen Gelegenheiten bisher waren, in denen sie ihre Gefühle als erträglich, wenn nicht sogar als berauschend empfand. Er lachte, und schlug ihr kurz darauf die Beine weg. Natürlich wäre es eine Option gewesen, sich einfach nach vorn oder zur Seite hin abzurollen, aber… wo bliebe dann der Spaß? Sie landete tatsächlich auf den Knien, rechts und links neben seinem Oberkörper, und federte den Sturz instinktiv mit beiden Händen zusätzlich ab. Kurz darauf bemühte er sich, ihre Hand, die weiterhin das Messer hielt, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu sichern. Netter Versuch. Lilith hob kurzerhand das rechte Knie und presste zielsicher auf den in seiner Schulter liegenden Nervendruckpunkt, sodass er seinen Griff lockerte und sie ihr Handgelenk befreien konnte. Sie machte sich daraufhin gar nicht die Mühe, seine Arme ebenfalls zu sichern – einerseits war er noch immer angekettet, andererseits waren die Momente, in denen er sich aktiv beteiligt hatte, bisher die für sie besonders spannenden gewesen. Sie richtete sich ein wenig auf, während er vorschlug, dass sie die ganze Sache ja auch einfach… vorziehen könnten. Nun war es an ihr, verheißungsvoll zu grinsen. Sie hob das Messer und tippte es, erneut scheinbar nachdenklich, an ihre Lippen. „Ich weiß nicht. Du bist so… ungeduldig…“ Langsam, quälend langsam, zog sie es nach unten, öffnete den Mund ein wenig – und ließ es dann in einem präzisen Schnitt ein Stück weit über ihre eigene Zungenspitze gleiten. „…so gierig…“ Dann beugte sie sich nach vorn, hinunter zu ihm, um mit besagter Zunge über seine Wange zu fahren. Dort, wo er das Blut hervorragend würde riechen… aber nicht schmecken können. Die Spur so nah, aber nur ein Hauch dessen, was er eigentlich wollte. Sie setzte sich wieder auf, um ihr Werk zu betrachten. „Wie willst du einen Kampf gewinnen, wenn du berauscht bist und anschließend von Nebenwirkungen geplagt?“ Er hatte hervorragende Wangenknochen, um sie als Leinwand zu nutzen, das musste man ihm lassen. RE: Let the Games Begin - Spike - 04.05.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Das hier war kein Kampf auf Leben und Tod. Oh nein, dieser Kampf bestand ihn noch vor. Doch das hier war eher ein Spiel, ein Spiel, was er anfing richtig zu genießen. Ja, innerlich musste er Lilith Recht geben. Bisher hatte er nur gewartet und gefordert, aber so gut wie keine Eigeninitiative ergriffen. Aber jetzt war es anders. Vielleicht lag es an dem Kampf, der gleich kommen würde oder aber vielleicht hatte ihr Blut in ihm etwas aktiviert, was eben schon da war, aber irgendwie einen kleinen Anstupser gebraucht hatte. Dabei konnte man nun nicht gerade behaupten, dass ihr Blut nur ein kleiner Anstupser war. Bei weitem Nicht! Ihr Blut war mächtig und eher mit einem großen, gewaltigen Trip zu vergleichen. Da sie ihn gerade zu Boden befördert hatte, hatte Spike nur für die gleichen Bedingungen gesorgt gehabt. Zumindest kniete sie über ihn und musste sich mit den Händen abstützen, sodass sie dem Boden schon näher kam um ihn zu spüren. Nun ja, sie spürte ihn nicht so nah, wie er, aber zumindest war sie ihm so nah, dass er versuchen konnte ihr Messer etwas unter Kontrolle zu bekommen. Gelang ihm nur ein Stückweit, denn Lilith wusste genau, wie sie ihren Körper - in dem Fall ihr Knie - einsetzen musste, sodass er seinen Griff um ihr Handgelenk lockern musste. Komischerweise beschränkte sie ihn jedoch nicht weiter, sondern verzichtete darauf seine Arme in irgendeiner Weise weiter einzuschränken. Entweder vertraute sie darauf, dass die Ketten dies schon regeln würden oder… oder ihr gefiel dieses