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RE: Once upon a dream - Medea Young - 06.04.2026 Medea wollte sich in keiner Welt mit Mammon anlegen, das hatte also wirklich auch einen Teil dazu beigetragen, dass sie sich für Lilith und ihren Zustand so verantwortlich gefühlt hatte. Lilith stimmte ihr dabei auch zu, was nicht verwunderlich war, schließlich kannte diese ihren Bruder sehr viel besser und sehr viel länger als Medea selbst. Wie sollte es auch anders sein? Medea war jung, sogar für menschliche Verhältnisse und das sagte eine Menge aus, vermutlich gab es nicht mal Zahlen die aussagten, wie lange Lilith und Mammon sich kannten, geschweige den lebten. Lilith fragte wieso, Medea sich entschieden hatte ihr zu helfen und Medea musste dabei nicht lange überlegen. „Ich konnte dich doch nicht diesen inkompetenten Wesen überlassen“ meinte sie dann und lächelte. „Ich bewundere dich schon eine Weile, eine knallharte Geschäftsfrau, die jedermann respektiert. Deine Aura, wenn du einen Raum betrittst ist immens. Als ich dich sah, so... angeschlagen, geschwächt... das konnte ich nicht zulassen“ versuchte sie dann zu erklären, was sie bewegt hatte und es war offensichtlich, dass Medea viel für die Teufelstochter übrig hatte. Sie bewunderte sie schon eine Weile und war daher umso glücklicher, dass sie es wirklich geschafft hatte und es Lilith nun auf jeden Fall wieder besser ging. Außerdem wollte sie sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn sie Lilith nicht geholfen hätte und dabei dachte sie nicht nur an die Senior Partner, die eine sehr wichtige Geschäftspartnerin verloren hätten, wegen ihrer Nicht-Hilfe. Medea nickte. „Natürlich weiß ich das, aber es zu erleben, macht einen großen Unterschied“ erklärte sie dann und dachte daran, wie Eury ihr das erste Mal ihre Gestalt gezeigt hatte. Natürlich hatte sie es zu dem Zeitpunkt schon gewusst, aber dennoch hatte es sie beeindruckt. „Es ist theoretisches Wissen gegen praktisches Wissen. Ich wusste auch theoretisch, dass ich deinen Bruder erstarren lassen kann, war dennoch erleichtert, als es wirklich funktioniert hatte“ RE: Once upon a dream - Lilith - 09.04.2026 Lilith bewegte sich schon seit endlosen Jahrzehnten regelmäßig auf der Erde. Jahrhunderten wahrscheinlich, wenn man es genau nahm. Es gab in der Regel recht wenige Dinge, die sie hier noch überraschen konnten. Manche Gepflogenheiten der Erdlinge verstand sie nicht so wirklich, aber sie kannte sie und wusste mit ihnen umzugehen – in der Regel zu ihrem Vorteil. Aber das, was Medea getan hatte – mitten in der Nacht ein Sonderteam innerhalb der Kanzlei mobilisert, Mammon tatsächlich dazu bewegt, dass er und Kisai innerhalb von kürzester Zeit aufgetaucht waren, einen Engel gefunden, der bereit war, seine gesamte Existenz aufs Spiel zu setzen… und all das unter dem Druck von Mammons sicherlich nicht harmlosen Drohungen. Sie kannte ihren Bruder und zog ihn oft auf für seine eher naiven Eigenschaften und Haltungen, aber Lilith wusste sehr gut, dass er auch anders konnte, wenn er wollte. All das hatte sie in Kauf genommen… einfach so. Nicht nur, dass sie das nicht verstand, es schockierte sie auch. Klar, die Erdlinge fabrizierten zuhauf idiotische Dinge, beeinflusst von irgendwelchen Gefühlsregungen, die sie so hatten. Aber Medea kannte sie nicht einmal. Nicht wirklich. … oder zumindest dachte Lilith das. Wenn sie ihren folgenden Worten Glauben schenkte, dann war dem allerdings nicht so. Sie sprach von ihrem Auftreten, ihrer Aura, was per se nichts Ungewöhnliches war… wenn sie denn als Tochter Luzifers aufgetreten wäre, bei Wolfram & Hart. Als Engel, der sie war. Aber Lilith war nicht Mammon, in der Regel verschleierte sie ihre Natur im Alltag bevorzugt, um nicht direkt aufzufallen. Zu viel Aufmerksamkeit war hinderlich für ihre Geschäfte und Pläne, und es spielte ihr meist in die Karten, wenn ihr Gegenüber sie unterschätzte. Das bedeutete aber, dass Medea dennoch Bewunderung für sie gefunden hatte… nur für sie, und ihr Verhalten. Jenseits ihrer Natur. Sie wusste nicht so recht, was sie mit dieser Information anfangen sollte, und verfluchte sich im nächsten Atemzug direkt schon wieder selbst, weil es ihr vor ein paar Tagen noch einfach egal gewesen wäre. Was interessierte es sie, was eine wahllose Erdenbewohnerin über sie dachte und wieso sie der Meinung war, irgendwelche aufopferungsvollen Heldentaten für sie zu vollbringen? Aber plötzlich tat es das. Es interessierte sie, und sie hatte Emotionen dazu. Es war furchtbar. „Nun… ich stehe in deiner Schuld. Und das werde ich nicht vergessen“, war letztendlich ihre doch recht nüchterne, leicht distanzierte Antwort. Alles andere bekam sie nicht sortiert… also war es am einfachsten, sich auf die Basics zu konzentrieren. Sie verdankte Medea ihr Leben, also würde sie diese Schuld irgendwann ausgleichen. So lief es in der Hölle. Und dann erklärte sie ihr direkt noch etwas – theoretisches gegen praktisches Wissen. Hatte sie nicht eben noch den Eindruck gehabt, einem enorm jungen Wesen gegenüber zu sitzen? Und nur Minuten später erklärte sie ihr die Welt. Aber dieser Erörterung konnte sie immerhin folgen. Besser als dem Rest, zumindest. Und derart amüsante Vorstellungen von Mammon erheiterten sie ohnehin immer. Lilith schmunzelte. „Du hast ihn erstarren lassen? Ich wette das fand er hervorragend“ RE: Once upon a dream - Medea