Spiel selbst sehr gut. Vielleicht war es auch eine Mischung aus beidem. Auf seinen Vorschlag das Ganze nun vorzuziehen, grinste sie erst nur und musste dann wieder mit ihrer kleinen Messervorstellung daherkommen. Oh verflucht! Sie wusste doch genau, was das in ihm auslöste. Erneut verfolgten seine Augen die Spitze des Messers und erneut sah man den gierigen Blick bei ihm. Leicht hatte sich auch wieder sein Mund geöffnet und sein Kopf zur Seite geneigt. Dass sie Worte sagte, hörte er, aber in diesem Moment war dies zweitrangig. Das hier war Folter! Eine süße, quälende Folter! Doch diesmal setzte die Blonde noch einen drauf und schnitt sich absichtlich in die Zunge. Spike hob etwas seinen Kopf, so, als wolle er ihr das Blut ablecken, aber das funktionierte so natürlich nicht. Lilith kam jedoch zu ihm und leckte über eine seiner Wangen. Seine Augen verfolgten das Geschehen, soweit er eben konnte, es ganz genau. Das war mehr als nur gemein. Dieser Geruch ihres Blutes so nah bei ihm und doch so unerreichbar… vielleicht. Ja, an das Blut an seiner Wange kam er so nicht heran, aber vielleicht… Lilith fragte ihn derweil, wie er denn im berauschten Zustand mit den Nachwirkungen kämpfen wollte. Eine wirklich berechtigte Frage, aber machte er sich deswegen einen Kopf? Oh nein, in ihm schwirrte gerade eine ganz andere Idee. Kaum hatte Lilith aufgehört zu reden, hatte er schon seine andere Hand nach oben geschnellt und ihren Nacken gepackt, um sie dann zu sich zu ziehen und schließlich zu küssen. Doch er tat es nicht, weil er so scharf auf sie war oder darauf seine Lippen auf ihre zu legen um zu kosten wie sie schmeckte, sondern weil er mit seiner Zunge zu ihrer wollte, um ihr Blut doch noch kosten zu können. Es stellten sich jetzt genau zwei Fragen. Ließ sie es zu, sodass er es schaffte und wenn ja, wie lange konnte er dann dieses Vergnügen genießen? RE: Let the Games Begin - Lilith - 09.05.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Sie konnte spüren was dieser kleine Austausch mit ihm machte. Das Verlangen das durch seinen Körper zog, während sein Blick unscharf wurde, aber dennoch konsequent ihre Lippen fixierte. Ihre Zunge. Die betörende Mischung aus Gier, Erregung und schierem Hunger. Wie klug es war, einen Vampir im nicht körperlich einwandfreien Zustand kämpfen zu lassen… das war wohl etwas, das sie eventuell mit Mammon und Damon besprechen musste. Eher letzterem, wenn sie von den Verantwortungen in diesem Setup ausging. Spike schien zwar nicht ganz so hungrig wie bei ihrem letzten Besuch, aber gesättigt war er offenbar auch nicht. Oder lag es an ihrem Spiel, das den animalischen Hunger in ihm zum Vorschein brachte? Was auch immer es war, Lilith genoss den Cocktail seiner Empfindungen immens. Es fühlte sich fast an wie früher… bevor ihre Sinne so getrübt waren. Womöglich lag es an der körperlichen Nähe, die sie aktuell zueinander hatten, oder daran, dass Blutspielchen mit Vampiren immer noch eine andere Ebene der Empfindungen mit sich brachten, die sie fast vergessen hatte – in der Regel gehörten die auch nicht zu ihrem Standard-Repertoire, dazu waren Vampire zu simple und niedere Kreaturen. Aber eventuell sollte sie diese Annahme noch mal hinterfragen. Seine Aura pulsierte für sie, und Lilith verlor sich beinahe ein wenig in den berauschenden Eindrücken, die sie so seit Verlust ihrer Gnade nicht mehr gehabt hatte. Sicherlich half es auch, dass Spike sich ebenfalls ungezügelt all dem hinzugeben schien, was er empfand, ohne jegliche Form der Zurückhaltung. Und dann zog er sie zu sich, um sie zu küssen. Hätte sie ihn daran hindern können? Bestimmt. Aber einerseits war sie zu abgelenkt und andererseits hatte sie aktuell keinerlei Gründe, ihn davon abzuhalten, dazu war sie selbst inzwischen zu sehr involviert in und unterhalten von ihrem kleinen Spiel. Dem Hin und Her, den Andeutungen, den Möglichkeiten, die sich noch so ergaben. Sie ließ ihn kosten von ihrem Blut – es war nicht viel, wirklich nicht mehr als eine Kostprobe, der Schnitt war weder tief noch groß gewesen. Aber genau das machte gerade den Reiz für sie aus. Wie weit konnte sie ihn noch anstupsen… und zu welcher Reaktion würde es ihn treiben? Sie beendete den Kuss, indem sie ihm in die Unterlippe biss. „Mhh… zufrieden?“, fragte sie leicht provokant, während sie die Klinge des Messers sachte, aber mit Bedacht hinter seinem Ohr entlang gleiten ließ, hin zu seinem Kiefer, seine Kehle entlang. Dann beugte sie ihren Kopf zur anderen Seite und biss in den Muskel, unter dem sie seine Halsschlagader pulsieren fühlte. RE: Let the Games Begin - Spike - 10.05.2026 [Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Ob mit oder ohne Erinnerung oder Seele. Er war noch nie jemand gewesen, der seine Gefühle versteckt hatte. Wieso auch? Wieso sollte er seine Empfindungen oder gar sein Verlangen verstecken? Er war gierig nach ihrem Blut? Dann zeigte er es auch deutlich. Spike versteckte so etwas nicht. Er hatte es damals schon so gehandhabt und tat es jetzt auch noch so. Tja und dann gab es solche Momente, wo er sich einfach nahm, was er wollte. So wie diesen Kuss. Lilith schien nichts dagegen zu haben. Spike war der Meinung, dass es sicherlich ein Leichtes gewesen wäre, ihn davon abzuhalten. Doch wie es schien, wollte sie es ebenso, wie er. Dieses kleine Spielchen, das hier gespielt wurde, dieses ständige Hin und Her war wirklich erregend. Genauso verhielt es sich auch wie sie den Kuss beendete. Dieser süße leichte Schmerz, als sie in seine Unterlippe biss. Schmerz musste nicht nur immer etwas Schlechtes sein, oh nein, es konnte genauso gut etwas Betörendes sein. Leider war das Blut, welches er in ihrem Mund geschmeckt hatte, lediglich eine kleine Kostprobe und er war weit davon entfernt, genug davon bekommen zu haben. Somit musste der Platinblonde ihre Frage verneinen. “Noch lange nicht.” Sprach er dabei mit einer gierigen Stimme und er spürte, wie sie das Messer nun bei ihm entlang gleiten ließ. Sie würde ihm nicht die Kehle durchschneiden. Dazu war er gerade viel zu wertvoll, schließlich sollte er ja noch einen Kampf auf Leben und Tod beschreiten. Dennoch konnte sie ihn natürlich mit Schnitten verletzen, sowohl hinter seinem Ohr als auch in seinem Gesicht, eben überall dort, wo sie gerade mit dem Messer entlang fuhr. Es fühlte sich schon fast wie eine Art Vorspiel an. Erst Recht, als sie nun auf der anderen Seite seines Halses hinein biss. Ok, jetzt war das Fass am Überlaufen. Mit dieser Aktion hatte sie es definitiv zu weit getrieben, zumindest, wenn sie eigentlich nicht wollte, dass er sie biss. Doch dafür war es jetzt zu spät. Spike packte sie und drehte sich so mit ihr, dass nun Lilith es war, die unten lag. Dadurch, dass ihre Beine auf Höhe seiner Schulterhöhe gewesen waren, waren sie dies nach dem Wechsel noch immer dort. Ihr Hals war durch seine Ketten nun unerreichbar, aber hey, es gab da noch eine viel intimere Stelle. Sein menschliches Gesicht wurde nun zu seinem Vampirischen. Seine Hände legten sich auf ihren Oberschenkel, aber so im Abstand, dass dazwischen noch sein Gesicht passte, um genau zu sein, sein Fang. Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, bohrte er seine Zähne schließlich in die Innenseite ihres Oberschenkels. Der Griff an ihren Oberschenkel wurde nun fester und er trank gierig. Im Grunde hatte er durchaus genügend zu trinken bekommen, zumindest so viel, dass er nicht mehr ganz so hungrig war, aber das Spiel hier war so betörend gewesen, dass er gar nicht anders konnte als noch mehr von ihrem Blut zu wollen. RE: Let the Games Begin - Kisai Toshiro - 11.05.2026 Fred - Kisai - Mammon: Devil's Balcony Kisai war sich wirklich sicher, was den Ausgang des Kampfes anging, solche Kämpfe waren immer wieder gleich, sofern die Schlauen nicht irgendwie abgelenkt wurden und was sollte hier schon groß ablenken? Wenn er sich Mammon betrachtete, wusste Kisai zumindest, was diesen ablenken würde und kurz fragte er sich, ob Mammon Fred auch ablenken würde. Natürlich mochte sie ihn und stieg mit ihm in die Kiste, aber das taten viele, er selbst schließlich auch, das hieß jedoch nicht, dass Mammon ihn ablenken könnte, außer er wäre in Gefahr, schließlich hatte Kisai einen Schwur geleistet. Die Wetten waren recht eindeutig, was den Kampf des Vampirs anging, für alle anderen Kämpfe war es weniger eindeutig. Doch genau deswegen schien Fred nicht mehr wetten zu wollen und weil, wie sie sagte, sie eher dazu neigte pleite zu sein. Ein Grund mehr sich an Mammon zu hängen, dieser hatte nicht nur eine Menge Geld, er warf es auch gern zum Fenster raus oder kümmerte sich etwas um die aktuellen Betthäschen. Ein Raunen ging durch die Menge und Kisai trank einen Schluck als er das Blut sah, das würde hässlich werden, aber gut hässlich. „Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt zu gehen“ erinnerte er Mammon schließlich als kurz danach Fred auch schon wissen wollte, woher man diese Kämpfer bekam. „Ach je nachdem, manche schulden Gefallen, manche wollen Geld. Jeder hat andere Gründe, wieso? Möchtest du mitmachen?“ fragte er dann neugierig. RE: Let the Games Begin - Mammon - 11.05.2026 Fred - Kisai - Mammon: Devil's Balcony Dass Fred im Grunde chronisch Pleite war, lag vorallem an der schlechten Bezahlung dieses komischen Rates. Zumindest sah Mammon das so, was er bisher so über diesen Rat gehört hatte. Ja, nicht viel, aber ihm reichte es schon. Er hatte vor einigen Tagen Fred ja schon einmal angeboten ihren Job dort zu kündigen und nur für ihn zu arbeiten, aber das hatte sie abgelehnt gehabt, zumindest fürs Erste. Vielleicht würde sie noch ihre Meinung ändern, jetzt, wo sie irgendwie soetwas wie eine… Beziehung hatten. Ja, es klang noch immer surreal und deswegen hatte selbst das Wort in seinen Gedanken kurz ihm zum Stocken gebracht. “Falls du noch mehr Geld brauchst, weil du auf noch jemanden wetten willst, kann ich es dir geben.” Kisai hatte definitiv Recht, dass Mammon nicht nur viel Geld hatte, sondern auch dazu neigte, es gern auszugeben. Durchaus auch mal für seine Betthäschen. Nur in diesem Fall war Fred nicht nur ein Betthäschen. Sie war mehr, viel mehr. Kurz nachdem das Raunen durch die Menge ging, meinte Kisai auch schon, dass es ein guter Zeitpunkt wäre zu gehen. Mammon nickte ihm dankend zu. Er würde sich gleich auf den Weg machen. Fred hatte sich derweil nach vorn begeben, um einen besseren Blick auf den Kampf zu haben, ehe sich diese umgedreht hatte und neugierig nachfragte, woher sie ihre Kämpfer bekamen. Kisai war schneller, was die Antwort darauf betraf. Mammon hingegen verringerte den Abstand zwischen ihnen wieder und war nun neben ihr. “Na, wir wollen doch nicht, dass deinem hübschen Gesicht irgendetwas passiert.” gestand er dann, nachdem Kisai fragte, ob sie denn mitmachen wollte. “Aber was die Belohnung angeht… diese