Young - 09.04.2026 Für Medea war es selbstverständlich gewesen zu helfen, allerdings verstand sie auch, dass Lilith nach Erklärungen suchte. Also versuchte sie ihre Beweggründe mit der anderen zu teilen, es war nicht ganz einfach zu erklären, aber Medea glaubte schon, dass Lilith sie schlussendlich verstanden hatte. Sie sagte jedoch nichts weiter dazu, sondern nur, dass sie in Medeas Schuld stand. Etwas, das die Gorgone mit einem Nicken zur Kenntnis nahm. Sie wusste, dass in der Schuld stehen bei übernatürlichen Wesen etwas anderes war als bei Menschen und daher wollte sie auch nicht widersprechen, außerdem war es irgendwie auch cool, wenn man sein eigenes Vorbild so beeindruckt hatte. Medea erklärte dann jedoch den Unterschied zwischen theoretischen und praktischen Wissen, denn es machte einen großen Unterschied ob man von etwas gehört hatte oder es selbst erlebt hatte. „Ich glaube, wenn ich mich nicht gerade um dich gekümmert hätte, wäre er mir danach sofort an die Gurgel gegangen. Doch du warst ihm wichtiger in dem Moment“ Medea lächelte. „Steht ihr euch nah?“ Bisher hatte sie die beiden nie als Einheit wahrgenommen, aber bisher war sie ihnen auch eher nur einzeln begegnet, vielleicht spürte man es auch nur, wenn man sie sah. Medea hatte damit keine Erfahrung, sie war einfach nur neugierig. RE: Once upon a dream - Lilith - 09.04.2026 Medeas Frage nach der Natur ihrer Beziehung zu Mammon kam für Lilith komplett aus dem Nichts. Normalerweise nahmen die Erdlinge es sich nicht heraus, solche Dinge zu fragen. Zuviel Ehrfurcht und Respekt, was beides mit einer gewissen Distanz im Umgang mit ihnen einherging. Zumindest meistens. Wenn sie es nicht auf… engeren Kontakt anlegten, und das taten sowohl Mammon als auch sie doch recht häufig. Aber diese Frage war ungewohnt persönlich. Liliths erster Instinkt war ein ‚Nein‘, was vermutlich auch irgendwie korrekt gewesen wäre, zumindest in dem Sinne, von dem Medea sprach. Mammon würde nicht kommen und ihre Haare flechten, während sie ihm von ihrem Liebeskummer berichtete, woraufhin er dann losziehen und die Person foltern würde, die sie verletzt hatte. Ungefähr so war doch die Vorstellung der Erdlinge von nahestehenden familiären Beziehungen, oder nicht? Nein, das war ihr Verhältnis zu Mammon nicht. Aber andererseits ging es so viel tiefer, wie eine Verbindung nur sein konnte, wenn sie seit so langer Zeit existierte. Er war ihr erster Spielgefährte gewesen, als sie ein Jüngling war. Er kannte alle ihre Schwachstellen, vermutlich besser als irgendjemand sonst. Ihr Vertrauen zu ihm reichte tiefer, als die Erdlinge wohl jemals würden umfassen können. An manchen Tagen wollte sie ihn kopfüber aus dem Fenster eines ihrer Penthäuser hängen, sicherlich. Aber änderte das etwas an den Grundzügen? „Wir sind Familie“, antwortete sie letztendlich, ihr Tonfall jedoch recht neutral. „Gibt es etwas Näheres als das?“ Die Antwort war wahrscheinlich nicht so detailliert, wie Medea es sich eventuell erhofft hatte. Aber am Ende des Tages war sie eine Angestellte von Wolfram & Hart, auch wenn sie sich in den letzten Tagen enorm für sie persönlich eingesetzt und dabei bewährt hatte. Sie war Damons Mitarbeiterin, und Lilith würde einen Teufel tun, bei ihm die Idee aufkommen zu lassen, dass Mammon im Zweifelsfall angreifbar wäre. Er war schließlich verwundbarer als sie… Gewesen, musste sie sich selbst korrgieren. Ohne ihre Gnade hatte sich die Situation nun verändert. Aber umso wichtiger war es vermutlich, dass implizit klar war, dass sie einander unterstützen. „Ich hätte das Gleiche für ihn getan“, fügte sie schließlich noch hinzu. RE: Once upon a dream - Medea Young - 10.04.2026 Medea verstand noch nicht, wie die Konstellation um Lilith und Mammon funktionierte, eine tatsache, die sie wurmte. Vieles war für Medea klar ersichtlich, gerade wenn sie genug beobachtete, aber diese Teufelskinder waren anders. Nicht nur ihre Präsenz oder ihr Auftreten, einfach alles, ihre Bindungen, ihre Art zu reden. Alles schrie danach dass sie anders waren, aber genau das faszinierte die Gorgo so sehr, dass sie nicht anders konnte als ihre neugierigen Fragen zu stellen. Sie war froh, dass Lilith sie nicht auslachte oder sonst irgendwie zeigte, wie dämlich diese Frage war. Das war sie vermutlich für Lilith selbst schon, weil es ja offensichtlich. So fühlte sich tatsächlich auch die Antwort der anderen an. Es war so selbstverständlich, wie sie das sagte, dass Medea sich einen Momentlang schlecht fühlte, dass sie ihrer Familie nicht nah stand, nicht mal wusste, was dort gerade passierte. Dieser Moment war kurz, aber er war durchaus da und dennoch schüttelte sie ihn schnell wieder ab und konzertierte sich auf Lilith die weiter sprach. „Ich hätte das Gleiche für ihn getan“ Medea lächelte. Sie blieb einen Moment still und dachte kurz darüber nach. „Verstehe. Schön, dass ihr euch habt“ meinte sie dann und sah Lilith an. „Und wie ihr euch vertraut, kaum war er da, hast du dich fallen lassen“ Ja Medea hatte das mitbekommen, sie glaubte nicht daran, dass Lilith die Schmerzen nur so ausgehalten hatte, sie hätte das noch länger durchgezogen, da war sich Medea sicher. RE: Once upon a dream - Lilith - 10.04.2026 „Und wie ihr euch vertraut, kaum war er da, hast du dich fallen lassen“ Gut, das war nun definitiv zu intim. Wie konnte es sein, dass Medea das nicht nur gesehen, sondern auch korrekt verbunden und interpretiert hatte? Die meisten Bewohner dieser Ebene waren nicht einmal ansatzweise so aufmerksam wie sie. Noch hatten sie dann darüber hinaus noch die Fähigkeit, die Dinge, die sie beobachtet hatten, in einen größeren Gesamtkontext einzubetten. Ihr Verhältnis zu Mammon war ungewöhnlich, klar. Das lag an ihrer beider Natur, wie sie aufgewachsen waren, dass ihre Persönlichkeiten sich oft genug heftig aneinander rieben, und dass sie einfach generell weit davon entfernt waren, wie die Menschen miteinander umgingen. Lilith konnte sich sehr gut anpassen in ihrem Alltag, wenn sie arbeitete und nicht auffallen wollte… aber in Mammons Gegenwart maskierte sie in der Regel nichts. Gar nichts. Das führte häufig zu Irritationen bei anderen, aber Lilith kümmerte das herzlich wenig. Im Gegenteil, meist fand sie es von Vorteil, wenn man sie nicht direkt durchschaute, das war ihr präferierter Modus Operandi. Dass Medea etwas so Subtiles nun quasi wie nebenbei aufschnappte und direkt auch analysierte, brachte sie unbequem nahe an eine persönliche Grenze, die Lilith mit Fremden lieber aufrecht erhielt. In ihrer Magengegend regte sich irgendetwas, und sie wusste, dass es wieder eines dieser anstrengenden Gefühle war. Dieses konnte sie aber kein bisschen zuordnen. „Du stehst deiner Familie nicht nahe?“ Der Themenwechsel war nötig. Und ja, Medeas Reaktion vorher auf ihr Kinderzimmer hatte darauf schließen lassen, ähnlich wie der Ausdruck, der eben über ihr Gesicht gehuscht war, als Lilith von Mammon gesprochen hatte. Und wenn sie ihr so unangenehm nahe kam… dann waren auch diese Fragen für Lilith jetzt legitim. RE: Once upon a dream - Medea Young - 14.04.2026 Lilith antwortete nicht weiter auf Medeas Feststellung, was diese nicht direkt störte. Sie war es gewöhnt, dass man gewisse Dinge unkommentiert ließ und besonders, weil das Thema ja doch etwas privater war. Vielleicht wollte Lilith nicht privat mit ihr reden, was Medea sehr schade fänd, denn irgendwie war Lilith schon ein gewisses Vorbild für sie. Doch sie würde es so akzeptieren, sollte es so sein. Lilith fragte nun nach ihrer Familie, was irgendwie selbstverständlich bei diesem Thema war und dennoch hatte Medea irgendwie nicht damit gerechnet, dass die Teufelstochter sich dafür interessierte. Sie wollte ihr jedoch auch keine Erklärung schuldig bleiben, dass wäre unter diesen Umständen wirklich unhöflich und unangebracht. „Ich weiß nicht mal, ob sie noch leben“ erklärte Medea dann. „Ich hab nur zu meiner Patin noch Kontakt“ Medea dachte kurz an Eury und konnte noch immer nicht glauben, dass Medusas Schwester ihre Patin war. Es war absolut hirnrissig, aber es war so und Eury hatte alles getan um Medea zu beschützen, das würde die Gorgone ihr nie vergessen. Medea schüttelte den Kopf, das war kein Thema für jetzt, sie wollte ihre Geschichte nicht erzählen und noch viel weniger wollte sie den Menschen, die sie hätten Lieben sollen und es nicht getan hatten, diesen Raum geben. RE: Once upon a dream - Lilith - 15.04.2026 Wofür Lilith sich interessierte und nicht interessierte konnte schnell schwanken. In gewissen Situationen konnte sie außergewöhnlich viel Geduld aufbringen, besonders für ein Höllenwesen – das war aber meist nur der Fall, wenn sie ein klares Ziel vor Augen hatte und eine genaue Vorstellung davon, wie sie es erreichen wollte. Meist waren ihre Interessen deutlich flatterhafter und besonders darauf fokussiert, was sie in diesem Moment gerade als wichtig empfand. Und in diesem Fall hatte sie Medea ihr Leben zu verdanken, auch wenn sie weitaus zu stolz war, um das genau so zu verbalisieren. Sie wusste es, Medea wusste es auch. Mammon und Kisai wussten es. Natürlich war ihr Interesse daran, wer diese Person war, in deren Schuld sie nun stand, aktuell entsprechend groß. Dass es das Gespräch weglenkte von ihr und Mammon war ein zusätzlicher Bonus. Medea bestätigte mehr oder weniger ihre Annahme indem sie zugab, dass sie nicht einmal wusste, ob ihre Familie noch lebte. Abgesehen von ihrer Patin… die sie aber auch nicht näher benannte. Hätte sie ihre Gnade noch gehabt, dann hätte Lilith womöglich ihre Aura schneller und sauberer lesen können, und den Widerstand gegen das Thema gespürt. Ob sie es dann fallen gelassen hätte wäre eine andere Frage, aber sie hätte es sicherlich augenblicklich bemerkt. Jetzt allerdings, ohne ihre Gnade, ihre Kräfte deutlich schwächer, und ihr Körper noch durchtränkt von Überresten weißer Magie, die sie weiterhin zittern ließen – die subtile Ablehnung fiel ihr so nicht auf. „Das klingt nicht als würdest du sie betrauern“, stellte sie zunächst einmal nüchtern fest. Das war erstmal nichts Ungewöhnliches in dämonischen Familien. Lilith selbst würde ihrem Vater keine Träne nachweinen, selbst jetzt nicht, wo sie welche weinen konnte. Besonders jetzt nicht. „Was unterscheidet deine Patin von ihnen?