ist ganz simpel.” Meinte Mammon. “Sie bleiben am Leben.” Das war deren Belohnung. Es war kein Preisgeld oder irgendetwas Anderes. Es war einfach nur das. Und dann schlang er seinen Arm um ihre Hüfte und zog sie etwas zu sich. Sein Kopf war zu Fred gedreht, sodass er ihr etwas ins Ohr flüstern konnte. “Ich muss jetzt zwar los, aber sobald die Kämpfe alles vorbei sind, komme ich sehr gern nochmal auf deine Entschuldigung zurück.” Flüsterte er ihr leise ins Ohr und konnte sich ein eindeutiges Grinsen nicht verkneifen. “Solange ich jedoch weg bin, wird Kisa sich um dich kümmern und dir jeden Wunsch erfüllen.” Sprach er nun lauter, sodass auch sein Vertrauter es nun hören konnte. Danach verabschiedete er sich von beiden fürs Erste und verließ den Balkon. Mammon: Devil's Balcony → au dem Weg zum Penthouse Dank einer der Tänzerinnen durfte Mammon nun noch schnell wieder nach oben in sein Penthouse. Ohne weitere Umschweifen, ging er zum Aufzug und fuhr nach oben. Dort angekommen, zog er sofort sein Sakko von seinem Anzug aus. Ohne nachzusehen, griff er in seine Innentaschen. Einmal um sein kleines Tütchen mit den bunten Pillen herauszunehmen und einmal um die Schlüsselkarte zu den Folterräumen, wo sich die Kämpfer befanden. Tja, aber beide Griffe gingen ins Leere. Mammon blieb in seinem Gang zum Kleiderschrank stehen und diesmal schaute er nun auch nochmal genauer nach. Doch auch beim zweiten Versuch, fand er weder sein Drogentütchen noch die Schlüsselkarte. Mammon musste nicht lange nachdenken. Es kam nur eine Person in Frage, wer so dreist war ihn zu beklauen. Die Tänzerinnen würden sich dies nicht trauen und Fred wusste von nichts, aber Lilith… “Du kleine diebische Elster!” Meinte er nur und schüttelte den Kopf. Die Drogen waren ihm relativ egal, denn er selbst hatte ja gesagt, dass sie sich bedienen durfte, aber die Schlüsselkarte? Mammon zog sich schnell um, ehe er dann sofort wieder nach unten ins Getümmel ging. Ohne auch nur eine Unterhaltung zu führen, ging er schnurstracks zum Keller. Er fragte, ob die Security jemanden gesehen hatte, der nach unten zu den Folterräumen ging, aber keiner der Leute hatte jemanden gesehen. Gut, er hatte nichts Anderes von seiner Schwester erwartet gehabt. Wenn sie nicht gesehen werden wollte, dann sah man sie eben auch nicht. Er war nicht sauer auf seine Security, aber vielleicht sollte er dahingehend nochmal diese schulen lassen. [Spike - Mammon - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Und dann ließ er sich vom Security schließlich den Folterraum aufmachen, indem sich dieser Vampir befand. Er wäre so oder so hier unten gelandet, denn er wollte vor dessen Kampf diesen noch einmal klar machen, dass es hier um dessen Existenz ging, da jeder Kampf um Leben und Tod ging und da oben eine Masse unterhalten werden wollte. Ihm wurde die Tür geöffnet und Mammon schritt hinein. Was er jedoch vorfand war… war seine Schwester, die mit dem Rücken auf den Boden lag und einem Kerl, der mutmaßlich zwischen ihren Beinen hing. Die Tür hinter Mammon wurde geschlossen und Mammon konnte nicht anders als laut auszuatmen. “Wirklich?” Fing er an und richtete seine Manschettenknöpfe. “Ich freue mich ja wirklich für dich, dass du den Spaß wiedergefunden hast, dich befriedigen zu lassen. Aber muss das wirklich jetzt kurz vor dem Kampf sein? Hättest du mir es vorhergesagt, hättest du schon vorher deinen Spaß haben können, aber so? Ich hoffe, dass du ihm nicht zu sehr den Kopf verdreht hast. Er muss schließlich gleich kämpfen!” Also echt! Normalerweise hatte er ja nichts dagegen und wäre für solch einen Spaß durchaus