“ RE: Once upon a dream - Medea Young - 23.04.2026 Medea sah nach draußen, auch wenn es quasi kein Draußen war und dennoch gefiel ihr der Blick in die Ferne, bevor Lilith meinte, dass es nicht so klang als würde Medea es betrauern, dass sie nichts von ihrer Familie wusste. „Tu ich auch nicht. Sie sind nicht wichtig für mein Leben und werden es auch nie wieder sein“ erklärte sie dann und zuckte mit den Schultern, es war ihr mittlerweile wirklich gleich was mit diesen Personen geschehen würde. Je nach Situation hatte sich Medea auch schon öfter vorgestellt, dass sie sie umbringen würde, so wie diese es einst mit ihr tun wollten, aber eigentlich hatten sie das gar nicht verdient. Medea dachte einfach so wenig wie möglich an sie und als Lilith nach ihrer Patin fragte, wurden Medeas Gesichtszüge weich und ein sanftes Lächeln legte sich auf ihre Lippen. „Eury ist ebenfalls eine Gorgo und hat mich vor dem Tode bewahrt. Sie versteht mich“ erklärte Medea dann. „ich würde ihr mein Leben anvertrauen“ Medea sah zu Lilith herüber. „So wie du deinem Bruder“ RE: Once upon a dream - Lilith - 23.04.2026 Medea machte zunächst einen leicht abwesenden Eindruck, als ihre Familie zur Sprache kam. Dann beantwortete sie die Frage aber doch noch – ähnlich nüchtern und distanziert, wie Lilith sie gestellt hatte. Eine derart kalte Distanz zu Personen, zu denen man von Geburt aus eine biologisch enge Beziehung hatte… die musste ihren Ursprung in einem Trauma finden. Und kurz darauf bestätigte Medea ihr auch genau das. „Eury ist ebenfalls eine Gorgo und hat mich vor dem Tode bewahrt. Sie versteht mich“ „Deine Familie wollte dich töten“, verbalisierte Lilith ihre Vermutung direkt, sobald die Puzzlestücke an ihren Platz fielen. Es war keine Frage, sondern eine Feststellung. Die Tatsache, die es ganz offenbar war. Medea war eine Gorgo, das hatte sie schon immer gewusst. Daher die Brille. Aber diese Informationen… „Sie wollten dich töten, als du dich verwandelt hast“, fügte sie schließlich noch hinzu. „Sind sie menschlich?“ Keine andere Spezies würde mit derartiger Kleingeistigkeit auf ein übernatürliches Phänomen reagieren, das sie sich nicht erklären konnte. Aber… ihre leiblichen Eltern konnten sie dann ohnehin nicht gewesen sein. Zwei Menschen würden niemals einfach so eine Gorgone hervorbringen. Nicht ohne übernatürlichen Einfluss. Lilith bemerkte, dass ihr da irgendwie noch ein Stück fehlte, um das Gesamtbild zu vervollständigen. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie immer noch vollgepumpt war mit weißer Magie, die ihren Kopf benebelte und ihren Körper unter Strom hielt. Ihre Konzentration war eher… mittelmäßig. Im besten Fall. Das permanente Zittern war enorm nervig. „Deine Patin ist eine Gorgo…“ wiederholte sie, den Gedanken mental sortierend. „Warte, meinst du Euryale?“ RE: Once upon a dream - Medea Young - 23.04.2026 Als Lilith es so direkt aussprach, spürte Medea einen Stich im Herzen, der, der immer kam, wenn es um ihre Familie ging. Kurz hatte sie das Gefühl, dass ihr die Kontrolle über die Traumebene entglitt, aber dann hatte sie sich auch wieder gefangen, wobei ihr der Gedanke an ihre Patin doch sehr geholfen hatte. Eury rief einfach ein Gefühl in ihr hervor, das sie beruhigte und ein bisschen erdete. Medea nahm ihre Brille ab und griff sich mit dem Zeigefinger und ihren Daumen zwischen die Augen um dort leichten Druck auszuüben, auch um ihre Gefühle schneller wieder unter Kontrolle zu kriegen. Ihre Familie hatte diese Gefühle nicht verdient, keinen Gedanken hatte sie verdient. „Ja sind sie“ Medea konnte dazu nicht viel sagen, wollte sie aber auch gar nicht. Warum auch? Lieber saß sie einfach hier bei Lilith und ließ ihre Brille wirklich mal an der Seite liegen, etwas, das sich so unwirklich anfühlte, aber in Lilith' Gegenwart, hier in dieser Traumebene war es sicher. Hier konnte sie niemanden verletzen, niemanden versteinern. Medea verkniff sich das Seufzen, sie fühlte sich in dieser Ebene sehr wohl und hatte das Gefühl, dass ein warmes Gefühl auch durch die Ebene ging, als sich der Himmel des draußens in einen Sonnenuntergang färbte, mit die schönste Zeit des Tages wie Medea empfand. Es war für Medea seltsam befreiend mit Lilith in dieser Ebene zu sitzen, sich an sie zu lehnen und einfach zu reden. Ganz ohne sich Gedanken zu machen, ob Lilith in Sicherheit war, den einerseits war sie das durch den anderen Engel jetzt und Medea konnte mit ihren Kräften ihr gar nichts anhaben. Lilith fragte nochmal nach ihrer Patin und ein bisschen wunderte es Medea, dass sie sie beim vollen Namen nannte. „Ja, kennst du sie?“ fragte sie dann sogleich und war neugierig wie die Antwort ausfallen würde. RE: Once upon a dream - Lilith - 24.04.2026 Die Antwort, die sie auf ihre Aussagen bekam, beschränkte sich auf ihre direkte Frage. Ja, sie waren menschlich. Keine weiteren Worte, keine weiteren Erklärungen. Lilith hatte lange und ausführlich genug mit Erdlingen zu tun, um sofort zu erkennen, dass das eine Abwehrreaktion war, zum Schutz. Auch das Nicht-Gesagte war Bestätigung dafür, was Medeas Familie ihr angetan hatte. Die Ebene schien kurz zu flackern, offensichtlich instabil aufgrund der emotionalen Schieflage, in der sich die Erschafferin dieser Umgebung aktuell befand. Lilith gab an dieser Stelle subtil ein klein wenig ihrer eigenen Energie hinein, um sie zu festigen – viel hatte sie nicht, bei weitem nicht genug, um die Traumebene selbst auszugestalten, nicht so kurz nach der Tortur eben – aber dafür reichte es. Kurz darauf schien Medea sich auch zu entspannen, und eine Welle der Wärme flutete den Raum. Eine komfortable Wärme. Sie rückte ein Stück ab von ihrer Position, in der sie so nebeneinaner saßen, sodass sie sich ein Stück drehen und die Dämonin ansehen konnte. Wirklich ansehen, wahrscheinlich zum ersten Mal seit ihrem Kennenlernen, da sie ihre Brille kurz zuvor abgenommen hatte. Dann hob sie eine Hand und strich ihr sachte das Haar hinter ihre Ohren. So schöne Augen sollten nicht verdeckt sein, wenn sie schon mal die Gelegenheit hatte, sie zu sehen. „Sie sind und waren deiner nie würdig“, zirkelte sie dann das Gesprächsthema noch einmal zurück, allerdings in einer Finalität, die keine weitere Reaktion erfordern würde, wenn Medea das nicht wollte. Den Ausweg gab sie ihr. „Du bist größer als ein paar armselige Menschen, deren Horizont nicht reicht, um das zu umfassen.“ Dann kam das Gespräch zufällig auf Euryale und Lilith ließ ihre Hand wieder sinken. „Kennst du sie?“ „Sie ist eine der Schwestern. Natürlich kenne ich sie“, war ihre einfache Reaktion. RE: Once upon a dream - Medea Young - 27.04.2026 Medea hatte zu ihrer Familie nicht viel zu sagen, sie wollte auch überhaupt nicht über diese sprechen, allerdings wollte sie Lilith auch keine Antwort verwehren. Dennoch war es an der Ebene auch zu merken, wie schwer dieses Thema für Medea war. Dennoch konnte Medea die Ebene halten, ohne das sie spürte, dass Lilith ihr dabei half. Wenn Medea darüber nachdenken würde, dann wäre es ihr wahrscheinlich bewusst, aber gerade waren andere Gedanken in ihrem Kopf, weswegen sie auch mal die Brille ablegte, da sie ja wusste, das Lilith von ihren Kräften unberührt blieb. Als Lilith ab rückte, sah Medea zu ihr herüber und konnte nicht anders, als sich anzuspannen als Lilith ihr so Nahe kam, bisher hatte stets Medea die Nähe gesucht, das sie von Lilith ausging, war irritierend. Ähnlich wie auch der Umstand, dass Medea jemanden ansehen konnte – so richtig, ohne Brille, ohne Kontaktlinsen, so wirklich ohne irgendein Sicherheitsnetz- war etwas ganz besonderes. Natürlich konnte sie ihre Patin jederzeit ansehen, aber so oft trafen die beiden sich dann doch nicht, da Eury ein Leben abseits der Menschen präferierte. Medeas Wangen bekam dennoch einen roten Schimmer, als Lilith ihr auch noch die Strähne zurück strich und dabei noch erklärte, dass Medeas Familie ihrer nie würdig war. Es war die Formulierung, die sie stutzen ließ, es klang beinahe so, als wäre sie etwas besonderes, ein Gedanke den sie bisher nur wenig an sich heran ließ, vielleicht auch, weil sie sich mehr als Mensch sah, als tatsächlich als Wiedergeburt Medusas. Doch Lilith beließ es nicht bei einem Satz, sie erklärte auch nochmal ganz deutlich, dass Medea größer -bedeutsamer- war als ein paar armselige Menschen. Medea erwiderte den Blick von Lilith stumm und wusste nicht genau, was sie dazu sagen sollte, dennoch legte sich zunächst ein kleines Lächeln auf ihre Lippen. Es war schwer den Gedanken anzunehmen, aber allein das Lilith es wichtig war, das auszusprechen machte irgendetwas mit ihr. Daher kam sie nicht umher, der anderen einen Kuss auf die Wange zu hauchen. „Danke“ Medea entfernte sich wieder leicht, da sie sich nicht sicher war, wie gut oder schlecht Lilith das Auffassen würde und sie hoffte, dass sie damit nicht irgendwelche Grenzen überschritten hatte, aber bisher hatte sie ja immer die Nähe gesucht und wurde bisher nie von Lilith abgewiesen oder zurechtgewiesen. Als es um ihre Patin ging, war Lilith recht knapp und einfach und kurz fragte sich Medea, ob es eine Geschichte dazu gab. Jedoch nahm sie sich vor, ihre Patin danach zu fragen, da sie von dieser eine sehr viel ausführlichere Antwort erhalten würde, sofern es denn eine gab. RE: Once upon a dream - Mammon - 28.04.2026 Langsam wurde es merkwürdig! Er hatte jetzt schon einige Lieder gespielt und vor 2 oder 3 Liedern bemerkt, dass die Aura des Engels hier nicht mehr im Club zu spüren war. Der Engel war definitiv weg, aber Kisai hatte sich noch immer nicht blicken lassen. Ob er vielleicht einfach mal nachschauen sollte? Er zweifelte nicht an den kämpferischen Fähigkeiten seines Vertrauten, denn der Ifrit war stark, auch wenn es äußerlich vielleicht nicht den Anschein machte. Doch langsam wurde er nun wirklich ungeduldig. So beendete er noch dieses Lied, ehe er sich von seinem Publikum verabschiedete, noch einmal eine Runde warf, um dann so schnell es ging den Weg durch die Masse sich zu suchen, um schließlich mit dem Aufzug nach oben in sein Penthouse zu fahren. Die Türen öffneten sich und mit schnellen Schritten betrat er diesen Bereich. Hier schien erst einmal alles in Ordnung zu sein. Kein Anzeichen, dass irgendetwas nicht nach Plan gelaufen war. Sein Blick ging zu dem Zimmer, in dem zur Zeit Lilith untergekommen war. Ohne weiter darüber nachzudenken oder sich überhaupt Gedanken darüber zu machen, was er machen würde, wenn der Engel eine List anwendete und doch noch da war, schritt er zu dem Zimmer und öffnete energisch die Tür. Kein Anklopfen, kein vorsichtiges Öffnen. Mammon sah Lilith und Medea, die anscheinend nicht im Hier und Jetzt waren. Bevor er jedoch weiter sich den beiden widmen konnte, meldete sich auch schon Kisa zu Wort, der ganz ruhig meinte, dass der Engel sein Engelsschwert genommen hatte und schließlich verschwunden war, dass aber ansonsten hier nichts weiter passiert war, was beunruhigend gewesen sei. Mammon nickte ihm dankend zu für diesen kurzen Bericht, sah ihn aber nicht an, denn sein Blick ruhte auf Lilith, die einfach nur da lag und nicht reagierte. “Lil.” Seine Stimme war dabei fragend und leicht besorgt. Wenn der Engel schon weg war, wieso waren Lilith und die Brillenschlangenfrau nicht wieder im Hier und Jetzt? Der eben noch so schnelle und