zu haben, aber jetzt? Heute? Er wollte seine Schulden bei Wolfram & Hart begleichen und dann nichts mehr mit diesem Verein zu tun haben und deswegen musste heute Abend alles perfekt laufen. RE: Let the Games Begin - Lilith - 12.05.2026 [Spike - Mammon - Lilith: Keller in einem der Folterräume] Sie hatte nicht erwartet, dass Spike sich zufrieden gab mit dem kleinen bisschen Blut, das sie ihm hatte zukommen lassen. Aber es war ein Spiel, und der größte Reiz an einer gemeinsamen Partie war es doch, den Gegner herauszufordern und dann gespannt seinen Zug abzuwarten. Genau das tat sie jetzt, und auch wenn Spike in einer deutlich benachteiligten Position war, angekettet und in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, nicht in der Lage, sich unterhaltsame Hilfsmittel zur Hand zu nehmen, so wie sie das getan hatte – er blieb ein ebenbürtiger Spielgefährte. Sie fand sich kurz darauf auf dem Boden wieder, und Lilith lachte leise, während er nun endlich seinem Dämon nachgab. Seine Gesichtszüge verschoben sich, zeigten, was er wirklich war, hinter der Maske des hübschen Jungen. Dass er das überhaupt so lange kontrolliert hatte, rechnete sie ihm hoch an. Er biss sofort zu, in ihren Oberschenkel, wie er zuvor angekündigt hatte. Lilith hatte nichts dagegen – tatsächlich war es ihr nur recht, wenn der Biss im Club nicht sichtbar wäre. Es ging niemanden etwas an, was sie hier tat… nicht aufgrund ihrer Privatsphäre, oder weil sie ein Schamgefühl besaß; vielmehr weil sie ihre Pläne und Machenschaften gern für sich behielt, oder sie nur mit einem sehr eng ausgewählten Personenkreis teilte. Wenn Spikes Biss vorher berauschend für sie gewesen war, dann war das hier tatsächlich noch eine Steigerung. Lilith war ein klein wenig überrascht, wie intensiv die Gefühle durch ihren gesamten Körper wuschen – Schmerz, Aufregung, Erregung, Lust… der Rausch, der mit dem Ausschütten von Adrenalin einherging… und die Angst. Dass er so nah war an ihrer Hauptschlagader, dass er ihre Essenz aus ihr heraussaugte… der Emotionscocktail war unvergleichlich. Energisch ausatmend presste sie ihre Schultern in den Boden und streckte ihren Rücken durch, genüsslich die Augen geschlossen. Todesangst war ein unbeschreibliches Gefühl, das Pochen ihres Herzens, wie ihr Blut durch ihren Körper zu rauschen schien… … und dann war es plötzlich vorbei. Es war niemand geringeres als Mammon, der ihren kleinen Trip unterbrach. Das war jetzt das zweite Mal an einem Abend, dass sie eine unterhaltsame Position seinetwegen verlassen musste, und so langsam fragte Lilith sich, warum er permanent ihrem Spaß in die Quere kommen musste. Auch wenn es unabsichtlich war, in beiden Fällen, und sich im Grunde eher ihrem suboptimalen Zeitmanagement zuschreiben ließ… aber konnte er nicht zu spät sein? War er nicht beschäftigt damit, in aller Intenstität und Sorgfalt ein neues, perfektes Hemd auszusuchen, nachdem das andere beschmutzt worden war? Offenbar nicht. Nein, er stand hier und belehrte sie. Lilith ließ sich Zeit damit, sich aufzurichten – Spike kehrte ihm den Rücken zu, und Mammon schien nicht gesehen zu haben, was sie hier tatsächlich taten. Umso besser; wie gesagt, sie behielt ihre Pläne gern mal für sich. Dennoch berührte sie Spike nun seitlich an seinem Kopf, um ihn dazu zu bringen, von ihr abzulassen. Dann setzte sie sich ganz auf. „Was soll ich dir sagen, es ist nicht als hätte ich das geplant“, antwortete sie seelenruhig auf den Vorwurf ihres Bruders, während sie nahezu beiläufig Spikes Stirn berührte, um ihm zu helfen, die Vampirfratze loszuwerden. Eventuell würde ihm das allein schwerfallen, unter direktem Einfluss ihres Blutes, und sie hatte ein gewisses Interesse daran, ihre Spuren zu verwischen. Auch ein klein wenig Blut wischte sie ihm aus dem Mundwinkel, während sie die Unterhaltung mit Mammon weiterführte, damit der keinen Verdacht schöpfte. „Aber sieh ihn dir an, ein so hübscher Junge. Und er war sehr… überzeugend.