energische Schritt, wurde nun langsamer und vorsichtiger, bis er nun bei ihr und Medea stand. Als er seine Schwester so nun betrachtete, fiel ihm auf, dass sie regelrecht leuchtete. Das sah nicht nach ‘nur ein bisschen’ weiße Engelsheilungskraft aus. Das schien die volle Dröhnung gewesen zu sein. Mammon streckte die Hand aus um Lilith zu berühren. Im Hintergrund hörte man Kisais Stimme, die mit dem Satz anfing:”Nein, nicht…” Doch da war es schon zu spät und Mammon berührte Lilith Haut. Ein regelrechter Stromschlag durchzog seinen Körper. Nicht tödlich oder so, dass er schwer verletzt war, aber schon so, dass Mammon zurückschrecken und ein paar Schritte zurückwich. Das war echt unangenehm gewesen. Verflucht! Im Hintergrund war dann auch wieder Kisai zu hören, der seinen Satz beendete. „—anfassen“ und jaaa, auch dieses tiefe Seufzten danach war eindeutig zu hören. Mammon sah kurz mit einem dunkleren Blick zu Kisai, ehe er sich wieder seiner Hand widmete und diese schüttelte. Nur langsam verging der Schmerz. RE: Once upon a dream - Lilith - 29.04.2026 Lilith war es gewohnt, dass Erdlinge sich zu ihr hingezogen fühlten. Sie suchten ihre Nähe, weil sie Aufmerksamkeit wollten, Schutz… oder mehr. In den meisten Fällen ging es dabei allerdings primär um sehr physische Interaktionen, ob es sich nun um Zuflucht und Sicherheit handelte, wenn sie in ihrer Gunst standen, oder um Sexualität. Wie sie damit umging, war in der Regel ähnlich simpel – sie unterhielt diese Avancen, oder sie riss den entsprechenden Wesen ihre Gliedmaßen heraus. Medeas Absichten jedoch schienen in eine andere Richtung zu gehen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass es schon mit dem Anlehnen begonnen hatte. Dann die Umarmung, das Abnehmen ihrer Brille. Und jetzt errötete sie sogar, nachdem Lilith sich ihr genähert hatte. Für jemanden, der selbst so konstant darauf aus war, körperliche Distanz zu verringern, reagierte sie auffällig seltsam darauf, wenn man ähnlich mit ihr umging. Es fiel ihr schwer, dieses Verhalten zu deuten. Womöglich weil sie nicht den gleichen Zugang hatte zu ihren Kräften, ihre Aura nicht genauso lesen konnte wie zuvor. Vielleicht waren es auch die Strapazen des heutigen Tages, oder eine Kombination aus all diesen Dingen. Und bevor sie sich darüber klar werden konnte, hatte Medea sich plötzlich nach vorne gelehnt, und ihre Wange geküsst. Normalerweise wäre das die Gelegenheit gewesen, sie an sich zu ziehen und einen richtigen Kuss anzuschließen – oder das besagte gewaltsame Entfernen ihrer Gliedmaßen, aber von diesem Bedürfnis war Lilith aktuell sehr weit entfernt – allerdings war sie weder körperlich, noch mental derzeit in Stimmung für Sex. Und scheinbar schien das auch tatsächlich nicht Medeas Ziel gewesen zu sein, weil sie sich anschließend… bedankte? So als hätte sie ihr einen Gefallen getan. Lilith verstand den Zusammenhang nicht ganz, bekam aber dann auch keine Gelegenheit mehr, danach zu fragen… weil sie plötzlich die Stimme ihres Bruders hörte. Sie konnte Mammon nicht auf ganz so weite Distanzen wahrnehmen, wie das mit anderen Engeln der Fall war, aber über metaphysische Ebenen hinweg hörte sie ihn eigentlich immer. Er rief nach ihr, und das bedeutete vor allem eines – sie hatten wohl die Zeit ein wenig aus den Augen verloren und zu lange noch hier auf der Traumebene verharrt. „Wir müssen–“ Doch bevor sie den Satz in Richtung Medea zu Ende führen konnte, durchzuckte etwas wie ein Stromschlag ihren Körper, und Lilith fand sich zurück in ihrem Bett im Penthouse. Sie schreckte auf, rutschte wie automatisch zum Kopfende des Bettes und schnappte nach Luft, als hätte sie die letzten Minuten unter Wasser verbracht. Ihre Hände fanden beide den Weg auf ihr Brustbein. Ihr Herz raste, ihre Haut deutlich gezeichnet davon, was in der anderen Ebene stattgefunden hatte. Und es war… schlimmer, hier. Lag es daran, dass die Traumebene nur aus einem Abbild ihrer selbst bestand? In jedem Fall waren die Auswirkungen der wohl reinsten, weißen Magie, die es überhaupt gab, auf ihren Körper sehr viel klarer sicht- und spürbar. Die Schwere, die mit der Änderung ihres Gleichgewichts einherging. Die glühenden Zeichnungen auf ihrer Haut, ausgehend von ihrem Bein – immerhin war das nicht mehr gebrochen. Aber sie schien im wahrsten Sinne des Wortes unter Strom zu stehen, ihre Muskeln zuckten unter der puren Energie. Hilfesuchend sah sie zu Mammon, der tatsächlich etwas entfernt neben dem Bett stand. Dann zu Kisai. Was passierte mit ihr? Und wie wurde sie es wieder los? RE: Once upon a dream - Medea Young - 02.05.2026 Medea war es nicht gewöhnt, dass man zu ihr Nähe suchte, weil sie eher ablehnend wirkte und in den meisten Fällen war sie das auch durchaus, aber nicht immer und sie hatte selbst schon bemerkt, dass sie es bei Lilith gar nicht war. Hier war sie immer wieder auf Nähe aus, sie wollte die andere Berühren und sie genoss es gerade auch allein mit ihr zu sein. Diese Zweisamkeit war absolut angenehm und Medea wusste nicht, wann sie sich das letzte Mal so wohl mit jemanden gefühlt hatte, der nicht Damon oder Eury war. Daher war es für sie selbst nicht verwunderlich, dass sie Lilith' Nähe zwar suchte, aber dennoch errötete, wenn Lilith ihr nun näher kam. Außerdem bekam sie auch noch ein Kompliment, dass sie sehr selten erhielt, schließlich vermied sie es andere anzusehen und trug auch recht häufig verspiegelte Brillen um sicher zu gehen. Lilith begann einen Satz und im nächsten Moment schien es um sie herum zu brechen und Medea fand sich wieder zurück im Penthouse. Sie fühlte sich als wäre sie aus einem Traum erwacht, aber eher geschockt erwachen, als wäre es ein Alptraum gewesen, auch wenn es keiner wahr. Medea brauchte also einen Moment um sich selber zu beruhigen bevor sie sich umsah. Sie entdeckte, Kisai, der gefühlt noch immer am selben Fleck stand und Mammon der seine Hand schüttelte, während Lilith... glühte? Medeas Augen öffneten sich etwas weiter, während sie kurz sicherging, dass sie ihre Brille auf der Nase hatte und niemanden gefährlich wurde. Die Gefahr allerdings schien eher von Lilith auszugehen, die hell leuchtete und hilflos wirkte. Schon als Medea das dachte, war das irgendwie überfordernd, Lilith war nicht hilflos und wirkte nie so, nicht mal mit ihrer riesigen Wunde hatte sie hilflos gewirkt, wieso also jetzt? Medea sah verwirrt zu Mammon und Kisai, einer von beiden musste doch eine Erklärung haben. RE: Once upon a dream - Kisai Toshiro - 02.05.2026 Kisai hatte im Zimmer gestanden und Wache gehalten, immer wieder hatte er sich vergewissert, dass niemand sich ihnen näherte oder auch nur versuchte ins Penthouse zu kommen. Doch hier war alles ruhig und als der Engel wieder vor ihm stand, gab Kisai ihm das Schwert zurück und wartete, dass nun auch Medea und Lilith wieder ins Hier und Jetzt kamen. Doch scheinbar war es noch ganz gemütlich, zumindest sahen beide recht entspannt aus, wenn man von Lilith' Glühen absah. Die weiße Engelsmagie war deutlich zu sehen und nach der Heilung würde das auch sicherlich noch ein wenig anhalten, schließlich ging es hier nicht um eine einfache Wunde, sondern um das Loch einer Gnade. Es dauerte auch nicht mehr all zu lange bis Mammon zu ihnen kam und nach seiner Schwester sehen wollte. Kisai war klar, dass die weiße Magie nicht sonderlich gut für Mammon sein würde, doch noch bevor er seinen Satz zu Ende sprechen konnte, hatte Mammon schon einen heftigen Schlag kassiert und damit Lilith und Medea zurück in die Reale Welt geholt. „Und ich sag noch nicht anfassen“ beschwerte er sich dann und schüttelte den Kopf als er den düsteren Blick seines Herrn gesehen hatte. „Lilith, wie geht’s dir?“ fragte er dann erstamal und ignorierte Medeas Blick, ihr wollte er nichts weiter erkläre, erstmal ging es um Lilith, die verdammt viel weiße Magie nun in sich trug. RE: Once upon a dream - Mammon - 04.05.2026 Ja, es war eine absolut dumme Idee gewesen Lilith zu berühren. Doch irgendwie hatte er geglaubt, dass es ihm kaum etwas anhaben könnte, weil er doch auch irgendwo halb Mensch war und Menschen in der Regel eben keine Schmerzen davon hatten, zumindest, was er theoretisch wusste. Nun, aber anscheinend hatte seine höllische Seite etwas dagegen und so bekam er einen schmerzhaften Stromschlag zu spüren. Verflucht tat das weh! Und ja, im Grunde war es seine Schuld, denn Kisai hatte ihm ja vorher warnen wollen, aber Mammon hatte in solchen Momenten, nein… eigentlich in allen Momenten, seinen eigenen Kopf. Aber wenigstens hatte er sein Ziel erreicht. Lilith, ja und auch Medea, waren wieder im Hier und Jetzt. Vielleicht keine besonders schöne Beendigung von ihrer Traumebene, aber jetzt war es so, wie es war. Nur gefiel es Mammon gar nicht, Lilith so herausgerissen zu haben. Ihre Reaktion war so untypisch und so… erschreckend. Seine Schwester, dort am Kopfende des Bettes sitzen zu sehen, wie sie zitterte, leuchtete und vorallem… ihn hilfesuchend ansah. Ein Gefühl der Sorge machte sich in ihm breit. Was zur Hölle war da in der Traumebene passiert? Kisai hatte doch gerade gesagt, dass alles unauffällig war, was er seinem Vertrauten zu 100% auch glaubte, aber… wieso dann diese Reaktion von ihr und all der Rest? Natürlich war Mammon damit überfordert! Niemand hatte jemals soetwas vorher probiert, wie auch? Nie zuvor brauchte ein Teufelskind auch solch eine reine Magie! “Du bist in Sicherheit.” versicherte Mammon seiner Schwester, bevor Kisai dann auch schon fragte, wie es ihr ging. Hoffentlich fragte Lilith nicht, wie sie aussah, denn Mammon wusste jetzt schon, dass er auch dahingehend nicht lügen würde und wohl ihr ehrlich sagen würde, dass sie wie ein hilfesuchendes, radioaktives Häschen aussah. Das wollte er dann doch tunlichst vermeiden, wartete aber dann erst noch ihre Antwort ab, in der Hoffnung, dass sie überhaupt schon in der Lage war zu antworten, ehe sein Blick dann zu Medea ging. Diese hatte ihn verwirrt angeblickt gehabt. Ja, er hatte diesen Blick auf sich gespürt, aber erst einmal war ihm Lilith wichtiger als die Gorgonin. Aber jetzt… jetzt sah er zu ihr. “Willkommen zurück.” Meinte er nur knapp. Zu gern wollte er sie fragen, was zur Hölle in der Traumebene passiert war, dass der Engel Lilith nur so vollgepumpt hatte mit weißer Magie. Hatte seine Schwester wirklich so viel gebraucht oder wollte der Engel doch hinterrücks versuchen die Teufelstochter zu erledigen? Doch er wollte Lilith jetzt nicht damit belasten, dass er Medea dahingehend ausfragte, also auf seine Art und Weise und diese war gerade nicht freundlich. So entschied er sich das irgendwie runterzuschlucken. “Brauchst du irgendetwas?” Richtete Mammon dann auch schon wieder sein Wort an Lilith. RE: Once upon a dream - Lilith - 04.05.2026 Initial war es vermutlich der Schlag, der