“ Schließlich stand sie komplett auf, sammelte das Messer wieder ein, das sie irgendwann in den letzten Minuten im Eifer des Gefechts fallen gelassen haben musste, und brachte es zurück auf den Tisch mit den anderen Utensilien, mit denen dieser Raum standardmäßig bestückt war. „Er wird kämpfen, keine Sorge“, fügte sie dann noch hinzu, an Mammon adressiert, aber ihr Blick ruhte auf Spike. RE: Let the Games Begin - Fred Parker - 16.05.2026 Fred - Kisai - Mammon: Devil's Balcony Als Mammon ihr Geld anbot, schüttelte Fred entschieden den Kopf. „Danke, das ist ein großzügiges Angebot, aber es ist nicht nötig“, versicherte Fred freundlich lächelnd. Mammon hatte bereits häufiger angeboten sie finanziell noch mehr zu unterstützen, aber das wollte Fred nicht. Sie wollte so weit wie möglich unabhängig sein und nahm deswegen von Mammon nur das Geld an, das sie mit ihrer Arbeit für ihn verdiente. Selbst das, was Mammon ihr für ihre Arbeit zahlte, war ihr schon fast zu viel.
Dann war es auch schon an der Zeit für Mammon zu gehen. Fred sagte der Gedanke nicht zu, dass sie gleich schon von Mammon getrennt sein würde, denn so ganz wusste sie nicht, ob es nicht seltsam werden würde, sobald Kisai und sie unter sich waren. Aber gut, sollte es zu unangenehm werden, würde sich schon irgendein Vorwand finden lassen, unter dem sie das Weite suchen konnte. Ganz unkreativ war Fred ja nicht.
Kisais Antwort hörte Fred aufmerksam zu. Bevor Fred auf Kisais Frage reagieren konnte, grätschte Mammon schon dazwischen und legte einen Arm um sie. Als sie hörte, dass die Belohnung das Überleben war, verzog Fred das Gesicht. „Kisais Version gefällt mir besser“, hielt Fred fest. Ein Gefallen oder Geld klangen da schon netter als das bloße Überleben. „Ich mache mir jetzt nicht so viele Sorgen um mein Gesicht wie ein gewisser jemand neben mir“, Fred warf Mammon einen Blick zu, „aber ich möchte trotzdem nicht mitmachen. Käfige sind nicht so mein Ding“, ließ Fred Kisai wissen. Ein Käfig ließ einen beim Kämpfen viel zu wenig Raum zum Ausweichen und improvisieren, wenn man Fred fragte.
Als Mammon zu flüstern begann, schmiegte Fred sich dichter an den Sohn des Teufels. Sie konnte nicht anders als zu lächeln, weil es in ihrem Bauch zu kribbeln begann. Fred bekam aus irgendeinen Grund immer weiche Knie, wenn Mammon zu flüstern begann. Es war schön und nervig zugleich.
„Wehe wenn nicht“, murmelte Fred auf Mammons Worte hin. Sie hatte an diesen Abend bisher noch nicht mal einen Kuss bekommen, da konnte sie nicht anders, als auf Intimität zu bestehen.
Doch dann verabschiedete Mammon sich auch schon und Fred kam beinahe ein Seufzer über die Lippen, als sie ihm nur hinterher sah.
Fred - Kisai: Devil's Balcony
Dann blickte Fred zu Kisai herüber. „Nur weil Mammon es gesagt hat, musst du dich nicht großartig um mich kümmern. Mach dir da bitte keine Umstände. Ich bin nicht so ein Prinzesschen“, versicherte die Dunkelhaarige. Fred nippte an ihrem Drink, um ein wenig Zeit zu schinden. „Also, schieß los, wie hast du Mammon kennengelernt?“, hakte Fred. Sie wollte nicht, dass eine unangenehme Stille entstand und daher stellte sie die erste Frage, die ihr in den Sinn kam. Vielleicht würde die Antwort ja auch noch irgendwie nützlich sein. Man wusste ja nie. |