sie derartig erschreckte und aufschreckte, dass Lilith kurz orientierungslos wirkte. Der Sprung von der Traumebene zurück ins Penthouse war abrupt und überraschender gewesen, als sie erwartet hätte. Mammon hatte es offenbar nicht bei einem Rufen belassen, sondern sie berührt – und wenn man ihren Körper so betrachtete, dann war die Dosis weiße Engelsmagie, die sie abbekommen hatte, sicherlich nicht gering. Wahrscheinlich konnte sie dankbar sein, dass sie überhaupt noch am Leben war. Mammon bestätigte, dass sie in Sicherheit war, und Lilith nickte stumm. Ja, das wusste sie theoretisch, der Engel war weg, die Gefahr, entdeckt zu werden, fürs erste auch zumindest in den Hintergrund getreten. Oder war sie das? Wenn sie weiterhin derart auffällig vollgestopft blieb mit weißer Energie, war das nicht, als würde sie eine Zielscheibe tragen? Ein großes, weißes Schild, auf dem in roten Lettern stand ‚Seht, was wir Verbotenes getan haben‘? Wie konnte der Engel sie einfach so hier zurücklassen? Kisai sprach sie an, er fragte, wie es ihr ging. Lilith hielt eine Sekunde lang seinen Blick, so als müsste sie die Worte verarbeiten, dann sah sie an sich hinunter. Sie schob die Bettdecke beiseite, um an ihr linkes Bein heranzukommen. Hier war die Magie in sie eingetreten, der erste Punkt ihrer Heilung. Sie legte beide Hände prüfend auf ihren Oberschenkelknochen und drückte, aber es fühlte sich alles normal an, zumindest soweit sie das beurteilen konnte, unter ihren zittrigen Händen. Dann folgte sie den glühenden Spuren der Magie, die sich flammenartig nach oben zogen. Sie fuhr sie mit den Fingerspitzen entlang, schob ihr Negligee nach oben, um zur Wunde an ihrer Seite zu gelangen. Hier konzentrierte sich das Leuchten, die Wunde war tief gewesen. Aber auch hier ließ sich nichts mehr davon erfühlen. Sie ließ den seidenen Stoff wieder nach unten gleiten und presste erneut, wie zu Beginn, eine Hand auf ihr Brustbein. Da war nicht alles wie vorher, auch wenn keine Wunde sichtbar war. Das Loch fühlte sich nicht mehr so klaffend an, nicht mehr ganz so schmerzhaft, aber es war immer noch da. Die konzentrierte Magie war ihr hier am unangenehmsten. Leicht abwesend rieb sie sich dort über die Haut. Ihr Blick fand erneut Kisais. „Es hat funktioniert“, antwortete sie, gab sich Mühe, ihrer Stimme möglichst viel Ebenheit mitzugeben, aber es gelang ihr nur teilweise. Das war keine direkte Antwort auf seine Frage, aber ganz so leicht war die auch nicht zu beantworten. Sie war körperlich geheilt, das konnte sie sagen. Alles andere… „Ich bin… schwerer“ Das klang seltsam, das war ihr klar. Aber wie sollte sie sonst beschreiben, wie es war, wenn man in der Lage war zu fliegen und auf einmal… nicht mehr? Ihr Körper funktionierte fundamental anders und es war ein seltsames Gefühl. Eins, was die drei wahrscheinlich nicht nachvollziehen konnten. „Und vielleicht–“, sie hielt kurz inne, weil ihr die Luft fehlte, um den gesamten Satz in einem abzuschließen. „–hab ich gleich einen Herzinfarkt.“ Auch wenn die initiale Panik sich ein klein wenig gelegt hatte, ihr Herz hämmerte weiterhin unentwegt gegen ihren Brustkorb, in einer Geschwindigkeit, die langsam unangenehm wurde. Vom Zittern und diesem verdammten Leuchten ganz zu schweigen. Sie versuchte es noch einmal mit sanftem Druck auf ihr Brustbein. Mammon fragte inzwischen, ob sie etwas brauchte. „Eine Idee… wie ich das loswerde… wäre ganz fabelhaft. Jemand… einen Vorschlag?“ Ihr Blick wanderte von ihm, zu Kisai, zu Medea. Wahrscheinlich tappten sie alle im Dunkeln – gefallene Engel hielten sich in der Regel fern von weißer Magie, besonders in diesen Dosen. Offensichtlich aus gutem Grund. RE: Once upon a dream - Medea Young - 03.06.2026 Medea musste sich erst einmal zurechtfinden, sie war so plötzlich aus der schönen Traumebene gerissen worden, dass ihr Kopf sich erstmal orientieren musste. Nun war sie hier, im Penthouse von Mammon und war noch immer ganz überfordert. Sie versuchte ihre Gedanken zu ordnen, während sie zunächst Kisai ansah und danach Mammon, der sie zurück begrüßte. Etwas, was ihr tatsächlich half, wieder mit den Gedanken aus der Traumebene zu kommen. Lilith erklärte, dass es funktioniert hatte und dass sie nun schwerer war. Eine Aussage, die Medea nicht verstehen konnte, wie konnte sie jetzt schwerer sein? Besonders wo ihr doch etwas fehlte, allerdings musste Medea zugeben, dass ihr Wissen bezüglich Engeln und ihrer Magie doch begrenzt war. In den letzten Tagen hatte sie zwar einiges gelesen und versucht nachzuholen, aber gleichzeitig hatte sie auch nach einem Engel gesucht, der die Teufelstochter persönlich rettete, also waren ihre Studien nicht ganz so tief gewesen, doch dafür würde sie einfach die nächste Zeit opfern. Als Lilith davon sprach einen Herzinfakt zu haben, konnte Medea nicht anders als zu ihr zu sehen und sich eine Hand von Lilith zu schnappen um diese zu halten. Bisher hatte Körperkontakt immer geholfen und Medea konnte es zwar nicht erklären, aber bei Lilith hatte sie immer das Bedürfnis die Probleme mit Körperkontakt zu lösen. Doch wie immer hielt sich Lilith nicht lange damit auf, nein, sie wollte eine Lösung für ihre Strahlung. Medea ließ die Hand wieder los, auch weil es sich nicht so gut anfühlte und Medea merkte, wie die Magie auch ihr zusetzte. „Am Ende ist es Energie, die man aus deinem Körper raus muss, weil sie dir sonst schadet" |